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Es begab sich aber zu der Zeit ...

An die Bibel angelehnte Weihnachtsgeschichte, die erstmals mit einer blutjungen Maria vom Wunder der Geburt Christi erzählt.


Es begab sich aber zu der Zeit ...

Leihvideo

Erhältlich seit:
23.11.2007

Originaltitel: The Nativity Story

Drama

USA 2006
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 6

Keisha Castle-Hughes
Oscar Isaac
Shohreh Aghdashloo

Regie: Catherine Hardwicke
Warner Home Video Germany

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Spirituell erhebende Nacherzählung der Geburtsgeschichte von Jesus Christus.

Josef und Maria suchen eine Unterkunft (Foto: Warner) Großansicht

Josef und Maria suchen eine Unterkunft (Foto: Warner)

Mit seiner hochschwangeren Frau Maria (Keisha Castle-Hughes) begibt sich Zimmermann Josef (Oscar Isaac) nach Bethlehem. Dort angekommen sucht das Paar eine warme Unterkunft, in der Maria ihr Kind zur Welt bringen kann. Doch überall werden sie abgewiesen, bis sich eine Familie ihrer erbarmt und ihnen wenigstens ein Nachtlager im Stall anbietet. Dort wird in der Nacht der kleine Jesus geboren, der noch von großer Bedeutung für die Menschheit sein wird.

Einstweilen machen sich die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland auf den Weg und folgen dem Stern von Bethlehem, um dem Sohn Gottes zu huldigen.

Mitten in der Nacht kommt Jesus zur Welt (Foto: Warner) Großansicht

Mitten in der Nacht kommt Jesus zur Welt (Foto: Warner)

Eine Weihnachtsgeschichte

Der Erfolg von "Die Passion Christi" hat die Tür geöffnet für eine neue Welle von Filmen mit betont christlichem Inhalt.

Nachdem Mel Gibson das Sterben Jesu in all seiner Brutalität einfing, wagt sich nun ausgerechnet Catherine Hardwicke, bekannt für ihre ungeschminkten Jugendporträts in "Dreizehn" und "Dogtown Boys", an die Geburtsgeschichte, die passend an Weihnachten weltweit in die Kinos kommt. Keisha Castle-Hughes, die für "Whale Rider" eine Oscar-Nominierung erhielt, ist als Maria zu sehen.

Es begab sich aber zu der Zeit ...

Erstmals abendfüllend im Kino: Die Weihnachtsgeschichte aus der Perspektive der Jungfrau Maria.

Nach zwei Dramen über jugendliche Erlebniswelten springt Catherine Hardwicke vom Skateboard zur Olivenpresse. Die Vitalität von "Dreizehn" und "Dogtown Boys" wird abgelöst von einem andächtigen Erzählton, der sympathisierende Blick auf die Zeit des Ausbruchs von einer Reise in die Demut. Das Intro zur größten Geschichte aller Zeiten, das mit der Geburt Christi endet, blieb bisher TV-Filmen wie Madeleine Stowes Kameradebüt "The Nativity" vorbehalten. Diese cineastische Lücke und der Erfolg von "Die Passion Christi" gaben wohl den Anstoß für den Film, dessen innovativer Aspekt die Jugend der Hauptfigur ist. In Anlehnung an Franco Zeffirelli, der "Romeo und Julia" mit der 15-jährigen Olivia Hussey drehte, besetzt Hardwicke ihre Mariengeschichte mit der 16-jährigen Keisha Castle-Hughes, die in bizarrer Parallelität 2007 tatsächlich ein Kind erwartet. Im Unterschied zu "Whale Rider", ihrem Oscar-nominierten Debüt, kann die Australierin als Maria nicht lebhaft und kämpferisch sein, muss sich zurücknehmen und entsprechend der biblischen Folie ihrem Schicksal fügen. So wird sie nüchtern und freudlos mit Joseph verheiratet, erfährt in einem Olivenhain durch einen Engel ihre Bestimmung, akzeptiert das Wunder ihrer Empfängnis, als Cousine Elisabeth trotz ihres hohen Alters ein Kind erwartet. Als Maria nach monatelangem Aufenthalt bei Elisabeth nach Nazareth zurückkehrt, schockt ihre Schwangerschaft die Eltern, Joseph und die Nachbarn. Weil der Glaube bei dieser Geschichte im Vordergrund steht, verzichtet Maria auf das Naheliegende, den Beweis der Unberührtheit, und nimmt die Ächtung in Kauf. Als Josephs Zweifel durch eine Erscheinung beseitigt werden, verlässt das Paar Nazareth, erfüllt sich nach beschwerlichem Weg in Bethlehem die Prophezeiung.

Hier entfaltet der in Italien und Marokko gedrehte Film seine größten Schauwerte, wird die geographische auch zu einer spirituellen Reise. Für kurze Actionmomente sorgen giftige Vipern, auch menschliche wie König Herodes, dessen Steuereintreiber und Säuglingsmörder sporadisch in Nazareth einfallen. In diesen und anderen Szenen vermisst man größere Intensität, ergibt sich der schön fotografierte, authentisch ausgestattete Film seinen Botschaften. Eine ungewöhnliche Rolle als comic relief fällt den drei Weisen aus dem Morgenland zu, die als Kamelkumpel durch die Wüste ziehen. "Es begab sich aber zu der Zeit" beginnt naturalistisch, nimmt aber eine Wende zur wundersamen Lightshow, bei der sich bedeutungsschwere Bibel-Statements häufen. Schon jetzt darf man dem Film im Religionsunterricht eine Schlüsselrolle vorhersagen, die ihm auch im Kino zufallen könnte. Denn auch dort gibt es Wunder, wie die Erfolge von "Luther" und "Die Passion Christi" belegen. kob.

Darsteller:  Keisha Castle-Hughes   als Maria
  Oscar Isaac   als Joseph
  Shohreh Aghdashloo   als Elisabeth
  Ciarán Hinds   als König Herodes
  Alexander Siddig   als Gabriel
  Hiam Abbass   als Anna
  Shaun Toub   als Joachim
  Nadim Sawalha   als Melchior
  Stanley Townsend   als Zacharias
  Eriq Ebouaney   als Balthasar
  Stefan Kalipha   als Kaspar
  Gabrielle Scharnitzky   als Shaila
  Ted Rusoff   als alter Schäfer
  Matt Patresi   als römischer Soldat
  Tim van Rellim   als Soldat in Jerusalem
 
Regie:  Catherine Hardwicke  
Buch:  Mike Rich  
Musik:  Mychael Danna  
Kamera:  Elliot Davis  
Produzent:  Marty Bowen  
  Wyck Godfrey  
 

Es begab sich aber zu der Zeit ... in der Fotoshow

 

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