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Erkan & Stefan

Erster Kinoauftritt des Blödelbarden-Duos in einem schrägen Nonsense-Thriller.


Erkan & Stefan

Kaufvideo

Erhältlich seit:
04.09.2008

Komödie

Deutschland 2000
Laufzeit: 83 Min.
FSK: ab 12

Erkan Maria Moosleitner
Stefan Lust
Alexandra Neldel

Regie: Michael Bully Herbig
Highlight Communications (Deutschland)

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Filmbewertung


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Erkan & Stefan

BND, CIA und ein Hamburger Nachrichtenmagazin sind hinter einem Tonband mit den letzten Worten Uwe Barschels her. Durch ein Versehen gerät die Kassette in die Handtasche der Verleger-Tochter Nina, die damit - in dem Glauben, es sei ihr Japanisch-Kurs - nach München fliegt. Dort warten schon Erkan und Stefan auf sie, die sie als Bodyguards eigentlich vor Katastrophen schützen sollen. Doch stattdessen tritt das tollpatschige Duo mit seinem blonden Schützling von einem Fettnäpfchen ins nächste...

Nach Bühnen- und Radio-Auftritten sorgen Erkan und Stefan nun in einem Spielfilm für eine muntere Sketchparade, in der sie nahezu pausenlos ihren typischen Humor frönen. Unter der Regie des TV-erprobten Michael "Bully" Herbig ("Bullyparade") kommt zwar die Story ein wenig kurz, doch dank gutem Timing, einem adretten Bunny (Ex-"GZSZ"-Star Alexandra Neldel) und krassem Umgangston unterhält dieser eigenwillige Klamauk bestens.

Erkan & Stefan

Ein ziemlich krasser Film ist diese schräge Blödel-Klamotte mit einem höchst eingenwilligen und immens populären Humor. Ein spezielles Vokabular, zwei hochgradig tolpatschige Typen, die längst Markenzeichen und Stars einer begeisterten jungen Hip-Hop-Fangemeinde sind, und eine absolut unernste Nonsense-Thriller-Handlung ergeben eine frappierende Entertainment-Mischung der ganz besonderen deutschen Art. Erkan & Stefan haben vielleicht nicht das Zeug zu Helden der Nation, sind aber auf ihre Art heroische Spaßmacher von tölpelhaftem Format.

Trotzdem - an Dean Martin und Jerry Lewis reichen die natürlich nicht heran. Für deren gesellschaftskritischen Anarchismus sind Erkan und Stefan zu friedfertig und zu harmlos und schon gar nicht erotisch, sondern einfach zwei alberne Hanseln, die höchstens verbal mit dem Thema Sex kokettieren und immer wieder von einem plötzlichen aufgeregten Reflex als Schrittgrapscher befallen werden. Regisseur Michael "Bully" Herbig ("Die Bullyparade") hat seine Comedy-Erfahrung bei Funk und Fernsehen nun auch erstmals auf der Kinoleinwand ausprobiert, strotzt dabei zwar nicht gerade von kinematografisch originellen Einfällen, strapaziert aber wenigstens nicht durch falsche prätentiöse Ambitionen. In diesem Sinne bietet auch das Drehbuch von Philip Weinges ("Japaner sind die besseren Liebhaber") und Günter Knarr offenbar glücklicherweise keine Versuchung. So erzählt der Film eine relativ vorhersehbare und in diesem Rahmen durchaus spannende Geschichte fröhlich nach den Regeln der Verwechslungs- und Situationskomödie. Dass es dabei um das Tonband mit den letzten Worten von Uwe Barschel vor seinem Genfer Hotelbadewannentod geht, ist als Realitätsbezug absurd genug, um die Story von Anfang an klar im Bereich der nicht ernst zu nehmenden Fiktion zu verankern. Also geht ein wildes Gerangel um dieses Band los zwischen BND, CIA und einem Hamburger Nachrichtenmagazin, dessen Verleger (Manfred Zapatka), der ausgerechnet Eckernförde heißt und einem Herausgeber an der Elbe heftig ähnlich sieht, sich von dieser Weltsensation die nötige Auflagen- und Imagesteigerung verspricht. Aus Versehen greift Töchterchen Nina (Alexandra Neldel) nach der Toncassette, im Glauben, es sei ihr Japanisch-Kurs, und verstaut sie in ihrer Handtasche, mit der sie nach München fliegt. Das ist der Beginn eines wunderbaren Chaos, in dem die beiden Tölpel Erkan (Erkan Maria Moosleitner) und Stefan (Stefan Lust) als Bodyguards für immer mehr Katastrophen, Irrwitz und Stress sorgen. Und irgendwie kriegen sie am Ende fast alles immer wieder hin. Und dass sie ihre Fans und solche, die es erst noch werden, nicht mit einem politischen Aufklärungsfilm foppen wollten, ist eigentlich von Anfang an klar. Erkans und Stefans Komik beruht auf der Vorhersehbarkeit der Gags, die im Film so etwas wie einen Wiedererkennungseffekt auslösen, weil sie mit der inzwischen vertrauten verfremdenden Sprachverbiegung arbeiten. Das Publikum wird sich sicher in sie reinverlieben und sollte deshalb diesen Triumph der Scheuermänner nicht aus den Augen lassen. fh.

