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Exit Wounds - Die Copjäger

Knochenbrecher Steven Seagal greift als knallharter Cop im Kampf gegen Polizeikorruption wieder ins Actiongeschehen ein.


Exit Wounds - Die Copjäger

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Erhältlich seit:
14.03.2002

Originaltitel: Exit Wounds

Action/ Thriller

USA 2001
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 16

Steven Seagal
DMX
Isaiah Washington IV

Regie: Andrzej Bartkowiak
Warner Home Video Germany

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Exit Wounds - Die Copjäger

Schlechte Karten für Detective Orin Boyd vom Detroit Police Department: Obwohl er eben erst den Vizepräsidenten aus einem Terroristenhinterhalt freiballerte, versetzen ihn seine Vorgesetzten wegen fortgesetzter Disziplinlosigkeit in den verrufensten Bezirk der Stadt (und unter die Fuchtel einer Chefin!). Als er dort die Nase in die Arbeit unkoscherer Kollegen steckt und dabei einem polizeiinternen Dealerring auf die Schliche kommt, scheint sein Leben keinen Pfifferling mehr wert zu sein. Doch da naht Hilfe von unerwarteter Seite.

Steven Seagal ist back in Business und gewinnt mit diesem ebenso unterhaltsamen wie handwerklich tadellosen Cop-Thriller von Andrzej Bartkowiak ("Romeo Must Die") sogar noch ein paar Fans hinzu, wie die ausnahmsweise recht euphorischen Kritiken rund um den Globus nahelegen. Letztere gehen jedoch auch und vor allem auf das Konto einer erlesenen schwarzen Ko-Starriege, die von Rapper DMX über Comedian Michael Jay White bis zu Action-Urgestein Bill Duke reicht und für ungebrochen gute Stimmung sorgt.

Exit Wounds - Die Copjäger

Für seinen ersten Kinofilm (und ersten Film für Warner) seit "Fire Down Below" aus dem Jahr 1997 (in Deutschland nur eine Videopremiere) entledigte sich Knochenbrecher Steven Seagal ("Alarmstufe Rot") nicht nur seines charakteristischen Zopfes, sondern auch etlicher Pfunde, die ihn zuletzt mehr knuddelig denn karateversiert wirken ließen. Vor allem will die zweite Zusammenarbeit des "Romeo Must Die"-Duos Andrzej Bartkowiak und Joel Silver die gleiche Zielgruppe ansprechen, die sich schon für Vorgänger begeisterte. Um das junge Crossover-Publikum anzuziehen, wurden diverse Schlüsselrollen mit schwarzen Schauspielern besetzt, darunter Rapper DMX, dessen Songs auch auf dem hochkommerziellen Hiphop-Soundtrack vertreten sind. Die Rechnung ging auf. Mit 19 Mio. Dollar Einspiel gelang der Sprung auf Platz eins der US-Charts, und Seagal durfte sich über das beste Startboxoffice seiner Karriere freuen.

Gleich mit der bombastischen, von "In The Line Of Fire" inspirierten Eröffnungssequenz, in der Seagals Figur, der unkontrollierbare Übercop Orin Boyd, den US-Vizepräsidenten vor einem Terroristenanschlag rettet, wird unmissverständlich demonstriert, dass es sich um eine gut geölte Maschine aus der Werkstatt von Überproduzent Joel Silver handelt. Hier wird geradlinige Standardaction inklusive Maschinengewehrhagel, Explosionen und blechverbiegende PS-Akrobatik mit Autos, Motorrad und Helikopter geboten. Die folgende Story basiert auf dem Roman eines ehemaligen Polizisten und thematisiert ein undurchsichtiges Netz aus Korruption und Intrigen beim 15. Polizeirevier in Detroit. Boyd wird für seine Kamikaze-Rettungsaktion mit einer Versetzung und Beförderung zum Verkehrspolizisten belohnt. Die neue Revierchefin ist jung, attraktiv und mit Minirock bekleidet und dient zudem als angedeuteter Love Interest. Dass es hier nicht um Lumetsche Authentizität geht, machen weitere zwar gefällig anzusehende, aber nicht unbedingt schlüssige Handlungsdetails deutlich. Aber den Filmemachern geht es nicht um schlüssige Plotkonstruktion, sondern primär um das Auffahren eines unverwüstlich soliden Actiongeschützes, das man spüren und nicht intellektuell beleuchten soll. Visuelle Spielereien, wie sie Regisseur Bartkowiak in seinen Debütfilm "Romeo Must Die" stilvoll und gewinnbringend einzuflechten verstand, bleiben diesmal auf der Strecke. Wenn auch das Hiphop-Element erneut prominent vertreten ist und es zudem ein Wiedersehen mit einigen "Romeo"-Mitspielern gibt (neben DMX ist auch Anthony Anderson wieder mit dabei), ist der Folgefilm des Kamera-Asses Bartkowiak insgesamt gesetzter und konventioneller. Seagal wirkt im Vergleich zur schnellfüßigen Hongkong-Granate Jet Li wie eine stoische Kampfwalze, und eine gewisse Gemächlichkeit seiner Martial-Arts-Einlagen ist trotz des blitzschnellen Schnitts nicht zu übersehen. DMX porträtiert den scheinbaren Drogendealer Latrell Walker mit all den einhergehenden stereotypen Statussymbolen, um später eine unerwartete Identität zu offenbaren. Für den befreienden Humor sind Anderson (einer von Jim Carreys Söhnen in "Ich beide und sie") als Walkers Handlanger T.K. und Tom Arnold ("True Lies") als TV-Moderator mit Selbstbeherrschungsproblemen zuständig. Alles dran also an diesem grundsoliden Genreprodukt, in dem Originalität mit der Lupe gesucht werden darf. Das umfangreiche Genrepublikum wird sich gut amüsieren. Und nach lukrativer Kinoauswertung wird "Exit Wounds" ein langes, gesundes Leben in den Top Fünf der Videocharts erwarten. ara.

