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Election 2

Jimmy möchte Pate werden anstelle des Paten, doch hat sein Vorgänger ganz andere Pläne. Spannender Thriller und Charakterstudie aus dem Triadeninnern.


Election 2

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Erhältlich seit:
26.11.2009

Originaltitel: Hak se wui yi wo wai kwai

Kriminalfilm/ Drama

Hongkong 2006
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)

Mark Cheng
Nick Cheung
Louis Koo

Regie: Johnnie To
e-m-s sales

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Election 2

In Hongkong stehen mal wieder die alle zwei Jahre stattfindenden Wahlen zum Triadenbundespräsidenten an. Die besten Chancen teilen sich der impulsive Jet und der allein auf gute Geschäfte erpichte Jimmy, doch das amtierende Oberhaupt Lok plant insgeheim, die Kandidaten gegeneinander auszuspielen und sich selbst eine zweite Amtszeit zu sichern. Dabei hat Lok jedoch die Rechnung ohne die Behörden gemacht. Denen ist der pragmatische Jimmy als Unterweltpate lieber - selbst wenn der inzwischen ganz andere Ziele verfolgt.

Hongkongs profiliertester Unterweltchronist Johnny To bittet mal wieder zum exklusiven Besuch in den Hinterzimmern der Mafia-Macht und stellt klar, dass in Hongkong längst keiner mehr Pate werden kann ohne die Schützenhilfe der wahren Strippenzieher aus den Reihen der um keine Sauerei verlegenen Sicherheitsbehörden im fernen Peking. Glänzend beobachtete Charakterstudie, geschliffene Dialoge und spannende Bandenkriegsschlachten mit Brutalitäten, die nichts für schwache Nerven sind. Hochkarätige HK-Thrillerunterhaltung.

Election 2

Meisterhaftes Thrillerdrama von Hongkong-Stilist Johnnie To um Machtkämpfe der Triaden, ökonomische Interessen und einen tragischen Vater-Sohn-Konflikt.

Was man nach dem furiosen ersten Akt seiner Hongkong-Kammermusik um die Machtkämpfe der Wo-Sing-Triade kaum für möglich gehalten hatte, ist eingetreten. "Election 2" ist kürzer, schneller und weniger rätselhaft als der Vorgänger, ein makellos elegantes Meisterwerk. Am Ende von Teil 1 war der charismatische Lok (Simon Yam) zum neuen Vorsitzenden der Wo-Sing-Triade gewählt worden. Er hat seine Macht konsolidiert, die Gesellschaft zur mächtigsten der Stadt gemacht und begeht ein Sakrileg, weil er gegen die Tradition erneut kandidiert. Sein wichtigster Rivale ist der junge Geschäftsmann Jimmy (Louis Koo), der seine Raubkopiergeschäfte aufs chinesische Hinterland ausdehnen will, weil dort die Zukunft liegt. Jimmy verbündet sich mit den Chinesen und ahnt nicht, dass hinter dem Handel der Geheimdienst steht.

Während Lok vor dem Mord an Onkel Teng (Wong Tin Lam), Bewahrer des Drachenzepters, nicht zurückschreckt, gelangt Jimmy mit Gewaltakten in einem angemessen ambivalenten Ende auf den Thron von Wo Sing. To legt im zweiten Teil das Hauptgewicht auf Jimmys Entwicklung, den Louis Koo als beherrschten Unternehmer mit Ambitionen und Aussicht spielt, während Simon Yam als Lok in einer tragisch endenden Nebenhandlung einen Vater-Sohn-Konflikt erlebt: Sein in der Schule gemobbter Sohn flieht, Lok wird, während er ihn einholen will, von Jimmys Männern ermordet. Die emotional wuchtige Szene spielt in der Straße, die Schauplatz von Tos schwarzhumoriger Mediensatire "Breaking News" (2004) ist.

Die brodelnd unterschwellige Spannung von "Election 2" entlädt sich in Szenen wie der in einem Palmenrestaurant, wo sich Rivalen belauern und Blicke alles erzählen, und in einer furchterregenden Foltersequenz mit Schäferhunden. In einer Glanzleistung als Loks Handlanger Jet, Mann fürs Brutale, ist wieder Nick Cheung (ein To-Regular) im Einsatz. Über die Thrillerhandlung hinaus demoliert To, der die Triaden im ersten Teil quasi als moderne Aktiengesellschaft beschrieb, diesmal den Mythos der Triaden als heroische Bruderschaft, erzählt auch in der Lichtdramaturgie düsterer als im Vorgänger und inszeniert im Scopeformat mit bewunderungswürdiger Kameraarbeit. Für Newcomer im Universum des "Michael Mann von Hongkong" ist "Election 2" idealer Einstieg, auch wenn man Teil 1 nicht kennt, und mit der "Infernal Affairs"-Trilogie Markstein des Post-1997-Hongkong-Kinos. ger.

Darsteller:  Mark Cheng  
  Nick Cheung  
  Louis Koo  
  Ka-Tung Lam  
  Suet Lam  
  Tian-Lin Wang  
  Simon Yam  
  Cherrie Ying  
 
Regie:  Johnnie To  
Buch:  Yau Nai-hoi  
  Yip Tin-shing  
Musik:  Robert Ellis-Geiger  
  Lo Ta-yu  
Kamera:  Cheng Siu-keung  
Produzent:  Johnnie To  
 

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