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Kaufvideo
Erhältlich seit:
05.10.2006
Deutschland 2006
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12
Moritz Bleibtreu
Christian Ulmen
Martina Gedeck
Regie: Oskar Roehler
Highlight Communications (Deutschland)

Es gehört Mut dazu, Michel Houellebecqs Skandalroman über den postmodernen Mann Anfang des Jahrtausends zu verfilmen. Oskar Roehler wagt den Trip durch verwüstete Seelenlandschaften.
Mit rund 240000 verkauften Exemplaren ist "Elementarteilchen" ein Bestseller. Ein Buch, dass man(n) lesen musste und nicht immer zu Ende las. Nicht gerade aufmunternd die Geschichte von zwei Halbbrüdern, die - von der Hippie-Mutter vernachlässigt -getrennt voneinander bei ihren Großeltern aufwachsen und sich erst in der Jugend kennenlernen. Ihre Wege könnten unterschiedlicher nicht sein: Michel Djerzinski macht als Molekularbiologe Karriere und lebt seinen Trieb in der Wissenschaft aus, sucht nach Wegen zur Reproduktion ohne Sex, Bruno Klement legt meistens Hand an sich, sobald er ein junges Mädchen sieht, und das ist bei einem Lehrer und verkrachten Schriftsteller nicht selten. Seine Avancen stoßen bei der Weiblichkeit auf wenig Gegenliebe. Was sie verbindet ist die Unfähigkeit zu Gefühlen, ein sexuelles Defizit, endlose Einsamkeit. Am Totenbett der Mutter finden sie sich wieder, zwei unglückliche Menschen, denen plötzlich doch das Ass im Leben winkt. Der schüchterne Michel trifft seine alte Jugendliebe wieder, die ihn "aufweckt", Bruno in einem Nudistenclub eine sensible Frau ohne Prüderie, die sich mit ihm im Swingerclub verlustiert.
Houellebecq negiert jegliches positive Ende, Roehler möchte ein Quentchen Hoffnung und entschärft die gesellschaftliche und emotionale Bombe. Auch wenn beide Frauen blindwütig das Schicksal trifft und die Partner unterschiedlich auf die persönliche Tragödie reagieren. Dem französischen Literaten wurde vieles zugeschrieben - eine Abrechnung mit der 68erGenration, beißende Gesellschaftskritik, diffuse Philosophie, ausgeprägte Frauenfeindlichkeit und Ekel vor der Welt, vielleicht
auch vor sich selbst. Also eigentlich eine gute Kombination mit Roehler, dem nicht gerade ein großes Harmoniebedürfnis nachgesagt wird. Die Verfilmung des Romans ist ein Unterfangen, bei dem sich wohl jeder verheben kann oder muss. Roehler lässt seine kaputten Helden durch die Hölle gehen und mit den inneren Dämonen kämpfen, sich an der Wirklichkeit die Seele wundreiben Hinter dem se xuellen Akt steht Leere. Drei Jahre Drehbucharbeit, 15 Drehbuchfassung, die Umsetzung mit allem was in Deutschland einen Namen hat - Moritz Bleibtreu, Franka Potente, Christian Ulmen, Nina Hoss. Produzent Bernd Eichinger, der auch am Drehbuch mitschrieb, aber auf eine Erwähnung verzichtet, kürzte die erste Filmfassung schon mal um 40 Minuten. Wer "Elementarteilchen" mit der eigentlich unverfilmbaren Vorlage vergleicht, wird sich über das Fehlen jeglicher Philosophie oder Gesellschaftskritik wundern, Roehler stürzt sich auf das Vordergündige, die Verlorenheit des Individuums, seine Zerrissenheit und Sex als Kampfzone, scheut auch vor publikumswirksamen Humor nicht zurück. Eine Art Houellebecq-Light ohne den originären Zynismus oder verletzende Kälte.
