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Kaufvideo
Erhältlich seit:
02.02.2007
Originaltitel: Grbavica
Österreich/Deutschland/Kroatien/Bosnien 2006
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12
Mirjana Karanovic
Luna Mijovic
Leon Luccev
Regie: Jasmila Zbanic
good!movies

Mit ihrem sensibel erzählten Mutter-Tochter-Drama über die Wunden des Bosnien-Krieges, die noch lange nicht verheilt sind, schlägt Jasmila Zbanic den Bogen von der schmerzhaften Vergangenheit zur Gegenwart und rührt an ein Tabu. Die hochemotionale Geschichte gewann verdient den "Goldenen Bären".
Grbavica ist ein Stadtteil von Sarajevo, der während des Krieges von der serbisch-montenegrischen Armee zu einem Kriegslager umgewandelt wurde, Zentrum für die Folterung der Zivilbevölkerung. Noch heute spüre man etwas "Unausgesprochenes, Unaussprechliches, Unsichtbares", so die Regisseurin, die ein immer noch brisantes Thema aufgreift: Die Vergewaltigung von Frauen, Sex als Kriegsstrategie.
Eines der 20.000 Opfer ist die alleinerziehende Esma, die als Kellnerin gerade das Nötigste verdient, um sich und ihre 12-jährige Tochter Sara durchzubringen. Die kennt ihren Vater nicht. Er soll als Kriegsheld gestorben sein. Für die Teilnahme an einem Klassenausflug muss sie dafür nur den Nachweis erbringen, um eine Ermäßigung zu erhalten. Aber immer wieder findet die Mutter Gründe, das notwendige Dokument nicht vorzulegen, will das Geld selbst aufbringen. Doch irgendwann schreit sie dem Mädchen die bittere Wahrheit der Zeugung ins Gesicht. Sara ist eben kein Kind eines Märtyrers, sondern eines serbischen Tschetniks.
Subtil schildert Jasmila Zbanic das Leid und die Scham einer Frau, die ihre Existenz aus Selbstschutz auf einer Lüge aufbaut, sich schuldig fühlt, ohne schuldig zu sein, sich in Normalität versucht und die Vergangenheit nicht vergessen kann, immer wieder zusammenzuckt, wenn sie ihren Peinigern ähnliche Männer im Lokal entdeckt. Esma glaubt, nicht mehr lieben zu können, Hass, Abscheu und Verzweiflung begleiten sie. Erste Versuche der Annäherung durch einen Kollegen lassen Hoffnung zu auf ein Stück Leben, auch wenn die Kratzer auf der Seele weiter weh tun. Am Ende erlaubt dieser bewegende Film ohne falsche Sentimentalität sogar einen Neuanfang der Beziehung zwischen Tochter und Mutter. Sie akzeptieren das, was geschehen ist. Mirjana Karanovic, bekannt durch ihre Rollen in Emir Kusturica-Filmen wie "Underground" oder "Das Leben ist ein Wunder" spielt überzeugend die Frau, die den ersten Schritt zur Verarbeitung des Traumas wagt. Die unaufdringliche Kamera beobachtet die Alltagswelt aus der Perspektive der Hauptfigur, erlaubt Distanz und Nähe. "Grbavica" ist Kino der Wahrheit. Schonungslos, mutig und anrührend, zutiefst human. mk.
| Darsteller: | Mirjana Karanovic | als Esma | |
|---|---|---|---|
| Luna Mijovic | als Sara | ||
| Leon Luccev | als Pelda | ||
| Kenan Catic | als Samir | ||
| Jasna Ornela Berry | als Sabina | ||
| Dejan Acimovic | als Cenga | ||
| Bogdan Diklic | als Saran | ||
| Emir Hadzihafizbegovic | als Puska | ||
| Ermin Bravo | als Lehrer Muha | ||
| Semka Sokolovic | als Peldas Mutter | ||
| Maike Mia Höhne | als Jabolka | ||
| Jasna Zalica | als Plema | ||
| Nada Durevska | als Tante Safija | ||
| Minka Muftic | als Vasvija | ||
| Dunja Pasic | als Mila | ||
| Sedina Muhibic | als Maja | ||
| Sabina Turulja | als Zehra | ||
| Vanessa Glodjo | als Dzemila | ||
| Sanja Buric | als Mirha | ||
| Hasija Boric | als Fadila | ||
| Regie: | Jasmila Zbanic | ||
| Buch: | Jasmila Zbanic | ||
| Musik: | Enes Zlatar | ||
| Kamera: | Christine A. Maier | ||
| Produzent: | Barbara Albert | ||
| Damir Ibrahimovic | |||
| Bruno Wagner | |||
Esmas Geheimnis - Grbavica in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0, Bosnisch
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Making of, Interviews, Audio-Deskription für Sehbehinderte
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