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Es geht um alles

Dokumentarfilm über die beiden Boxlegenden Arthur Abraham und Ulli Wegner.


Es geht um alles

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Erhältlich seit:
21.11.2008

Dokumentarfilm/ Sport

Deutschland 2008
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12

Arthur Abraham
Ulli Wegner

Regie: Nina Pourlak
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Dokumentarfilm über die beiden Boxlegenden Arthur Abraham und Ulli Wegner.

Arthur Abraham trainiert hart für den Erfolg (Foto: Neue Visionen) Großansicht

Arthur Abraham trainiert hart für den Erfolg (Foto: Neue Visionen)

Im September 2006 verteidigte der amtierende Weltmeister im Mittelgewicht, Arthur Abraham, seinen Titel und bestritt dabei die letzten acht Runden mit doppelt gebrochenem Kiefer. Die Dokumentation setzt nach Abrahams Genesung ein und zeigt hauptsächlich das gemeinsame Training mit Ulli Wegner. Zusammen versuchen sie den Boxer wieder fit zu machen für den nächsten anstehenden Kampf.

Regisseurin Nina Pourlak gibt mit "Es geht um alles" ihr Langfilmdebüt. Der Dokumentarfilm konzentriert sich dabei vor allem auf die Sportlerfiguren und ihr hartes Training. Leider geraten die Privatpersonen etwas in den Hintergrund.

Ohne Trainer Ulli Wegner wäre Abraham nur halb so gut (Foto: Neue Visionen) Großansicht

Ohne Trainer Ulli Wegner wäre Abraham nur halb so gut (Foto: Neue Visionen)

Interessante Einblicke

Dank der unaufdringlichen, beobachtenden Inszenierung gewährt der Film aber interessante Einblicke in den Alltag eines Boxers und die zwischen Freundschaft und Disziplin pendelnde Beziehung zu seinem Trainer.

Es geht um alles

Die deutsche Regisseurin gibt in ihrem Langfilmdebüt einen Einblick in die Arbeitsweise der beiden Boxerlegenden Arthur Abraham und Ulli Wegner.

Neben diversen amerikanischen Sportarten scheint es vor allem das Boxen den Filmemachern angetan zu haben. Und die besten Vertreter dieses Subgenres waren nie nur reine Sportfilme, sondern sahen den Zweikampf im Ring immer auch als Metapher. Die meisten Boxerfilme, zumal die bekannteren, näherten sich ihrem Thema dabei aus einer fiktionalen Richtung ("Wie ein wilder Stier", "Hurricane", "Million Dollar Baby"). Weitaus seltener finden sich Werke, die, wie z.B. "Der Boxprinz" oder "When We Were Kings", den dokumentarischen Weg wählen.

Die deutsche Regisseurin Nina Pourlak entschied sich für ihr Langfilmdebüt "Es geht um Alles" für letztere Methode und liefert das Porträt zweier Männer, deren Leben durch den Boxsport geprägt sind, der amtierende Box Weltmeister im Mittelgewicht Arthur Abraham und sein Trainer Ulli Wegner. Berühmt wurde der in Armenien geborene Abraham, als er im September 2006 seinen Titel verteidigte und dabei die letzten acht Runden des Kampfes mit stark blutendem und doppelt gebrochenem Kiefer bestritt. Mit diesem Kampf setzt auch Pourlak an und konzentriert sich danach auf die Monate nach der Genesung des Boxers und dessen harten Trainings. Dabei gelingen dem Filmteam sehr persönliche und interessante Einblicke in den Alltag eines Boxers. Leider stehen dabei die Sportler etwas zu stark im Vordergrund und lassen nur selten einen Blick auf die Privatpersonen dahinter zu. So wird zum Beispiel auf Rückblenden und Archivmaterial (mit Ausnahme des einführenden Kampfes) verzichtet, was zwar dem Erzählfluss, aber nicht unbedingt der Charakterisierung der beiden Protagonisten nützt. Wie wurden die beiden zu denen, die sie sind?

Nur zwei mal versucht der Film dieser Frage nachzugehen, als er Abraham und Wegner in ihre jeweilige Heimat begeleitet: Abraham nach Jerewan und Wegner nach Stettin, wobei man aber mehr über die armenische Grillkunst, als den Menschen Abraham erfährt. So hat das Filmteam z.B. nach eigenen Angaben bei der Großmutter des Boxers übernachtet, lässt sie jedoch in ihrem Film nicht zu Wort kommen. Etwas zu schnell kehrt man wieder zurück ins Training.

Dort liegt klar das Hauptaugenmerk der Doku, wobei ihr die beobachtende Zurückhaltung Pourlaks zu Gute kommt. Gebannt schaut man Abraham und Wegner beim gegenseitigen Abtasten und Fokussieren zu. Ihre Beziehung pendelt dabei immer zwischen den beiden Polen Freundschaft und eisern eingeforderte Disziplin. Man sieht hier nicht, wie so oft, zwei Underdogs zu, die auf dem Weg nach Oben sind, sondern umgekehrt zwei lebenden Legenden, die dafür kämpfen, ihrem Ruhm gerecht zu werden. Und so findet sich auch in diesem Boxerfilm wieder das metaphorische Element, das ihn nicht nur für hartgesottene Boxfans zur Empfehlung macht. mahe.

Darsteller:  Arthur Abraham  
  Ulli Wegner  
 
Regie:  Nina Pourlak  
Musik:  Jakob Ilja  
Kamera:  Sebastian Lempe  
Produzent:  Karsten Aurich  
  Nina Pourlak  
  Sebastian Lempe  
 

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