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Kaufvideo
Erhältlich seit:
15.09.2003
Originaltitel: Angels and Insects
USA/Großbritannien 1995
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 12
Mark Rylance
Kristin Scott Thomas
Patsy Kensit
Regie: Philip Haas
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)
Um die Wonnen von Sinn und Abgründe der Sinnlichkeit geht es in Philip Haas' Ausflug in die gefühlsstarre Merchant/Ivory-Filmwelt rigider Benimmkorsetts und dunkler Geheimnisse. Ob das deutsche Kinopublikum allerdings in den Genuß des präzisen Cannes-Wettbewerbsteilnehmer vom letzten Jahr kommen wird, bleibt ungewiß.
Verglichen mit der eisigen Kontrolle, die Haas auf seine streng komponierten Bilder ausübt, wirken selbst die emotional repressivsten Werke von James Ivory wie improvisierte Freudenausbrüche. Gleichzeitig ist "Angels And Insects" ungleich exzentrischer: Immer wieder findet der Regisseur Analogien zwischen der viktorianischen Gesellschaftsstruktur und wohlorganisierten Insektenstaaten. Bis zu den makellosen Kostümen erstreckt sich der Einfluß der Insektenwelt, der dem Film einen hypnotischen Fluß verleiht. Nicht von ungefähr ist die Hauptfigur William Anderson (Mark Rylance) ein Entomologe und gleichzeitg ausgesprochen passives Exemplar der Spezies Mann. Nach der Rückkehr von Reisen in den Amazonas findet der mittellose Wissenschaftler Unterschlupf bei der privilegierten Familie Alabaster. Bald verfällt Anderson der sinnlichen Tochter des Hauses (Patsy Kensit), die nach der Eheschließung das Verhalten einer gefühlskalten Gebärmaschine annimmt. Erst spät beginnt Anderson ihre Reserviertheit zu hinterfragen. Dabei stößt er auf ein Geheimnis, das sich durch eine leichte Buchstabenverschiebung des Wortes "Insect" lösen läßt.
Leider erhält "Angels And Insects" diese dramatische Wendung erst sehr spät: Bis dahin ist es neben der exquisiten Kameraarbeit von Alexander Balanescu vor allem die fabelhafte schauspielerische Leistung von Kristin Scott-Thomas als scheinbar huschige Verwandte der Alabasters, die mitreißt: Wenn die stille Frau Adamson in einem prä-feministischen Monolog ihre Gefühle und Gedanken mitteilt, dann kommt diese Gefühlsaufwallung einem Vulkanausbruch gleich. Es ist die stärkste Emotion in einem Film, dessen kopflastige Kühlheit Programm und Stolperstein zugleich ist. ts.
| Darsteller: | Mark Rylance | ||
|---|---|---|---|
| Kristin Scott Thomas | |||
| Patsy Kensit | |||
| Jeremy Kemp | |||
| Douglas Henshall | |||
| Annette Badland | |||
| Chris Larkin | |||
| Anna Massey | |||
| Saskia Wickham | |||
| Regie: | Philip Haas | ||
| Buch: | Belinda Haas | ||
| Philip Haas | |||
| Musik: | Alexander Balanescu | ||
| Kamera: | Bernard Zitzermann | ||
| Produzent: | Joyce Herlihy | ||
| Belinda Haas | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital (AC3)
Untertitel: Dt. f. Hörg., Engl. f. Hörg., Griechisch, Niederländisch
Bildformat: 16:9/1:1,85
Star
Kristin Scott Thomas
Sie ist die Frau für dezente, gehobene Melodramen. Dort kann sie ihre wertvollen Gefühle verstecken und erst nach und nach zum...
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