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Emmas Glück

Liebevoll-skurrile Adaption des Erfolgsromans von Claudia Schreiber.


Emmas Glück

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Erhältlich seit:
23.11.2007

Drama/ Komödie

Deutschland 2006
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12

Jördis Triebel
Jürgen Vogel
Martin Feifel

Regie: Sven Taddicken
Pandora Film GmbH & Co. Verleih KG

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Jürgen Vogels Leben steht auf der Kippe. Ihm bleibt verdammt wenig Zeit für die ewige Liebe.

Da springt der Funke über, auch wenn Max aus Emma nicht ganz schlau wird (Foto: Pandora) Großansicht

Da springt der Funke über, auch wenn Max aus Emma nicht ganz schlau wird (Foto: Pandora)

Sie ist sanft und zärtlich, die junge Bäuerin Emma (Jördis Triebel). Wenn sie ein Schwein schlachtet, macht sie das sehr einfühlsam und liebevoll, schließlich sollen die Tiere nicht leiden. Als eines Nachts ein Jaguar aus der Kurve fliegt und auf ihrer Wiese landet, zieht sie erst einmal den Fahrer aus dem Auto und schnappt sich dann auch dessen Büchse mit Geld - nicht wissend, dass der Unbekannte die Scheinchen von seinem Kumpel und Chef geklaut hat.

Sie verarztet den Mann mit dem Waschbrettbauch, der an Krebs leidet und bald sterben muss. Zwischen den beiden entspinnt sich eine zärtliche Lovestory, auch wenn es mal so richtig kracht, weil er pedantisch alles aufräumt und sie das totale Chaos vorzieht.

Das Landleben ist für Max ungewohnt (Foto: Pandora) Großansicht

Das Landleben ist für Max ungewohnt (Foto: Pandora)

Bis zur letzten Sekunde

In der Leichtigkeit des Seins genießen sie mit größter Leidenschaft ihre Liebe bis zur letzten Sekunde. Skurril, humorvoll, tragisch. Und Jürgen Vogel und Shootingstar Jördis Triebel sind ein tolles Paar.

Emmas Glück

Jürgen Vogel landet als Krebskranker nach einem Autounfall ausgerechnet auf dem Bauernhof einer bodenständigen Jung-Bäuerin. Beginn eines Liebesmärchens, das einfach glücklich macht.

Absolventen der Ludwigsburger Filmakademie heimsen Preise ein, so auch Sven Taddicken, der zu den großen Nachwuchstalenten zählt. Seine Kurzfilme erhielten aus- und inländische Meriten, sein erster Langfilm "Mein Bruder der Vampir" wurde in Hof, beim Filmfestival Rotterdam sowie in Valenciennes ausgezeichnet. Ähnlicher Erfolg ist von seiner Leinwandadaption des hochgelobten Romans von Claudia Schreiber zu erwarten. In "Emmas Glück" geht es um nicht weniger als das ganze Leben und das irdische Glück, darum, dem Sensemann ein Schnippchen zu schlagen, einen Film über den nahen Tod zu machen, ohne in düstere Larmoyanz zu verfallen. Erst einmal ist der Autoverkäufer Max schockiert, als ihm der Arzt mitteilt, dass mit dem Bauchspeicheldrüsenkrebs seine Zeit abläuft. Kurz entschlossen bucht er einen Fernflug, klaut seinem einzigen Freund und Chef die schwarze Kasse und jagt mit dessen Jaguar nächtens davon. Nach einer verpassten Kurve fliegt er mit Karacho auf den Bauernhof der jungen Emma, die den Mann mit dem Waschbrettbauch verarztet und die im Auto versteckte Plastikdose voller Banknoten an sich nimmt. Eigentlich will Max so schnell wie möglich weg von dieser mit Viechern bevölkerten Einöde, so ganz geheuer ist ihm dieses weibliche Wesen nicht, das liebevoll mit den Schweinen redet und sie dabei ganz zärtlich abschlachtet. Aber dann taucht die Polizei auf und der Flüchtige im Hof unter. Und es beginnt eine Liebesgeschichte zwischen zwei völlig unterschiedlichen Menschen, auch wenn die Erfüllung nur wenige Tage dauert - bis dass der Tod sie scheidet. Die Handlung stellt sich dar als eine Mischung von Komödie und Drama. Die unordentliche Emma kriegt einen Wutanfall, wenn der pedantische Max ihre Küche aufräumt, erfreut sich aber an seiner deliziösen "cuisine" und stürzt sich mit Lust ins unbekannte sexuelle Abenteuer. Jürgen Vogel und die unglaublich präsente Theaterschauspielerin Jördis Triebel überspielen souverän jede noch so kritisch-komische Situation. Taddicken findet immer die Balance bei diesem Genre-Potpourri, streift sogar das Thema Sterbehilfe mit Optimismus. Trotz ländlicher Folklore wirkt das Liebesmärchen wahrhaftig, selbst tiefgründige Sprüche ("Schlimm ist die Angst vor dem Tod, nicht der Tod selbst") können die gelassene Atmosphäre nicht stören. Um das Glück zu finden, muss man eben nicht nach Mexiko fahren, um in der Hängematte den Pelikanen zuzuschauen, sondern in der Heimat die Augen offen halten. mk.

Darsteller:  Jördis Triebel   als Emma
  Jürgen Vogel   als Max
  Martin Feifel   als Hans
  Hinnerk Schönemann   als Henner
  Karin Neuhäuser   als Lene
  Nina Petri   als Dagmar
  Arved Birnbaum   als Karl
 
Regie:  Sven Taddicken  
Buch:  Claudia Schreiber  
  Ruth Toma  
Musik:  Christoph Blaser  
  Steffen Kahles  
Kamera:  Daniela Knapp  
Produzent:  Ralph Schwingel  
  Stefan Schubert  
  Hejo Emons  
 

Emmas Glück in der Fotoshow

 

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