
Tom O'Toole, ein populärer Privatdetektiv, wird von der merkwürdigen Angela angeheuert, um einen scheinbar aussichtslosen Fall zu lösen: Der junge Felix soll seinen Onkel brutal ermordet haben. Angela läßt den ahnungslosen O'Toole mit von ihr wohldosierten Informationen ermitteln, bis er erkennt, daß sie selbst Felix entlasten und den wahren Mörder entlarven könnte. Denn Angela, in die sich der Detetktiv inzwischen verliebt hat, ist nicht nur eine stadtbekannte Prostituierte mit besten Kontakten zu den Honoratioren, die alle in die schmutzige Affäre verwickelt sind, sie war auch Zeugin des Verbrechens. Am Ende tötet sich der Mörder selbst, Felix kommt frei und Angela arrangiert sich mit den wahren Schuldigen.
Das erste Drehbuch von US-Literat Arthur Miller seit 1962 ("Misfits - nicht gesellschaftsfähig") wirkt in seiner Mischung aus Justiz-Krimi und Gesellschaftskritik etwas blutleer und vermag nur langsam zu fesseln. Vor allem die beachtlichen Leistungen des renommierten Regisseurs Karel Reisz ("Dreckige Hunde") und seiner Hauptdarsteller Debra Winger und Nick Nolte sorgen für ein solides Maß an Spannung. Konzeption und Resultat dieser Produktion von Jeremy Thomas ("Der letzte Kaiser") werden dennoch mit ihren großen Namen über die Fans von psychologisch fundierten Thrillern hinaus auf großes Interesse stoßen.