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Exorzist: Der Anfang

Prequel zu William Friedkins Horror-Klassiker, in dem Pfarrer Merrin kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs erstmals dem Teufel begegnet.


Exorzist: Der Anfang

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Erhältlich seit:
04.03.2005

Originaltitel: Exorcist: The Beginning

Horror

USA 2004
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 16

Stellan Skarsgård
Izabella Scorupco
James D'Arcy

Regie: Renny Harlin
Warner Home Video Germany

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Die Dämonen der Unterwelt treiben gruselige Spiele in Afrika: Am Geburtsort des Bösen muss Pater Merrin ihm endlich ins Gesicht sehen.

Blankes Entsetzen: Vater Francis (Foto: Warner) Großansicht

Blankes Entsetzen: Vater Francis (Foto: Warner)

Einst hatte der Satan Linda Blair beim Wickel, und es war eine helle Freude, ihr zuzusehen, wie sie spuckte und fluchte und einen Meter über dem Bett schwebte, nur um die katholische Kirche zu ärgern. Sie hatte schon mehrere Priester verschlissen, bevor Vater Merrin dazukam, der hartnäckig genug war, um den Teufel zu vertreiben.

Das war 1973, in William Friedkins wegweisendem Film "Der Exorzist". Ein prima Vehikel, um obszöne Schimpfwörter kennenzulernen, aber auch der erste Film seiner Art und durchaus gruselig, mittlerweile oft kopiert, jedoch nie erreicht.

In den Ausgrabungen der alten Kirche ruht nicht nur eine Reliquie... (Foto: Warner) Großansicht

In den Ausgrabungen der alten Kirche ruht nicht nur eine Reliquie... (Foto: Warner)

Lehrjahre eines Exorzisten

Jetzt kann man sehen, was Vater Merrin (Stellan Skarsgard) tat, bevor er die arme Linda rettete, und wie er bereits lange vor ihr einen erfolgreichen Exorzismus durchführte. Bevor es so weit kommt, muss er allerdings mit menschenfressenden Hyänen fertig werden und all die wüsten Zeichen einer Spukgeschichte deuten: Glühbirnen explodieren, Spiegel zerspringen, Christus am Kreuz hängt plötzlich verkehrt herum.

Spannung garantiert Action-Regisseur Renny Harlin, der Schauplatz liegt diesmal nicht in der Stadt, sondern in der Wildnis, wo die Kräfte der Finsternis mächtiger sind.

Pazuzu, der Dämon, ist in einen Jungen gefahren (Foto: Warner) Großansicht

Pazuzu, der Dämon, ist in einen Jungen gefahren (Foto: Warner)

Fund mit Folgen

Vater Merrin jedenfalls erlebt vorab Schreckliches im Krieg, fällt daraufhin vom Glauben ab und geht nach Oxford, um Archäologie zu studieren. In trüber Stimmung reist er nach Kairo, wird dort von einem Antiquitätenhändler als Berater angeheuert und nach Kenia gelockt, wo eine merkwürdige byzantinische Kapelle ausgegraben wurde.

Dort wiederum sind auch der Vatikan und die Briten, die auf den Fund einer Reliquie hoffen, während das Böse bereits blutige Spuren hinterlässt. Nach Entdeckung einer uralten Kultstätte kommt dann Pazuzu, der Dämon, über einen Jungen.

Dr. Novack versucht zu helfen (Foto: Warner) Großansicht

Dr. Novack versucht zu helfen (Foto: Warner)

Ekelig grün

Vater Merrin muss sich zum ersten Mal mit einem Besessenen beschäftigen, und was er sieht, ist auch hier zornig, grün und ziemlich ekelhaft. Er führt einen Exorzismus durch, mit allem, was man dabei verlangen kann, und die Atmosphäre kommt der berühmten Vorlage des Films durchaus nahe.

Da ist der Sieg des Priesters kaum eine Beruhigung, denn man weiß ja, der Teufel wird wieder zuschlagen.

Exorzist: Der Anfang

Die Wiederaufführung von William Friedkins Oscar-nominiertem Horrorklassiker "Der Exorzist" (1973) spielte in den USA vor vier Jahren bemerkenswerte 40 Mio. Dollar ein und ebnete den Weg für Fortsetzung Nummer drei. Dabei handelt es sich um ein Prequel zum Original, in dem Pater Merrins erste Begegnung mit dem Teufel zum Thema gemacht wird. Eine komplette Version wurde zunächst von Paul Schrader ("Katzenmenschen", "Auto Focus") abgedreht. Doch dieser laut Schrader "vorrangig psychologische Thriller" war Produzent James S. Robinson nicht actionreich und gewalttätig genug. Somit wurden Actionregisseur Renny Harlin ("Cliffhanger", "Deep Blue Sea") weitere 50 Mio. Dollar zur Verfügung gestellt, um noch mal fast von ganz vorne anzufangen.