Erkan & Stefan

Mit einem wichtigen Beweisstück in der Tasche fliegt Verleger-Tochter Nina (Alexandra Neldel) nach
München. Zu ihrer Sicherheit werden ausgerechnet die beiden Bodyguards Erkan (Erkan Maria Moosleitner)
und Stefan (Stefan Lust) engagiert und nehmen sie am Flughafen in Empfang. Das ist der Beginn eines
turbulenten Chaos, in dem die beiden Tölpel für immer mehr Katastrophen und andere Schwierigkeiten
sorgen.

Quelle: Highlight

Making of (ca. 20 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 5 Min.), Musikvideo "Ich schwör" +
"Superchecker" (je 3 Min.), Videokommentar mit Erkan, Stefan und Bully, Darsteller-Infos

Quelle: Highlight

Darsteller:  Erkan Maria Moosleitner   als Erkan
  Stefan Lust   als Stefan
  Alexandra Neldel   als Nina
  Manfred Zapatka   als Eckernförde
  Siegfried Terpoorten   als Carstens
  Tim Wilde   als Bendig
  Luc Feit   als Melzer
  Monika Manz   als Mutter Lust
  Peter Rappenglück   als Horst
  Charles M. Huber   als Kommissar
  Ali Khan   als Bodyguard-Agent
  Anna Böttcher   als Bunny
  Marek Wlodarczyk   als Pitbull Rodo
  Errol Shaker   als Browser
  Silvia Nentwig   als Ninas Mutter
  Herman van Ulzen   als Professor Schenker
  Karin Aichner   als Krankenschwester
  Udo Weinberger   als Bundeskanzler
  Erwin Nowak   als seriöser Herr
  Martin Falk   als BND-Mann
  Christian Tramitz   als BND-Mann
  Eva Mende   als Kurier
 
Regie:  Michael Bully Herbig  
Buch:  Philipp Weinges  
  Günter Knarr  
Kamera:  Stephan Schuh  
Produzent:  Mischa Hofmann  
  Philip Voges  
 

Erkan & Stefan in der Fotoshow

 

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Features

 

Star

Alexandra Neldel

Vom Seriensternchen über das Bunny und die Kinobraut zur Serienheldin machte Alexandra Neldel eine Karriere, die fast deckungsgleich...

 

Star

Manfred Zapatka

Smart und hart zugleich. Er ist als Bundeskanzler und Boxtrainer, Heinrich Himmler und heiliger Trinker, Verleger und Vater einer "...