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Kaufvideo
Originaltitel: Élisa
Frankreich 1995
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16
Vanessa Paradis
Gérard Depardieu
Clotilde Courau
Regie: Jean Becker
Starlight Marketing Filmproduktions AG
Mit "Elisa" gesellt sich Jean Becker in die Nähe Stanley Kubricks und David Leans - wenn auch nur hinsichtlich der opulenten kreativen Kunstpause. 12 Jahre sind seit Beckers letztem Film, "Ein mörderischer Sommer", vergangen, und die lange Wartezeit hat einen interessanten Ableger seines größten Kassenerfolges geboren. Erneut wird eine junge Frau von einer traumatischen Muttererfahrung verfolgt und sucht - von Rache getrieben - nach Erlösung. An die Stelle Isabelle Adjanis tritt Vanessa Paradis, der fragile, erfolgreich kindlich zwitschernde Paradiesvogel mit Lolita-Aura, dem 1989 mit "Weiße Hochzeit" ein ansprechender Ausflug ins Filmgeschäft gelang. Die Rolle der elternlosen 17jährigen Marie, die sich mit Freunden aus ihrem Heim (Clothilde Courau und Sekkou Sall) mit Hilfe kleiner Betrügereien durchs Leben schmarotzt, schrieb Becker Paradis auf den Leib. Im eindrucksvollen Prolog, in dem Maries verzweifelte Mutter für sich und ihre Tochter den Freitod sucht, gibt sich Becker schwermütig, um dann für eine gute Stunde einen leichteren, oft auch humorvollen Ton anzuschlagen. In diversen Kurzrückblicken entfaltet er prägende Erinnerungen Maries, die deren provokatives Verhalten, ihre latente Suche nach Liebe und familiärer Geborgenheit verständlich machen. Nach etwa 80 Minuten verlagert "Elisa" seinen Schwerpunkt. Marie spürt ihren Vater (Gérard Depardieu) auf, der die Familie einst im Stich ließ, doch in der Auslebung des Racheimpulses zeigt sich Becker versöhnlicher als 1983, löst den traumatischen Knoten seiner Hauptfiguren mit einem Bild des Friedens. Nicht zufällig erinnert "Elisa" im melancholischen Grundton an ein Chanson. Serge Gainsbourg, ein Veteran dieser typisch französischen Kunstform, der hier durch Knautschgesicht Philippe Leotard wiederbelebt wird, liefert mit seinem gleichnamigen Evergreen das dramaturgisch-atmosphärische Leitmotiv. Ihm ist dieser Film auch gewidmet, der trotz einiger zu pittoresker alkoholischer Stimmungsbilder im letzten Akt insgesamt formal und emotional überzeugt. In Frankreich stieß "Elisa" mit über zwei Mio. Zuschauern auf reges Zuschauerinteresse. Ein achtbares Ergebnis ist auch im nicht gerade frankophilen Kinoland Deutschland denkbar, sofern der französische Promotion-Rummel um Paradis, die sich hier als Schauspielerin respektabel schlägt, wenigstens ansatzweise wiederholt werden kann. kob.
| Darsteller: | Vanessa Paradis | als Marie Desmoulin | |
|---|---|---|---|
| Gérard Depardieu | als Jacques 'Lébovitch' Desmoulin | ||
| Clotilde Courau | als Solange | ||
| Florence Thomassin | als Élisa Desmoulin | ||
| Michel Bouquet | als Samuel | ||
| Philippe Léotard | als Gitanes-Raucher | ||
| Olivier Saladin | als Kevin | ||
| Bernard Verley | als Unternehmer | ||
| Sekkou Sall | als Ahmed | ||
| Werner Schreyer | als Fahrer | ||
| Cathérine Rouvel | als Manina | ||
| Melvil Poupaud | als Apothekerssohn | ||
| Reine Bartève | als Großmutter | ||
| André Julien | als Großvater | ||
| Gérard Chaillou | als Claude Chapelier | ||
| Bernard Lincot | als Barbesitzer | ||
| Teco Celio | als Samuels Liebhaber | ||
| Jenny Clève | als Maries Vermieterin | ||
| Malcolm Conrath | als Nachtclub-Barmann | ||
| Philippe Duquesne | |||
| Dodine Herry | |||
| Regie: | Jean Becker | ||
| Buch: | Jean Becker | ||
| Fabrice Carazo | |||
| Musik: | Zbigniew Preisner | ||
| Michel Colombier | |||
| Serge Gainsbourg | |||
| Kamera: | Etienne Becker | ||
| Produzent: | Christian Fechner | ||
| Henri Brichetti | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: HiFi Stereo
Bildformat: Vollbild
Star
Vanessa Paradis
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Gérard Depardieu
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