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Kaufvideo
Erhältlich seit:
20.08.2010
Dokumentarfilm/ Gesellschaft
Deutschland 2009
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)
Armin Theis
Young-Sook Theis
Willi Engelfried
Regie: Cho Sung-Hyung
good!movies

Weiterhin kuriose Heimatkunde betreibt Sung-Hyung Cho ("Full Metal Village"), die ein deutsches Dorf in Südkorea besucht und dort die tragikomischen Gefühle einer Kulturkollision aufspürt.
2007 porträtierte Cho mit Augenmaß Kühe und Klampfen beim Wacken-Open-Air-Festival. Die famose Doku gewann zahlreiche Preise und beachtlich viele Zuschauer. Ihr Nachfolgeprojekt darf erneut als Heimatfilm der kuriosen Art begriffen werden und scheint der aus Südkorea stammenden Regisseurin persönlich näher zu stehen; finden sich doch in ihrer Biografie Übereinstimmungen mit den drei Landsfrauen, die sich auf die Suche nach ihrer Heimat gemacht haben.
In den 70er Jahren kamen Young-Sook, Woo-Za und Chun-Ja als Gastarbeiterinnen nach Deutschland. Dafür mussten sie ihre Familien und Kinder für immer zurücklassen - ein schmerzvoller Lebenseinschnitt. Jahrzehnte später wurde ein Traum für sie wahr: Sie durften mit ihren deutschen Ehemännern in ein eigens für sie errichtetes "deutsches Dorf" auf einer der Südküste vorgelagerten Insel zurückkehren. Nur, um festzustellen, dass dieses Südkorea nicht mehr ihres war. Nun wohnen sie in properen Fachwerkbauten mit roten Ziegeln und genießen als gut situierte Rentner ihr Dasein, in einem abgeschotteten Küstendorf, das als beschaulicher teutonischer Themenpark zur Touristenattraktion wurde. Für ein Übermaß an pedantischem Spießertum sorgen ihre schrulligen Gatten, die nicht zu jedermanns Freude kaum ein Wort koreanisch beherrschen und im Lebensabend auf Ordnung, Bratwürste und Bier pochen.
Die schlingernde Gleichzeitigkeit von Gartenzwerg und Buddhastatuen evoziert viele humoristische Situationen, die von einem bizarren kulturellen Spagat künden. Cho fängt solche Pointen besser ein als die melodramatischen Gefühle der Biografien. Da sie nie die Perspektive der drei Pärchen verlässt, bleiben manche Zusammenhänge ungeklärt, Vorwürfe wie zur Korruption vor Ort bloße Behauptungen und politische Hintergründe ausgeklammert. Hier hätte man sich mehr gewünscht als einen aus der Hüfte geschossenen Streifzug, der nicht ganz so frisch und spannend wie obiger Überraschungserfolg ausfällt, aber dennoch einen charmanten, sehr offenen Einblick in eine skurrile Story gewährt. tk.
Drei Koreanerinnen auf der Suche nach Heimat kehren nach über 30 Jahren in Deutschland nach Südkorea zurück, begleitet von ihren deutschen Ehemännern. Dort leben sie im "Deutschen Dorf", das mit seinen roten Ziegeldächern, Bockwurst, Gartenzwergen und Vollkornbrot zur Touristenattraktion geworden ist. Nach ihrem preisgekrönten Debütfilm und Publikumsliebling "Full Metal Village" (Max-Ophüls-Preis, Hessischer Filmpreis u.a.), der in der deutschen Provinz spielte, geht Regisseurin Sung-Hyung Cho in ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE in Südkorea auf Heimatsuche. Mit Humor und Einfühlungsvermögen erkundet sie die Untiefen eines kulturellen Balanceakts - zwischen neuer und alter Heimat, Buddhas und Gartenzwergen, koreanischen Ehefrauen und deutschen Ehemännern - und die Sehnsucht jedes Einzelnen nach Zugehörigkeit.
Quelle: good!movies
| Darsteller: | Armin Theis | ||
|---|---|---|---|
| Young-Sook Theis | |||
| Willi Engelfried | |||
| Chun-Ja Engelfried | |||
| Ludwig Strauss-Kim | |||
| Woo-Za Strauss-Kim | |||
| Regie: | Cho Sung-Hyung | ||
| Buch: | Cho Sung-Hyung | ||
| Kamera: | Axel Scheppat | ||
| Ralph Netzer | |||
| Stefan Grandinetti | |||
| Stefan Grandenetti | |||
| Produzent: | Helge Albers | ||
| Roshanak Behesht Nedjad | |||
Endstation der Sehnsüchte in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Koreanisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Entfallene Szenen
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