DVD Kaufvideo

Enter the Void

Extremer Filmtrip über die halluzinatorischen Erlebnisse eines Sterbenden in einer von Albträumen und Chaos bestimmten Halbwelt.


Enter the Void

Kaufvideo

Erhältlich seit:
20.05.2011

Drama/ Experimentalfilm

Frankreich/Deutschland/Italien 2009
Laufzeit: 155 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)

Nathaniel Brown
Paz de la Huerta
Cyril Roy

Regie: Gaspar Noé
Capelight Pictures

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(1 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Enter the Void

Oscar lebt mit seiner Schwester Linda in Tokio. Er hält sich mit kleinen Drogendeals über Wasser, sie arbeitet als Stripperin in einem Nachtklub. Bei einem Zusammenprall mit der Polizei wird Oscar von einer Kugel getroffen und schwer verletzt. Im Todeskampf erinnert er sich an sein Versprechen an Linda, sie niemals allein zu lassen, und kämpft sich in eine Halbwelt zurück, die sich in zunehmend chaotischeren und albtraumartigen Visionen manifestiert. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fallen ineinander.

Sieben Jahre nach seinem kontroversen "Irreversibel" erweist sich Gaspar Noé einmal mehr als Meister des extremen Kinos. Ausgehend von Protokollen über Beinahe-Tod-Erfahrungen erarbeitete der Skandalfilmer wieder ein kompromissloses Szenario, das Sex und Gewalt in Überdosis anbietet und die extreme visuelle Gestaltung der Vorgänger auf die Spitze treibt. "Enter the Void" ist Schockkino in Vollendung - und ein einzigartiger Trip aus einem Guss (und scheinbar ohne Schnitt), der sich jeder Kategorisierung entzieht.

Enter the Void

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle über den Dächern von Tokio. Gaspar Noé lädt in seinem Mix aus Liebes- und Experimentalfilm zu einem cineastischen Drogentrip.

Eine andere Karte der Klänge von Tokio, eine bildbestimmte, neongleißende, in Szene gesetzt vom Franzosen Gaspar Noé, dem Provokateur des Arthouse-Kinos. "Enter the Void" heißt es sieben Jahre nach seinem Skandalfilm "Irreversible". Auf Stars hat der in Argentinien geborene Skandal-Regisseur diesmal verzichtet und auch auf vordergründige Schockmomente. Dennoch ist er sich treu geblieben, beschäftigt er sich doch wieder mit der Gnadenlosigkeit des Schicksals, der Konfrontation des Menschen mit der eigenen Sterblichkeit. Das Jenseits erforscht er mit dem radikal subjektiven Blick seines Helden, die titelgebende "Leere", nach der auch eine Bar im Film heißt.

Als Dealer schlägt sich Oscar in der japanischen Metropole durch, seine Schwester Linda arbeitet als Stripperin. Früh haben die beiden ihre Eltern bei einem Autounfall verloren, damals haben sie sich geschworen, einander nie zu verlassen. Da gerät Oscar in eine Razzia, wird auf einer schmuddeligen Toilette erschossen. Er haucht sein Leben aus. Die Seele verlässt seinen Körper - gottgleich schwebt er jetzt über den Dingen und Noé kann so Vergangenheit und Gegenwart spielerisch leicht miteinander in Verbindung bringen. Von oben betrachtet Oscar Tokio nun, dringt in Gedanken ein, darf sogar mit der eigenen Schwester schlafen. "Come inside me" haucht sie ihm ins Ohr und Oscar erlebt seine eigene Wiedergeburt.

Wie ein überlanger Drogentrip mutet die Arbeit an, ein radikaler Mix aus Experimental- und Liebesfilm. Nachtschwarz, flimmernd, unscharf sind die Bilder, triste Hinterzimmer, Tanzschuppen, Bars, Discos und ein Love Hotel die Schauplätze. Der Zuschauer ist das Alter Ego von Oscar, mit ihm taumelt er durch die Nacht. Die Sonne gibt es kaum zu sehen. Von der Tonspur dröhnen die Bässe, treiben einem förmlich das Blut durch die Adern. Es geht scheinbar um nichts mehr als das bloße Überleben. Linda fürchtet sich vor dem Tod. Ihr Bruder tröstet sie: "Wir werden nie sterben". "Aber wir sind doch sterblich" antwortet sie. Bleibt die Frage ob das Leben in einer Welt ohne Perspektive überhaupt noch lohnt.

Radikal auf allen Ebenen ist dieser Film, kompromisslos, visionär, packend. Nur David Lynch schafft ähnliche cineastische (Alb-)Träume - minus die Computeranimationen, die die Surrealität dieses Werks zusätzlich verstärken. Eine 145 Minuten lange Reise durch die Nacht gilt es hier zu durchstehen. Nicht jedermanns Sache. Doch wer sich darauf einlässt, erlebt hier (Gefühls-)Kino von einem anderen Stern - ästhetisch, konzeptionell und inhaltlich. geh.

Enter the Void

Oscar verbindet eine besonders intensive Beziehung mit seiner Schwester Linda, seitdem sie als Kinder miterleben mussten, wie ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Gemeinsam schlagen sie sich durch die Halbwelt von Tokio. Er dealt mit Drogen, sie verdient ihr Geld als Stripperin und lässt sich mit zweifelhaften Typen ein. Bei einer Razzia wird Oscar auf der Flucht erschossen. Gerade erst hatte Oscar Linda versprochen, sie niemals zu verlassen. Sein Körper liegt im Sterben, doch seine Seele weigert sich, aus der Welt der Lebenden zu scheiden...

Quelle: Capelight

Darsteller:  Nathaniel Brown   als Oscar
  Paz de la Huerta   als Linda
  Cyril Roy   als Alex
  Emily Alyn Lind   als Linda, jung
  Jesse Kuhn   als Oscar, jung
  Olly Alexander   als Victor
  Masato Tanno   als Mario
  Cary Hayes   als Bruno
  Sara Stockbridge   als Suzie
  Sakiko Fukuhara   als Saki
  Nobu Imai   als Tito
  Emi Takeuchi   als Carol
  Janice Sicotte-Beliveau   als Mutter
  Simon Chamberland   als Vater
 
Regie:  Gaspar Noé  
Buch:  Gaspar Noé  
Musik:  Thomas Bangalter  
Kamera:  Benoît Debie  
Produzent:  Olivier Delbosc  
  Vincent Maraval  
  Marc Missonnier  
  Gaspar Noé  
 

Enter the Void in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter