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Elizabethtown

Tragikomische Lovestory von Cameron Crowe mit Orlando Bloom und Kirsten Dunst als Liebespaar.


Elizabethtown

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Erhältlich seit:
02.03.2006

Komödie/ Drama

USA 2005
Laufzeit: 119 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Orlando Bloom
Kirsten Dunst
Susan Sarandon

Regie: Cameron Crowe
Paramount Home Entertainment

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Nach einigen Tiefschlägen erhält Orlando Bloom als lebensmüder Drew die Chance auf ein neues Leben, er verliebt sich in Stewardess Claire - auf dem Flug zur Beerdigung seines Vaters.

An Papas Grab: Drew mit Mutter Hollie (Susan Sarandon) und Schwester Heather (Judy Greer) (Foto: UIP) Großansicht

An Papas Grab: Drew mit Mutter Hollie (Susan Sarandon) und Schwester Heather (Judy Greer) (Foto: UIP)

Charmant, romantisch, melancholisch, schmerzlich und komisch wie seine besten Filme ("Almost Famous - Fast berühmt", "Jerry Maguire - Spiel des Lebens", "Singles - gemeinsam einsam") ist auch das neue atmosphärische Hoch von Autor und Regisseur Cameron Crowe.

Ein Mann (Orlando Bloom), der von der Freundin verlassen und im Job von einer Katastrophe überrollt wurde, fliegt nach Kentucky, wo sein Vater überraschend gestorben ist. In der Luft lernt er eine quirlige, ansteckend optimistische Flugbegleiterin (Kirsten Dunst), am Boden seine bisher auf Distanz gehaltene Verwandtschaft kennen.

Die patente Claire lässt den verzweifelten Drew nicht im Regen stehen (Foto: UIP) Großansicht

Die patente Claire lässt den verzweifelten Drew nicht im Regen stehen (Foto: UIP)

Es wird viel passieren

"Elizabethtown" ist ein zauberhaftes Plädoyer für das Chaos, das sich Leben nennt - und die Liebe, die es umso schöner macht. Während zwei Fremde in kürzester Zeit ganz vertraut werden, zeigen sich die Geheimnisse einer sympathisch-turbulenten Familie (Opa hatte drei Brustwarzen!) und die Annäherung eines Sohns an den Vater, die auch der Tod nicht verhindern kann. "It will all work out", singt Tom Petty - und wir glauben daran.

Elizabethtown

Cameron Crowe kehrt nach "Vanilla Sky" zurück zur Komödie: Deren Story erinnert an Zach Braffs Indie-Regiedebüt "Garden State", weist aber mit einer Besetzung von Orlando Bloom über Kirsten Dunst bis zu Susan Sarandon echte Blockbusterqualitäten vor. Crowe-Fans dürften allerdings dessen Gespür für magische-Kinomomente und das richtige Timing vermissen und sich mit der Performance von Bloom nur schwer anfreunden können.

Mit amerikanischem Akzent bekommt der Brite hier seine erste große Chance, ganz ohne Ritterrüstung oder Elfenohren zu überzeugen. Man möchte ihm eine zweite wünschen: Als Turnschuhdesigner, der nach beruflichem wie privatem Megaflop in einen merkwürdigen Freitod fliehen will (indem er sich auf einem Heimtrainer mit einem Schlachtermesser malträtiert), wirkt er schon zu Beginn des Films überfordert. Sein Drew Baylor - ein schwächerer Verschnitt von Tom Cruises Workaholic in Crowes "Jerry Maguire" - erhält im ohnehin depressivsten Moment seines Lebens einen Anruf von seiner Schwester (Judy Greer), die ihm mitteilt, dass ihr Vater in seiner Heimatstadt Elizabethtown in Kentucky gestorben sei und Drew dort hinfliegen müsse, um sich um die Bestattung zu kümmern. Sie selbst würde daheim in Oregon bei ihrer manischen Mutter (Susan Sarandon) bleiben, die ihre Trauer mit Steptanz und Kochen verarbeitet. Auf dem Flug lernt Drew die süße Stewardess Claire (Dunst) kennen, die zufällig aus seinem Zielort stammt, und dort angekommen die lieben Verwandten, die ihn ahnungslos als Erfolgreichsten der Sippe feiern.

