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Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

Fantasy-Saga nach dem erfolgreichen Erstlingsroman des damals 17-jährigen Christopher Paolini über die Freundschaft eines 15-Jährigen zu einem jungen Drachen.


Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

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Erhältlich seit:
19.04.2007

Originaltitel: Eragon

Fantasy

USA 2006
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12

Ed Speleers
Jeremy Irons
Sienna Guillory

Regie: Stefen Fangmeier
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Neuer Höhepunkt für alle Fantasy-Fans: Dank atemberaubender Effekte und einer begeisternden Geschichte ist das Familienabenteuer der Blockbuster dieses Weihnachtsfests.

Auf Eragon warten fantastische Abenteuer (Foto: Fox) Großansicht

Auf Eragon warten fantastische Abenteuer (Foto: Fox)

Was wäre Weihnachten ohne ein großes Fantasy-Abenteuer? In früheren Jahren war es "Der Herr der Ringe", danach kam "Narnia" und jetzt beginnt mit "Eragon" eine spannende Fantasy-Geschichte, die es locker mit ihren Vorgängern aufnehmen kann. Die Buchvorlage von Christopher Paolini ist mittlerweile Kult.

Mit sage und schreibe 15 Jahren verfasste der Amerikaner die Geschichte eines Jungen in einem Zauberreich voller Elfen, Zwerge und Monster, der ein Drachenei findet und dadurch zum Retter seiner Welt avanciert.

Zusammen mit seiner treuen Gefährtin, dem Drachen Saphira, nimmt er den Kampf gegen einen grausamen Herrscher auf. Das ist natürlich idealer Stoff für großes Hollywood-Entertainment, und Regisseur Stefen Fangmeier setzte die packende Handlung kongenial in grandiose Bilder um. Dass "Eragon" auch visuell zu einem Fest werden würde, war freilich zu erwarten.

Brom bringt seinem Schüler alles bei (Foto: Fox) Großansicht

Brom bringt seinem Schüler alles bei (Foto: Fox)

Ein Deutscher in Hollywood

Denn Fangmeier, der als Deutscher in Hollywood die Tradition eines Wolfgang Petersen und Roland Emmerich fortsetzt, ist einer der gefragtesten Effektspezialisten der Branche. Seine Palette umfasst Werke wie "Lemony Snicket", "Master and Commander" oder "Der Sturm". Daher zählen natürlich die Drachen-Sequenzen zu den absoluten Highlights des Films.

Doch Fangmeier verlässt sich nicht nur auf atemberaubende Computerkreationen, auch sein menschliches Personal kann sich sehen lassen - allen voran Kultstar John Malkovich als Tyrann Galbatorix und Oscar-Preisträger Jeremy Irons als Eragons Lehrer Brom. "Nachts habe ich davon geträumt und beim Aufstehen musste ich sofort weiterlesen", jubelte der Rezensent der "New York Times" über den Roman. Der Film wird sicher ähnliche Suchtwirkung erzeugen.

Die gute Nachricht: Es gibt bereits ein zweites Buch; ein drittes ist in Planung. Die schlechte: Der Dreh zur Fortsetzung hat noch nicht begonnen.

Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft erscheint im nunmehr alljährlichen Turnus ein neues Fantasy-Spektakel. Mit dem ersten Abenteuer der dreiteiligen Franchise steigt Fox in den lukrativen Markt ein.

Basierend auf dem weltweiten Bestseller von Christopher Paolini, der zum Erscheinen seines Buches gerade 17 Lenze zählte, entstand für 100 Millionen Dollar an Schauplätzen in Ungarn und der Slowakei eine Prestigeproduktion, mit der Fox in "Herr der Ringe"-Welten und möglichst auch Boxoffice-Sphären vordringen will.

Es ist eine von Landwirtschaft und bergigen Wäldern geprägte mittelalterliche Welt, die in erster Linie Menschen bevölkern. Manche verfügen über Magie, wie der finstere Diktator Galbatorix (John Malkovich gefährlich ruhig), der über ganz Alagaesia herrscht, seit er alle Drachen vernichtet hat. Sein bösartigster Scherge, Schwarzmagier Durza (Robert Carlyle gleicht fast Black-Metal-Star Dani Filth), verfolgt die Elfe Arya (Sienna Guillony). Sie kann in letzter Minute einen blauen Stein verstecken, den Bauernjunge Eragon (Edward Speleers) bei einem Jagdausflug entdeckt.

Sein Fund entpuppt sich als Drachenei, aus dem die Echse Saphira schlüpft. Statt Milch frisst der zunächst den Niedlichkeitsfaktor anhebende Baby-Karnivore lieber Ratten und entwickelt sich im Zeitraffer zum haushohen Drachenweibchen. Wie in "Dragonheart" ist sie der eigentliche Star des Films und besticht vor allem durch waghalsige Flugmanöver. Mittels Telepathie verständigt sie sich mit Eragon, der sich als auserwählt erweist, Drachenreiter zu werden, und durch den nach einigen Flugstunden die Magie des Drachen fließt. Der Adept nutzt seine Fähigkeiten, die jedoch an den Lebenskräften zehren.

Mit dem heruntergekommenen Geschichtenerzähler Brom (Jeremy Irons hat seine Lektion aus "Dungeons & Dragons" gelernt) flieht er nach der Auslöschung seines Dorfes durch dämonische Schattenmumien, eine verdächtige Kreuzung aus Wraith-Geistern und Orks. Der gebrochene Brom, früher selbst Drachenreiter, hält als Lehrmeister den naiven Hitzkopf Eragon in Zaum, ohne seine impulsiven Taten bremsen zu können, wodurch Arya befreit wird und sich ihnen anschließt. Im Rebellenlager der Varden rüsten sie für die finale (und einzige) Schlacht, die viel Feuerzauber zu bieten hat.

Die nicht sonderlich originell ersonnene Mär präsentiert einen ausgewogenen Mix aus etablierten Stars und neuen Gesichtern (nebst einem Cameo von Soulgoldkehlchen Joss Stone als nasengepiercte Augur). Besonderen Wert legt Stefen Fangmeier auf Schauwerte und visuell bestechende Effekte, deren Erstklassigkeit der Kooperation von WETA und ILM (für die Fangmeier jahrelang kreativ tätig war) zu verdanken ist. Mit dem 17-jährigen Held ist "Eragon" für Jugendliche eher geeignet als Erwachsene, denen der konventionelle Plot und die überhastete Dramaturgie nichts bietet, was sie nicht aus anderen Fantasy-Epen kennen. Das wird aber die Fangemeinde kaum stören, die alle bisherigen Blockbuster millionenfach besuchte. tk.

Darsteller:  Ed Speleers   als Eragon
  Jeremy Irons   als Brom
  Sienna Guillory   als Arya
  Robert Carlyle   als Durza
  John Malkovich   als König Galbatorix
  Garrett Hedlund   als Murtagh
  Alun Armstrong   als Onkel Garrow
  Christopher Egan   als Roran
  Gary Lewis   als König Hrothgar
  Djimon Hounsou   als Ajihad
  Rachel Weisz   als Saphiras Stimme
 
Regie:  Stefen Fangmeier  
Buch:  Peter Buchman  
Musik:  Patrick Doyle  
Kamera:  Hugh Johnson  
Produzent:  John Davis  
  Wyck Godfrey  
 

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