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Leihvideo
Erhältlich seit:
04.03.2005
Originaltitel: Exorcist: The Beginning
USA 2004
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 16
Stellan Skarsgård
Izabella Scorupco
James D'Arcy
Regie: Renny Harlin
Warner Home Video Germany

Die Wiederaufführung von William Friedkins Oscar-nominiertem Horrorklassiker "Der Exorzist" (1973) spielte in den USA vor vier Jahren bemerkenswerte 40 Mio. Dollar ein und ebnete den Weg für Fortsetzung Nummer drei. Dabei handelt es sich um ein Prequel zum Original, in dem Pater Merrins erste Begegnung mit dem Teufel zum Thema gemacht wird. Eine komplette Version wurde zunächst von Paul Schrader ("Katzenmenschen", "Auto Focus") abgedreht. Doch dieser laut Schrader "vorrangig psychologische Thriller" war Produzent James S. Robinson nicht actionreich und gewalttätig genug. Somit wurden Actionregisseur Renny Harlin ("Cliffhanger", "Deep Blue Sea") weitere 50 Mio. Dollar zur Verfügung gestellt, um noch mal fast von ganz vorne anzufangen.
Überarbeitet wurde auch das Skript von "The Alienist"-Schriftsteller Caleb Carr und William Wisher. Für die Neuadaption wurde Drehbuchnovize Alexi Hawley verpflichtet, der die gewünschten Schockmomente en masse einstreute. Bereits der an sich viel versprechende Prolog auf einem mittelalterlichen Schlachtfeld geizt nicht mit blutigem Horror und lässt finster kommende diabolische Grausamkeiten erahnen. Die Story knüpft anschließend im Jahr 1949 in Kairo an. Lankester Merrin (Stellan Skarsgard verblieb von Schraders Erstversion) hat seine Soutane abgelegt und ist nunmehr als Archäologe tätig. Er lässt sich für die Suche einer geheimnisvollen Reliquie in Kenia engagieren. Vor Ort ist eine vergrabene byzantinische Kirche freigelegt worden, und unerklärliche Ereignisse häufen sich. Die Einheimischen glauben an einen Fluch, der leitende Archäologe der Ausgrabung ist im Irrenhaus gelandet. In diesem Chaos findet sich Merrin mit Hilfe der attraktiven Missionsärztin Sarah Novak (Izabella Scorupco aus "Reign of Fire") zurecht, von der er sich alsbald stark angezogen fühlt. Als einer ihrer jungen Patienten in seinem Krankenbett Linda-Blair-Symptome dämonischer Besessenheit zeigt, steht Merrin vor einem tiefen Gewissenskonflikt. Durch ein traumatisches Erlebnis im Zweiten Weltkrieg hat er seinen Glauben an Gott verloren, doch durch die fatale Konfrontation mit dem Bösen besinnt er sich eines Besseren und exorziert beim Finale in einer unterirdischen Tempelgruft auf Teufel komm raus.
Regisseur Harlin, bekanntlich kein Freund von Subtilität, kann der Versuchung nicht widerstehen, verschiedene Schockerklischees doppelt und dreifach einzusetzen und damit regelrecht zu Tode auszureizen. Ängstliches durch dunkle Flure Tapsen, besessenes Augenrollen, an Kadavern knabbernde Raben oder peinlich kitschig realisierte CGI-Killerhyänen können durch mehrfachen Einsatz allein kaum das gewünschte Grausen erzielen. Was nicht heißen soll, dass gelungene verstörende Momente gänzlich fehlten. So geht es bei Szenen in der opulent-ominös ausgestatteten Kirche inklusive des satanischen Showdowns durchaus ans Grusel-Eingemachte. Problematisch ist allerdings, dass der Schnitt oftmals geradezu wahllos wirkt und ein abgehackter Rhythmus entsteht, der dem Film nie das Gefühl eines Ganzen gibt. Zudem unterstreicht der Ohren betäubende Score jede noch so kleine Begebenheit, womit jede Nuancierung bereits im Keim erstickt wird. Positiv fällt die Kameraarbeit von Vittorio Storaro (gefilmt wurde im Cinecitta Studio in Rom) und das atmosphärische Produktionsdesign ins Auge. Lob verdienen auch Skarsgard und Scorupco, die beide ihr Bestes geben, dem Horrorschocker qualitatives Flair zu verleihen. Dennoch wird dieser Eintrag in die Saga schon allein wegen der Verlagerung der Handlung nach Afrika mehr Vergleiche mit John Boormans berühmt-berüchtigtem "Exorzist II - Der Ketzer" als mit dem superben Original heraufbeschwören. ara.
| Darsteller: | Stellan Skarsgård | als Pater Lankester Merrin | |
|---|---|---|---|
| Izabella Scorupco | als Dr. Sarah Novack | ||
| James D'Arcy | als Pater Francis | ||
| Remy Sweeney | als Joseph | ||
| Julian Wadham | als Major Granville | ||
| Andrew French | als Chuma | ||
| Ralph Brown | als Sergeant Major | ||
| Ben Cross | als Semelier | ||
| David Bradley | als Pater Gionetti | ||
| Alan Ford | als Jefferies | ||
| Antonie Kamerling | als Leutnant Kessler | ||
| Eddie Osei | als Emekwi | ||
| Israel Aduramo | als Jomo | ||
| Patrick O'Kane | als Bession | ||
| James Bellamy | als James | ||
| Cecilia Amati | als Holländisches Mädchen | ||
| Regie: | Renny Harlin | ||
| Buch: | Alexi Hawley | ||
| Caleb Carr | |||
| William Wisher | |||
| Musik: | Trevor Rabin | ||
| Kamera: | Vittorio Storaro | ||
| Produzent: | James G. Robinson | ||
Exorzist: Der Anfang in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Dt. f. Hörg., Engl. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Original Kinotrailer
Star
Stellan Skarsgård
Er spielt die umsichtigen Charaktere, die als Profis in ihrem jeweiligen Beruf mit einer Spur Nachdenklichkeit, aber immer mit Elan...
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