Das Drama entwickelt nach einer ausgedehnten Exposition durch Rückblenden in der zweiten Hälfte seine Qualitäten, vor allem durch die weiblichen starken Charaktere. Martina Gedeck brilliert als sinnliche und außergewöhnliche Frauenfigur, die die Angst vor dem Tod überwindet. Houellebecqs Blick auf die Welt schockte mit Tabubrüchen, tat weh. Roehler gibt sich versöhnlich: Für ihn ist Liebe möglich. mk.
Michael (Christian Ulmen) und Bruno (Moritz Bleibtreu) sind Halbbrüder mit zwei äußerst unter-
schiedlichen Veranlagungen: Während Michael als Molekularbiologe so gut wie kein Interesse an
Frauen hat, rennt Bruno von einem "One-Night-Stand" zum nächsten. Als Michael eines Tages
seine alte Freundin Annabelle (Franka Potente) und Bruno seine Urlaubsbekanntschaft Christiane
(Martina Gedeck) trifft, scheinen sie endlich die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Doch das
Glück währt nur kurz. Denn beide Frauen erkranken schwer und Michael und Bruno stehen vor
der Entscheidung: altgewohnte Einsamkeit oder neuartige Zweisamkeit ...
Michel Houellebecqs Weltbestseller ELEMENTARTEILCHEN wurde von den Produzenten Bernd
Eichinger ("Der Untergang") und Oliver Berben ("Die Patriarchin") sowie Regisseur Oskar Roehler
("Agnes und seine Brüder") mit der Elite deutscher Stars verfilmt: Moritz Bleibtreu, Christian
Ulmen, Martina Gedeck, Franka Potente, Nina Hoss, Uwe Ochsenknecht, Tom Schilling, Jasmin
Tabatabai, Corinna Harfouch. Moritz Bleibtreu wurde für seine herausragende Darstellung des
Bruno auf der diesjährigen Berlinale mit dem Silbernen Bären als bester Darsteller ausgezeichnet.
Quelle: Highlight
Hörfilmfassung für Blinde,
Making of (ca. 30 Min.), Interviews (ca. 33 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 8 Min.),
Casting/Probe (ca. 8 Min.), Darstellerinfos.
Quelle: Highlight
| Darsteller: | Moritz Bleibtreu | als Bruno | |
|---|---|---|---|
| Christian Ulmen | als Michael | ||
| Martina Gedeck | als Christiane | ||
| Franka Potente | als Annabelle | ||
| Nina Hoss | als Jane | ||
| Uwe Ochsenknecht | als Brunos Vater | ||
| Corinna Harfouch | als Dr. Schäfer | ||
| Ulrike Kriener | als Annabelles Mutter | ||
| Jasmin Tabatabai | als Yogini | ||
| Michael Gwisdek | als Prof. Fleißer | ||
| Herbert Knaup | als Sollers | ||
| Tom Schilling | als Michael (jung) | ||
| Thomas Drechsel | als Bruno (jung) | ||
| Nina Kronjäger | als Katja | ||
| Katharina Palm | als Schwester Clara | ||
| Jelena Weber | als Annabelle (jung) | ||
| Jennifer Ulrich | als Johanna | ||
| Shaun Lawton | als Walser | ||
| Birgit Stein | als Anne | ||
| Simon Böer | als Janes Lover | ||
| Franziska Schlattner | als Ellen | ||
| Thorsten Merten | als Hubert | ||
| Deborah Kaufmann | als Hannelore | ||
| Uwe-Dag Berlin | als Annabelles Arzt | ||
| Hermann Beyer | als Annabelles Vater | ||
| Ingeborg Westphal | als Hippiefrau | ||
| Regie: | Oskar Roehler | ||
| Buch: | Oskar Roehler | ||
| Musik: | Martin Todsharow | ||
| Kamera: | Carl-Friedrich Koschnick | ||
| Produzent: | Bernd Eichinger | ||
| Oliver Berben | |||
Elementarteilchen in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Making of, Interviews, Behind the Scenes, Casting, Biografien
Hörfilmfassung für Blinde,
Making of (ca. 30 Min.), Interviews (ca. 33 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 8 Min.),
Casting/Probe (ca. 8 Min.), Darstellerinfos.
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