Überarbeitet wurde auch das Skript von "The Alienist"-Schriftsteller Caleb Carr und William Wisher. Für die Neuadaption wurde Drehbuchnovize Alexi Hawley verpflichtet, der die gewünschten Schockmomente en masse einstreute. Bereits der an sich viel versprechende Prolog auf einem mittelalterlichen Schlachtfeld geizt nicht mit blutigem Horror und lässt finster kommende diabolische Grausamkeiten erahnen. Die Story knüpft anschließend im Jahr 1949 in Kairo an. Lankester Merrin (Stellan Skarsgard verblieb von Schraders Erstversion) hat seine Soutane abgelegt und ist nunmehr als Archäologe tätig. Er lässt sich für die Suche einer geheimnisvollen Reliquie in Kenia engagieren. Vor Ort ist eine vergrabene byzantinische Kirche freigelegt worden, und unerklärliche Ereignisse häufen sich. Die Einheimischen glauben an einen Fluch, der leitende Archäologe der Ausgrabung ist im Irrenhaus gelandet. In diesem Chaos findet sich Merrin mit Hilfe der attraktiven Missionsärztin Sarah Novak (Izabella Scorupco aus "Reign of Fire") zurecht, von der er sich alsbald stark angezogen fühlt. Als einer ihrer jungen Patienten in seinem Krankenbett Linda-Blair-Symptome dämonischer Besessenheit zeigt, steht Merrin vor einem tiefen Gewissenskonflikt. Durch ein traumatisches Erlebnis im Zweiten Weltkrieg hat er seinen Glauben an Gott verloren, doch durch die fatale Konfrontation mit dem Bösen besinnt er sich eines Besseren und exorziert beim Finale in einer unterirdischen Tempelgruft auf Teufel komm raus.

Regisseur Harlin, bekanntlich kein Freund von Subtilität, kann der Versuchung nicht widerstehen, verschiedene Schockerklischees doppelt und dreifach einzusetzen und damit regelrecht zu Tode auszureizen. Ängstliches durch dunkle Flure Tapsen, besessenes Augenrollen, an Kadavern knabbernde Raben oder peinlich kitschig realisierte CGI-Killerhyänen können durch mehrfachen Einsatz allein kaum das gewünschte Grausen erzielen. Was nicht heißen soll, dass gelungene verstörende Momente gänzlich fehlten. So geht es bei Szenen in der opulent-ominös ausgestatteten Kirche inklusive des satanischen Showdowns durchaus ans Grusel-Eingemachte. Problematisch ist allerdings, dass der Schnitt oftmals geradezu wahllos wirkt und ein abgehackter Rhythmus entsteht, der dem Film nie das Gefühl eines Ganzen gibt. Zudem unterstreicht der Ohren betäubende Score jede noch so kleine Begebenheit, womit jede Nuancierung bereits im Keim erstickt wird. Positiv fällt die Kameraarbeit von Vittorio Storaro (gefilmt wurde im Cinecitta Studio in Rom) und das atmosphärische Produktionsdesign ins Auge. Lob verdienen auch Skarsgard und Scorupco, die beide ihr Bestes geben, dem Horrorschocker qualitatives Flair zu verleihen. Dennoch wird dieser Eintrag in die Saga schon allein wegen der Verlagerung der Handlung nach Afrika mehr Vergleiche mit John Boormans berühmt-berüchtigtem "Exorzist II - Der Ketzer" als mit dem superben Original heraufbeschwören. ara.

Darsteller:  Stellan Skarsgård   als Pater Lankester Merrin
  Izabella Scorupco   als Dr. Sarah Novack
  James D'Arcy   als Pater Francis
  Remy Sweeney   als Joseph
  Julian Wadham   als Major Granville
  Andrew French   als Chuma
  Ralph Brown   als Sergeant Major
  Ben Cross   als Semelier
  David Bradley   als Pater Gionetti
  Alan Ford   als Jefferies
  Antonie Kamerling   als Leutnant Kessler
  Eddie Osei   als Emekwi
  Israel Aduramo   als Jomo
  Patrick O'Kane   als Bession
  James Bellamy   als James
  Cecilia Amati   als Holländisches Mädchen
 
Regie:  Renny Harlin  
Buch:  Alexi Hawley  
  Caleb Carr  
  William Wisher  
Musik:  Trevor Rabin  
Kamera:  Vittorio Storaro  
Produzent:  James G. Robinson  
 

Exorzist: Der Anfang in der Fotoshow

 

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Stellan Skarsgård

Er spielt die umsichtigen Charaktere, die als Profis in ihrem jeweiligen Beruf mit einer Spur Nachdenklichkeit, aber immer mit Elan...