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Kaufvideo
Erhältlich seit:
23.02.2010
Originaltitel: Je te mangerais
Frankreich 2009
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 16
Judith Davis
Isild Le Besco
Johan Libéreau
Regie: Sophie Laloy
Salzgeber & Co. Medien

Psychothriller um eine amour fou zwischen zwei Frauen so unterschiedlich wie Tag und Nacht, die in einer Katastrophe endet.
Das könnte eine der üblichen WG-Geschichten werden, eine etwas kleinere, aber dennoch lustige Gemeinschaft wie in Cédric Klapischs "L'auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr", in denen Männlein und Weiblein fröhlich ein- und ausgehen. Statt dessen präsentiert Regiedebütantin Sophie Laloy ein hartes Drama um Liebe und Feindschaft, körperliche Anziehungskraft und dem Wunsch, sich zu entziehen.
Um Geld zu sparen, zieht Musikstudentin Marie, die sich am Konservatorium in Lyon zur Pianistin ausbilden lassen will, zu Emma in die Wohnung, einer Freundin aus Kindertagen. Bald sind die beiden ein Herz und eine Seele, aus Freundschaft entsteht Leidenschaft, die in einer Hölle aus Nähe und Distanz mündet. Emma stellt moralische Regeln auf, dringt sukzessive in Maries Leben ein, bestimmt ihren Tagesablauf, ihr Verhalten und absorbiert sie psychisch ganz und gar, wie der kannibalisch anmutende Titel "Je te mangerais" schon suggeriert. Und Marie (großartig Newcomerin Judith Davis) spielt im Gegenzug sukzessive ihre sexuelle Macht aus, demütigt die andere, treibt sie in die Eifersucht bis sich das Dominanz-Verhältnis umdreht und sich die Frage "wer frisst wen" neu stellt.
Die Wohnung ist brutales Schlachtfeld und zärtliche Liebesstatt. Sophie Laloy lässt in der Rolle der Marie Autobiografisches einfließen, geht weibliche Homosexualität ohne Tabu und spießbürgerliche Fantasien an, lässt den Schauspielerinnen Raum, sich in einem zeitweise irreal scheinenden Territorium zu entfalten. Die Kamera richtet sich nicht nur auf ineinander verschlungene Körper, sondern in delikater Sinnlichkeit auf Nacken, Hände, Haare und immer wieder auf das Klavier als emotionalen Fluchtpunkt. Isild Le Besco als Emma erinnert in ihrer Ausstrahlung an Cathérine Deneuve als sensible Carol in Roman Polanskis "Ekel" wie auch das Appartement mit seinen Furcht einflößenden Bildern und düsteren Gängen Assoziationen an dieses Meisterwerk aus den 1960er Jahren wachruft, nur dass Emma nicht Opfer einer Neurose ist, sondern ihres übersteigerten Besitzdenkens - eine vom Leben zutiefst verwundete Frau, in ihrem Inneren gebrochen und auf der Suche nach einem Menschen ganz für sich. Die von Marie immer wieder gespielten Stücke aus Robert Schumanns "Carnaval" und Maurice Ravels "Pavane pour une infante défunte" begleiten die Konfusion der Gefühle. mk.
| Darsteller: | Judith Davis | als Marie | |
|---|---|---|---|
| Isild Le Besco | als Emma | ||
| Johan Libéreau | als Sami | ||
| Edith Scob | als Mademoiselle Lainé | ||
| Fabienne Babe | als Odile | ||
| Marc Chapiteau | als Hervé | ||
| Alain Beigel | als Yves | ||
| Cécile Laloy | als Lucie | ||
| Regie: | Sophie Laloy | ||
| Buch: | Jean-Luc Gaget | ||
| Sophie Laloy | |||
| Eric Veniard | |||
| Kamera: | Marc Tévanian | ||
| Produzent: | Louis Becker | ||
Emma & Marie - Je te mangerais (OmU) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Französisch DD 2.0
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9
Extras: Making of, Trailer
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