Kirsten Dunst ist als leicht neurotische Claire, die wie Natalie Portman in "Garden State" zur philosophierenden Retterin der Hauptfigur wird, reizend wie immer und stellt charmant ihr Musikwissen (wie Kate Hudsons Penny Lane in Crowes "Almost Famous") vor. Und Susan Sarandon sieht man gerne dabei zu, wie sie bei der Trauerfeier über sich selbst hinauswächst. Jeder der Nebendarsteller bekommt seine verdienten Minuten, um seine liebenswert-schrullige Figur zu präsentieren. Mit Onelinern wie "So you are a son of a Mitch" (Dunsts Entgegnung auf Blooms Erklärung, sein Vater hieße Mitchell) oder "This shoe may cause an entire generation to return to bare feet" (Blooms Boss Alex Baldwin über dessen gefloppte Schuh-Erfindung) geht Crowe sparsam um. Dagegen hat er wieder reichlich musikalisches Material vor allem für Drews späteren Roadtrip im Gepäck, das nur Ex-"Rolling Stone"-Schreiber wie er auf diese Weise und mit einem uramerikanischen "taste" zusammentragen können. Am Ende fühlt es sich an, als hätten am Anfang nicht Figuren oder Plot gestanden, sondern ein Stapel Mixtapes, mit denen Crowe eine Story strukturiert hat - selten Gehörtes von bekannten Künstlern (Elton John, Tom Petty - schon wieder) und Newcomern wie Ryan Adams ("Come Pick Me Up"). Dem Film fehlt daher narratives Tempo, zu viele Nebenfiguren und Subplots lenken von der Romanze zwischen den Hauptfiguren ab, deren Sympathie füreinander nur in einer sehr frühen, effektiv geschnittenen Sequenz glaubhaft wird, wenn die beiden eine ganz Nacht lang miteinander telefonieren. Anstelle von magischen Leinwandmomenten wie diesen, einem Blick, einem Wort, einem Gefühl, die er so brillant in seinen vorangegangen Filmen einzufangen wusste, spürt man das Bemühen von Regisseur und Hauptdarstellern um genau diesen Effekt. Und das ist ein bisschen schade - denn eigentlich ist "Elizabehttown" ein schöner, melancholischer Film über Väter, Söhne und die Wurzeln, die den Menschen definieren. deg.

Darsteller:  Orlando Bloom   als Drew Baylor
  Kirsten Dunst   als Claire Colburn
  Susan Sarandon   als Hollie Baylor
  Judy Greer   als Heather Baylor
  Alec Baldwin   als Phil
  Paul Schneider   als Jessie Baylor
  Gailard Sartain   als Charles Dean
  Bruce McGill   als Bill Banyon
  Loudon Wainwright   als Uncle Dale
  Jessica Biel   als Ellen
  Paula Deen   als Aunt Dora
  Allison Munn   als Desk Girl Charlotte
 
Regie:  Cameron Crowe  
Buch:  Cameron Crowe  
Musik:  Nancy Wilson  
Kamera:  John Toll  
Produzent:  Tom Cruise  
  Paula Wagner  
  Cameron Crowe  

Kirsten Dunst warnt vor früher Karriere

Mit vier auf der Bühne, im Alter von sechs im Fernsehen, dann noch ein paar Kinofilme und mit 13 bereits ausgebrannt - so sieht die Kindheit vieler Jungstars in Hollywood aus.

Glamour und Gloria können ihr nichts anhaben: Dunst bleibt auf dem Teppich (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Glamour und Gloria können ihr nichts anhaben: Dunst bleibt auf dem Teppich (Foto: Kurt Krieger)

Christian Slater erlangte seinen ersten großen Erfolg im Alter von 17 mit "Der Name der Rose". Drew Barrymore stand bereits mit sieben als Gertie in "E.T. - Der Außerirdische" vor der Kamera und Macaulay Culkin wurde als 10-Jähriger mit "Kevin allein zu Haus" über Nacht zum Mega-Jungstar.

Sie alle haben neben ihren frühen Karriere-Kickoffs eines gemeinsam: den vorzeitigen Absturz durch Alkohol, Drogen und Depressionen.

Kirsten Dunst ("Spider-man 2") gibt nun offenherzig Ratschläge zu diesem Thema: "Wartet bis nach dem College - seid euch sicher, dass ihr wirklich Schauspieler sein wollt".

Die 22-Jährige rät allen, die vom großen Erfolg in Hollywood träumen, vorher das Kindsein auszuleben. Denn: "Erwachsen ist man noch lange genug", so Dunst.

Wasser predigen und Wein trinken

Ihre Showbiz-Karriere begann Kirsten im Alter von nur drei Jahren mit Fernsehwerbung, insgesamt drehte sie 70 dieser 30-Sekunden-Spots. 1994 debütierte sie neben Stars wie Tom Cruise und Brad Pitt als 12-jährige Unschuld in "Interview mit einem Vampir". Für diesen Film wurde sie sogleich mit Preisen, wie dem MTV Award, überschüttet. Tut das einem heranwachsenden Menschen gut?

"Es ist keine so großartige Sache, vor allem ist so ein Aufstieg nicht gerade das Beste für die Beziehung zu den Eltern", sagt Kirsten Dunst. "Als Kind will man die Eltern glücklich machen, also erntet man Anerkennung und Liebe, indem man vor anderen Leuten auftritt."

Kirsten Dunst, die in diesem Jahr ein Filmprojekt nach dem anderen durchzieht, hatte offensichtlich großes Glück: Sie schaffte eine Karriere ohne große negative Schlagzeilen und wuchs auch in schwierige Charakterrollen hinein.

Zurzeit ist Kirsten mit der Marvel-Verfilmung "Spider-Man 2" im Kino, demnächst ist sie dann wieder in einer sanfteren Rolle an der Seite von Orlando Bloom in "Elizabethtown" zu bewundern.

 

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