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Kaufvideo
Erhältlich seit:
21.11.2008
Originaltitel: Est-Ouest
Frankreich/Rußland/Spanien/Bulgarien 1999
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 12
Sandrine Bonnaire
Oleg Menschikow
Catherine Deneuve
Regie: Régis Wargnier
Winkler Film

In Zeiten, in denen solche Filme in Frankreich das große Publikum kaum noch erreichen können, dreht Regis Wargnier unbeirrt Melodramen mit mächtigen Gefühlen, die sich vor konfliktreichem politischem Hintergrund bewähren müssen. Der Exotik von "Indochine" folgt nun bleigraue Depression, die das stalinistische Klima im Nachkriegsrussland mit einem spannenden, bewegenden, aber auch pathetischen und etwas eindimensionalen Fluchtfilm einfängt.
Kommerziell stellt sich dieser altmodisch unterhaltsame Film einer undankbaren Aufgabe, zumal er als Arthouse-Warenrest von Universal Deutschland beim Major UIP nicht die ideale Heimat gefunden haben dürfte. Dabei besitzt "Est-Ouest" mit Sandrine Bonnaire und Catherine Deneuve (nur eine Nebenrolle) Qualitätsgaranten mit Wiedererkennungswert, was sich in den USA dieses Jahr mit einer Nominierung für den Oscar als bester ausländischer Film niederschlug, den Wargnier schon für "Indochine" nach Hause nehmen konnte. "Est-Ouest" wirkt wie eine Reunion des Teams von "Gefangen im Kaukasus", der 1997 Kandidat für den Auslands-Oscar war. Regisseur Sergei Bodrow ist Ko-Autor, während sein Sohn Sergei Jr. und Oleg Menshikow wie schon damals die männlichen Hauptrollen übernehmen. Menshikow spielt einen Arzt, der wie viele andere Exilrussen nach Kriegsende in die Heimat zurückgelockt wird, nur um dort Paranoia und Terror des Stalinismus zu erleben. Wer nicht gleich bei der Ankunft in Lager verschickt wird, gerät in die Beobachtungsmühle des KGB, der Immigranten grundsätzlich als Agenten taxiert. Das trostlose, unerwartet eisige Klima lässt die glückliche Ehe des Arztes mit seiner französischen Frau (großartig: Sandrine Bonaire) zerbrechen, weil er sich mit dem Regime zu arrangieren scheint, sie aber nur an Flucht denkt. Mit seinen finsteren Schergen, die Menschen verschwinden lassen, und einer Atmosphäre, die einem die Luft nimmt, verbessert der Film das touristische Image Russlands kaum, obwohl Wargnier mit den guten, seelenvollen Menschen vom Volk für ein Korrektiv sorgt. Die Handlung erstreckt sich im Kern über mehr als zehn Jahre, gesteht beiden Ehepartnern Affären zu, konzentriert sich aber auf Bonnaires Freiheitswunsch, der nach dem Fluchtversuch ihres Liebhabers (Bodrow, Jr.) erst nach einem mehrjährigen Lageraufenthalt dank der Intervention einer Landsmännin (Deneuve) in Erfüllung geht. Optisch ist Wargniers düster fotografierter Film tadellos, erzählerisch aber nicht ohne Mängel. Vor allem dann, wenn die Figur des Arztes nur zur Spannungserzeugung ein unglaubwürdiges Fragezeichen bleibt, wenn Wargnier Kino zu sehr als Oper interpretiert ( Parallelmontage des Freiheitsschwimmers Bodrow und des singenden Armeechors) oder den Rhythmus nicht in den Griff bekommt, wenn er seinen Film langsam und ausführlich beginnt und am Ende durch die Jahre hetzt. kob.
Der Oscar-prämierte Regisseur Régis Wargnier schafft zusammen mit seinen Hauptdarstellern Sandrine Bonnaire, Catherine Deneuve und Russlands Star Oleg Menschikow ein spannendes Politepos und bewegendes Melodram mit großen Gefühlen im stalinistischen Nachkriegsrussland.
Im Juni 1946 versuchte Stalin mit eine Propaganda-Kampagne die nach der Revolution 1917 in den Westen geflüchteten Russen zur Rückkehr in die Heimat zu überreden. Einer der vielen, die dem Locken Stalins folgten, war der Arzt Alexei Golovine, der zusammen mit seiner französischen Frau und dem gemeinsamen Sohn in seine alte Heimat zurückkehrte um voller Idealismus am Aufbau der Sowjetunion mitzuwirken. Doch schon bei der Ankunft werden sie mit einer schrecklichen Wirklichkeit konfrontiert und müssen die Paranoia und den Terror des Stalinismus am eigenen Leibe erleben.
Quelle: Winkler Film
- Trailer
- Audiokommentar von Régis Wargnier - Regie, Sergej Bodrow -
Drehbuch (Englisch ohne Untertitel)
Quelle: Winkler Film
| Darsteller: | Sandrine Bonnaire | als Marie | |
|---|---|---|---|
| Oleg Menschikow | als Alexei Golovin | ||
| Catherine Deneuve | als Gabrielle Develay | ||
| Sergei Bodrow jr. | als Sasha | ||
| Ruben Tapiero | als Seryozha, 7 Jahre | ||
| Erwan Baynaud | als Seryozha, 14 Jahre | ||
| Grigori Manukov | als Pigorov | ||
| Tatjana Dogilewa | als Olga | ||
| Bogdan Stupka | als Col. Boyko | ||
| Meglena Karalambova | als Nina Fyodorovna | ||
| Atanass Atanassow | |||
| Tania Massalitinova | |||
| Valentin Ganev | |||
| Nikolai Binev | |||
| René Féret | |||
| Daniel Martin | |||
| Hubert Saint Macary | |||
| Jauris Casanova | |||
| Regie: | Régis Wargnier | ||
| Buch: | Sergej Bodrow | ||
| Rustam Ibragimbekow | |||
| Louis Gardel | |||
| Régis Wargnier | |||
| Musik: | Patrick Doyle | ||
| Kamera: | Laurent Dailland | ||
| Produzent: | Yves Marmion | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0, Französisch DD 5.1, Russisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9
Extras: Audiokommentar, Trailer
- Trailer
- Audiokommentar von Régis Wargnier - Regie, Sergej Bodrow -
Drehbuch (Englisch ohne Untertitel)
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