Darsteller:  Steven Seagal   als Orin Boyd
  DMX   als Latrell Walker
  Isaiah Washington IV   als George Clark
  Anthony Anderson   als T. K.
  Michael Jai White   als Strutt
  Bill Duke   als Hinges
  Jill Hennessy   als Mulcahy
  Tom Arnold   als Henry Wayne
  Bruce McGill   als Daniels
  David Vadim   als Montini
  Eva Mendes   als Trish
  Michael Boisvert   als Schläger #1
  Shane Daly   als Fitz
  Sean Lawrence  
  Arnold Pinnock  
  Matthew G. Taylor  
 
Regie:  Andrzej Bartkowiak  
Buch:  Ed Horowitz  
  Richard D'Ovidio  
Musik:  Jeff Rona  
  Damon Blackman  
Kamera:  Glen MacPherson  
Produzent:  Joel Silver  
  Dan Cracchiolo  

Millionen-Klage gegen Steven Seagal

Action-Star Steven Seagal wurde von seinem Ex-Produzenten Julius R. Nasso wegen Vertragsbruchs
auf 60 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt.

Könnte bald etliche Millionen leichter sein: Steven Seagal

Könnte bald etliche Millionen leichter sein: Steven Seagal

Ja, ja, es ist so eine Sache mit den Männerfreundschaften! Nach Jahren zerbrechen sie, und dann werden die Messer gewetzt. Doch während Christoph Daum und Reiner Calmund "nur" kein Wort mehr miteinander sprechen, trifft es Steven Seagal ("Exit Wounds - Die Copjäger") nun erheblich härter.

Julius R. Nasso, der u.a. "Auf brennendem Eis" und "Glimmer Man" produzierte und mit Seagal 15 Jahre zusammengearbeitet hat, verklagt den esoterisch angehauchten Action-Star auf 60 Millionen Dollar Schadenersatz.

Seagal habe 1997 bei ihm einen Vertrag über vier Filme unterschrieben, es aber dann abgelehnt, diese zu drehen. Der Schauspieler begründete dies damit, dass sein buddhistischer Guru Mukara ihm geraten habe, die Rollen nicht anzunehmen, da er sonst "nicht in einer höheren Inkarnation, sondern als niedere Lebensform wiedergeboren werden würde."

Nasso hingegen hat dafür wenig Verständnis: "Er tut mir schon ein wenig leid, denn ich fürchte, er wurde einer Gehirnwäsche unterzogen. Aber Steven hat den Deal vor fünf Jahren unterschrieben, ich habe Millionen für die Filmrechte ausgegeben und dann stieg er einfach aus."

Foto: Warner

 

Exit Wounds - Die Copjäger in der Fotoshow

 

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Steven Seagal

Der Hüne mit der Pranke von Bud Spencer, der Ruhe eines Buddhisten und der Durchschlagskraft einer lebenden Kanone war in den 80er/90er-...

 

Star

DMX

Der US-amerikanische Rapper DMX - kurz für "Dark Man X" - kommt unter dem bürgerlichen Namen Earl Simmons am 18. Dezember 1970 in Baltimore im Bundesstaat...