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Kaufvideo
Erhältlich seit:
10.07.2008
Originaltitel: Erin Brockovich
USA 2000
Laufzeit: 131 Min.
FSK: ab 6
Julia Roberts
Albert Finney
Aaron Eckhart
Regie: Steven Soderbergh
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Brillantes Kino ist Steven Soderbergh gelungen mit dieser Geschichte von Zivilcourage und rigorosem Einsatz einer mutigen jungen Frau gegen die todbringende Verantwortungslosigkeit eines millionenschweren Industrieunternehmers. Julia Roberts ist so gut wie nie zuvor, ein darstellerisches Energiebündel von realistischer Überzeugungskraft. Nach "Out of Sight" beweist Soderbergh erneut sein Talent für einen aufregenden, intelligent guten Mainstream-Film.
Erin Brockovich ist eine alleinerziehende Mutter von drei kleinen Kindern aus zwei geschiedenen Ehen. Finanziell ist sie ziemlich am Ende und heftig auf Jobsuche, als sie schuldlos in einen aberwitzigen Autounfall gerät. Ihr Anwalt Ed Masry (Albert Finney in einer phänomenalen Studie müder Unlust kurz vor dem Ruhestand)erwirkt vor Gericht nichts für Erin, die ihre Wut darüber in Lebenshilfe umfunktioniert: Sie beschafft sich einen Job in Masrys etwas schlampig dahindümpelnder Anwaltskanzlei, ordnet Akten.
Mit einem wunderbar stilsicheren Drive führt Soderbergh so in die Geschichte ein, ohne die leiseste Überzeichnung der Personen. Vielmehr atmet diese Exposition bereits genügend Realismus, bei aller Kinodramaturgie - vor allem auch durch die fast dokumentarisch spontan wirkende Kamera von Ed Lachman. Und so funktioniert auch die David-gegen-Goliath-Fabel glaubwürdig spannend trotz aller bigger-than-life-Qualität. Denn Soderbergh konzentriert sich auf die Menschen und ihre konkreten Probleme im alltäglichen Leben. Ein Industrieunternehmen hat durch Chemieabfall das Wasser einer ganzen Gemeinde vergiftet. Krankheiten und Todesfälle sind die Folge. Erin Brockovich stößt auf diesen Fall, als sie unter den Akten über Grundstücksverträge plötzlich medizinische Dokumente findet. Auf eigene Faust geht sie der Sache nach, spricht mit den betroffenen Familien und bekommt nach deren anfänglich misstrauischen Skepsis volles Vertrauen. Denn Erin ist auf der gleichen Wellenlänge der Leute und kommt ihnen nicht mit Anwaltslatein. Selbst Ed Masry lässt sich schließlich von Erin überzeugen, wirft seine Gleichgültigkeit über Bord und steigt noch einmal groß ein. Gemeinsam landen der Anwalt und die juristisch unbeleckte junge Frau den spektakulärsten Erfolg der amerikanischen Prozessgeschichte. 600 Kläger haben sie schließlich mobilisiert, und die Firma wird zur Zahlung von 333 Mio. Dollar verurteilt. Der Fall ist authentisch - und die wirkliche Erin Brockovich spielt sogar eine kleine Rolle als Kellnerin.
Glänzend geführte und deshalb zu Höchstleistungen auflaufende Schauspieler zeichnen den Film aus - fabelhaft auch der aus Neil LaButes Filmen "In the Company of Men" und "Your Friends and Neighbors" und jüngst Oliver Stones "An jedem verdammten Sonntag" bekannte Aaron Eckhart als verständnis- und liebevoller Nachbar, Biker, Babysitter. Fern abgenutzter Klischees erzählt Soderbergh diese Cinderella-Story, Mainstream sozusagen mit Independent-Blick. Überzeugend findet er immer wieder überraschende Wendungen in Situationen und im Verhalten seiner Personen. So hat der Film, thematisch verwandt mit Steven Zaillians "Zivilprozeß", Alan J. Pakulas "Die Akte" und Martin Ritts "Norma Rae", eine ungleich vitalere Brillanz und beweist mitreissend, wie gut Hollywood-Kino sein kann, wenn es von einem hervorragenden Regisseur gemacht wird. Das dürfte ihm eine große Zuschauerzahl begeistert danken. fh.
Sie hat die Schule frühzeitig verlassen, eine große Klappe, schlechte Manieren, drei kleine Kinder, ist zweimal geschieden und arbeitet als Aushilfe in einem Anwaltsbüro. Wer hätte gedacht, dass sie zur treibenden Kraft im wohl spektakulärsten und größten Schadensersatzprozess aller Zeiten wird? Nach den Welterfolgen "Die Hochzeit meines besten Freundes", "Notting Hill" und "Die Braut, die sich nicht traut" glänzt Publikumsliebling JULIA ROBERTS in einer weiteren Paraderolle: Als ERIN BROCKOVICH beweist sie, dass eine Frau mit Charme auch Ecken und Kanten haben kann. Herz, Schnauze und Dekolleté sind die Waffen, mit denen sie ihren großen Kampf führt!
Kurzbewertung:
Steven Soderbergh ("Out of Sight") gelang mit Erin Brockovich ein ebenso amüsanter wie aufwühlender Film voller unkonventioneller, bissig-witziger Dialoge und Auftritte. Rundum gelungen!
Quelle: Sony Pictures
Making Of
Filmdokumentation: Die echte Erin Brockovich
Entfallene Szenen
Trailer
Quelle: Sony Pictures
| Darsteller: | Julia Roberts | als Erin Brockovich | |
|---|---|---|---|
| Albert Finney | als Ed Masry | ||
| Aaron Eckhart | als George | ||
| Marg Helgenberger | als Donna Jense | ||
| Cherry Jones | als Pamela Duncan | ||
| Peter Coyote | als Kurt Potter | ||
| Scott Leavenworth | als Matthew | ||
| Gemmenne De La Pena | als Katie | ||
| Regie: | Steven Soderbergh | ||
| Buch: | Susannah Grant | ||
| Musik: | Thomas Newman | ||
| Kamera: | Ed Lachman | ||
| Produzent: | Danny DeVito | ||
| Michael Shamberg | |||
| Stacey Sher | |||
Erin Brockovich - Eine wahre Geschichte in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch DD 5.1, Russisch DD 5.1, Tschechisch DD 5.1, Ungarisch DD 5.0
Tonformat: Dolby TrueHD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Polnisch, Russisch, Slowakisch, Tschechisch, Ungarisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Making of, Featurette, Entfallene Szenen, Trailer
Making Of
Filmdokumentation: Die echte Erin Brockovich
Entfallene Szenen
Trailer
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