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Kaufvideo
Erhältlich seit:
02.03.1999
Originaltitel: Hush
USA 1998
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 16
Jessica Lange
Gwyneth Paltrow
Johnathon Schaech
Regie: Jonathan Darby
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Was bei diesem eher durchschnittlichen Psychothriller von ebenso melodramatischem wie unglaubwürdigem TV-Movie-Format in Erinnerung bleibt, ist das verblüffende Mitwirken von zwei Schauspielerinnen von großem Kaliber - der renommierten Jessica Lange ("1000 Morgen") und der aufstrebenden Gwyneth Paltrow ("Große Erwartungen"). Unter der Leitung des Regienovizen Jonathan Darby sind aber selbst die schauspielerischen Leistungen der beiden Talente ein wenig unkontrolliert ausgefallen.
Lange mimt, angereichert mit exaltierten Gesten, die manipulierende Südstaaten-Matriarchin Martha (eine Rolle, die einst Bette Davis auf den Leib geschneidert gewesen wäre), die ihren Sohn Jackson (Johnathon Schaech, der seinem Rollenstereotyp als gutaussehender Kleiderständer weitgehend treu bleibt) abgöttisch liebt. Zu Weihnachten bringt er erstmals seine Freundin Helen (Paltrow) aufs stattliche Pferdegut der verwitweten Mutter. Diese erkennt in Helen gleich eine gute Zuchtstute, um so ihr ersehntes Enkelkind zu erhalten. Folglich sind sämtliche Aktionen der neurotischen Mommy Dearest darauf ausgerichtet, dieses Ziel zu erreichen. Sie schreckt dabei weder vor Diaphragma-Beschädigung, dem Arrangieren einer angedeuteten Vergewaltigung, der Mißhandlung einer alten Dame (Nina Foch als ihre resolute Schwiegermutter), dem Einsatz von Pferdemedikamenten an Helen zur frühzeitigen Weheneinleitung noch im aufgebauschten Finale vor versuchtem Mord zurück.
Obwohl übernatürliche Elemente ausgeklammert wurden (Martha wird lediglich als fieberhaft betende religiöse Fanatikerin gezeichnet), weckt diese Variante von "Die Hand an der Wiege" in mehreren Szenen Erinnerungen an "Rosemaries Baby" - ohne allerdings jemals an die Klasse von Roman Polanskis Film heranreichen zu können. Unterschwellige Inzest-Anspielungen werden nicht weitergeführt, ebensowenig wie der Ödipus-Komplex Jacksons (als Siebenjähriger soll er angeblich den Tod seines Vaters verschuldet haben). Etliche der Handlungsentwicklungen setzen zudem das Abschalten vernünftiger Logik voraus und wirken oft lachhaft. Wirklich positiv fallen in diesem aus gutem Grund seit nahezu eineinhalb Jahre lustlos verschobenen Thrillerdrama lediglich die solide Kameraarbeit und das stilvolle Produktionsdesign ins Auge. ara.
| Darsteller: | Jessica Lange | als Martha Baring | |
|---|---|---|---|
| Gwyneth Paltrow | als Helen | ||
| Johnathon Schaech | als Jackson Baring | ||
| Nina Foch | als Alice Baring | ||
| Debi Mazar | als Lisa | ||
| Kaiulani Lee | als Schwester O'Shaughnessy | ||
| David Thornton | als Gavin | ||
| Hal Holbrook | als Dr. Hill | ||
| Regie: | Jonathan Darby | ||
| Buch: | Jonathan Darby | ||
| Jane Rusconi | |||
| Musik: | Christopher Young | ||
| Kamera: | Andrew Dunn | ||
| Produzent: | Douglas Wick | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Hindu, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Tschechisch, Ungarisch
Bildformat: 1:1,85
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