DVD Leihvideo

Elling - Nicht ohne meine Mutter

Fortsetzung des norwegischen Kinohits: Neurotiker Elling reist mit seiner Mama nach Mallorca.


Elling - Nicht ohne meine Mutter

Leihvideo

Erhältlich seit:
11.11.2004

Originaltitel: Mors Elling

Komödie

Norwegen 2003
Laufzeit: 76 Min.
FSK: ab 6

Per Christian Ellefsen
Grethe Nordra
Helge Reiss

Regie: Eva Isaksen
Highlight Communications (Deutschland)

Bild 1 von 13

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Im Sündenbabel Mallorca lernt "Klemmi" Elling allen Reizen zu widerstehen.

Was tue ich mir da an? Elling hat Null Bock auf Ferien in Mallorca (Foto: Arsenal (Central)) Großansicht

Was tue ich mir da an? Elling hat Null Bock auf Ferien in Mallorca (Foto: Arsenal (Central))

Der arme Junge. Elling ist zwar schon Mitte Dreißig, lebt aber immer noch im "Hotel Mama" und geht nie aus eigenem Antrieb aus dem Haus. Und nun wedelt Mutter plötzlich mit zwei Tickets nach Mallorca!

Ein Horror für den Stubenhocker. Und es kommt dicke: Überall auf der Sonneninsel gut gelaunte Touris, volltrunkene Dumpfbacken, zu allem Übel nur ein Doppelbett für das Gespann aus Norwegen.

Während die Mama ihren zweiten Frühling erlebt, kriegt der jungfräuliche Kauz die Krise. Am Strand nackte Busen und knackige Pos, wohin man(n) schaut, vor so viel geballter Weiblichkeit hilft nur ein Sprung ins kalte Meer.

Die weiblichen Reize sind Elling ein wenig unheimlich (Foto: Arsenal (Central)) Großansicht

Die weiblichen Reize sind Elling ein wenig unheimlich (Foto: Arsenal (Central))

Verklemmt, aber witzig

Der "neue" Elling ist genauso verschroben wie der "alte", der vor zwei Jahren Psychiatrie und Leinwand unsicher machte.

Wenn Per Christian Ellefsen als verklemmter Paranoiker durchs verkorkste Leben stapft, lachen wir uns scheckig. Endlich ist sie vorbei, die Elling-arme Zeit.

Elling - Nicht ohne meine Mutter

Neues vom norwegischen Nörgler: "Elling" is back, immer noch dickschädelig und miesepetrig. Der neue Film über den von Phobien geplagten Mann ist keine Fortsetzung der ersten Ausgabe, sondern spielt vor dem Aufenthalt in der Psychiatrie. Diesmal schlägt er sich ohne seinen Kumpel Kjell durchs komplizierte Leben, macht Ferien auf Mallorca mit der fürsorglichen Mama im Schlepptau.

Nach Petter Naess übernimmt Eva Isaksen die Regie, aber Elling alias Per Christian Ellefsen ist geblieben und sorgt weiter mit seinem notorischen Missmut für Unterhaltung. Die Drehbuchvorlage schrieb wieder der in Hamburg lebende Ingvar Ambjonsen, dessen eigenartiger Kauz bereits durch vier Bände geistert. "Blutsbrüder" und jetzt "Ententanz", sind schon verfilmt, "Lieb' mich morgen" soll im nächsten Jahr die Leinwand-Trilogie abschließen. Wer den trockenen und tiefschwarzen Humor mag, kommt wieder voll auf seine Kosten. Nur der Kampfplatz hat sich geändert.

Mamas Liebling wohnt noch zu Hause und lässt sich umhegen, geht nur selten und dann widerwillig vor die Tür. Da findet selbst Muttern, dass der fast Vierzigjährige mal eine Luftveränderung braucht und lernen sollte, auf eigenen Füßen zu stehen. Sie schlägt ihrem Sohnemann eine Reise nach Mallorca vor, der er unter Protest zustimmt, begleitet er sie nur "zu ihrem eigenen Schutz". Und natürlich gibt es Stress ohne Ende - wildfremde und dazu noch ekelhaft fröhliche Menschen setzen sich an ihren Tisch, weder im Flugzeug noch bei der Passkontrolle hört ihm jemand zu, im Touri-Hotel verweigert man ihm den Zimmerschlüssel und im Zimmer wartet auf Mutter und Filius ein Doppelbett. Damit nicht genug, erliegt die alte, aber lebenslustige Lady dem Süßholzraspeln eines ergrauten Oberst.

Die Geschichte von Elling im Wunderland lebt von seinem Hauptdarsteller und dessen reduzierter, aber gerade deswegen ausdrucksstarker Gestik und Mimik. Szenen, die leicht peinlich oder platt wirken könnten, schafft Ellefsen locker mit entwaffnender Naivität. Man glaubt es ihm, wenn er aus Angst vor nackten Brüsten in die Wogen springt und völlig konsterniert auf die sich wölbende Badehose starrt oder sich den Nachstellungen durch die vollbusige Zimmernachbarin ergibt. Nicht umsonst stand Ellefsen über 100 Mal in "Elling og Kjel Bjarne" auf der Bühne. Da sitzt einfach jede Nuance. Und wenn er am Ende allein von der Sonneninsel zurück in den graue Norden kommt, erinnert er weniger an einen Ritter der traurigen Gestalt als an einen skurrilen Typen, der uns ans Herz gewachsen ist. Im Heimatland brachte es dieses etwas andere "Sequel" in vier Wochen auf eine Halbe Million Zuschauer, der erfolgreichste Kinostart in Norwegen überhaupt. Und auch bei uns sollten nicht nur eingefleischte Elling-Fans den Weg ins Kino finden. mk.

Darsteller:  Per Christian Ellefsen   als Elling
  Grethe Nordra   als Mutter
  Helge Reiss   als Bugge-Hovik
  Christin Borge   als Mag
  Per Schaaning   als Georg
  Lena Meieran   als Grete Iversen
  Ane Dahl Torp   als Stewardess
  Erland Bakker   als Sicherheitsbeamter
  Torbjörn Paulsen   als Elling als Kind
  Henriette Steenstrup   als Junge Mutter
  Liv Johannson   als Frau Asbjörnsen
  Egil Grasmo   als Herr Asbjörnsen
  Gabriel Martin   als Jesus María
  Frank Capdet   als Juan
  Angels Aymar   als Erste Hure
  Pape Monsoriu   als Zweite Hure
  Kit   als Erna
 
Regie:  Eva Isaksen  
Buch:  Axel Hellstenius  
Musik:  Lars Lillo-Stenberg  
Kamera:  Rolv Håan  
Produzent:  Dag Alveberg  
 

Fassungen

 

facebook

 

Features