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Extrem laut und unglaublich nah

Gefühlvolle Verfilmung des Bestsellers von Jonathan Safran Foer um einen Jungen, dessen Vater beim Terrorangriff 9/11 stirbt.


Extrem laut und unglaublich nah

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Erhältlich seit:
22.06.2012

Originaltitel: Extremely Loud and Incredibly Close

Drama

USA 2011
Laufzeit: 124 Min.
FSK: ab 12

Tom Hanks
Sandra Bullock
Thomas Horn

Regie: Stephen Daldry
Warner Home Video Germany

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Extrem laut und unglaublich nah

Der elfjährige Oskar Schell verliert seinen Vater bei den Anschlägen des 11. September. Als er im Nachlass einen Schlüssel mit der Aufschrift "Black" findet, beschließt der verhaltensgestörte Junge, alle 478 New Yorker mit diesem Nachnamen zu besuchen. Er will herausfinden, welches Schloss der Schlüssel öffnet, und hofft so die Verbindung mit seinem Vater verlängern zu können. Die neuen Bekanntschaften, die Oskar auf seiner Odyssee durch den Big Apple kennenlernt, helfen ihm, seine emotionale Einkapselung zu überwinden.

"Der Vorleser"-Regisseur Stephen Daldry nahm sich der gefeierten Romanvorlage von Jonathan Safran Foer auf die ihm typische Weise an: mit einem perfekt inszenierten, immer absolut tiptop aussehenden Drama, wie es einst Sydney Pollack und Anthony Minghella hoffähig gemacht hatten. Die ungewöhnliche Aufarbeitung der Tragödie von 9/11 wartet mit großer Starbesetzung (inklusive Tom Hanks, Sandra Bullock und Max von Sydow) auf und hat in Thomas Horn einen jugendlichen Star, dem man gern durch New York folgt.

Extrem laut und unglaublich nah

Starbesetzte Aufarbeitung der Tragödie vom 11. September aus der Perspektive eines elfjährigen autistischen Jungen, gefühlvoll-poetisch von "Billy Elliot"-Regisseur Stephen Daldry in Szene gesetzt.

Das Drehbuch adaptierte Eric Roth ("Forrest Gump") vom gleichnamigen, im Jahr 2005 erschienenen Roman von Jonathan Safran Foer. Der Bestseller erzählt die Geschichte des jungen Oskar Schell (Newcomer Thomas Horn erweist sich als schauspielerisches Naturtalent), der seinen geliebten Vater Thomas (Tom Hanks in einer kleinen, aber bewegenden Rolle) am 11. September, diesem "schlimmsten Tag", verliert. Ihre innige Vater-Sohn-Beziehung wird zuvor durch ihre einfallsreichen Erkundungsausflüge skizziert, mit denen Thomas seinem Sprössling behutsam bei seinen Problemen zu helfen versucht. Der Tod des Vaters ist für den hochintelligenten und sensiblen Jungen ein großer Schock und er klammert sich mit aller Macht an dessen Erinnerung. Als Oskar im Nachlass seines Vaters einen Schlüssel in einem Umschlag mit der Aufschrift "Black" entdeckt, beschließt er alle 478 New Yorker mit diesem Nachnamen zu besuchen. Er will herausfinden, welches Schloss der Schlüssel öffnet und hofft so die Verbindung mit seinem Vater verlängern zu können.

Die Parallelen zu "Hugo Cabret" aufweisende Story entfaltet sich im Film (anders als im Buch) komplett aus der Perspektive von Oskar. Er steuert auch das fast konstant zu vernehmende Voiceover bei. Während seiner Odyssee durch New York City wird Oskar von seinem stummen Großvater (Max von Sydow) begleitet, der ihm lediglich als der Mieter seiner Oma bekannt ist. Die Beziehung zu seiner Mutter (Sandra Bullock), die in ihrer Trauer zu ertrinken droht, leidet. Oskar fährt sie wiederholt an. So bekommt der Zuschauer Einsicht auch in die schwierigen Verhaltensmuster und Charakterfacetten des jungen Protagonisten. Die hauptsächlich in Montagen gezeigten neuen Bekanntschaften helfen Oskar zu einem gewissen Grad aus seiner emotionalen Abkapselung auszubrechen.

Neben der Geschichte Oskars webt Regisseur Daldry fragmentarisch die Ereignisse der Terroranschläge in das unkonventionelle Coming-of-Age-Drama ein, wobei der eindringliche Score von Alexandre Desplat zusätzlich die Emotionen aufrührt. Die Bandbreite von Reaktionen, die dieses in satten Farben gefilmte Gefühlskino im Publikum hervor ruft, umfasst ein breites Spektrum. Manche mögen sich manipuliert fühlen und manche gekünstelt wirkende Plotkonstruktionen bemängeln, andere werden von der Wucht der Emotionen und den ergreifenden schauspielerischen Leistungen tief berührt sein. ara.

Darsteller:  Tom Hanks   als Thomas Schell
  Sandra Bullock   als Linda Schell
  Thomas Horn   als Oskar Schell
  Max von Sydow   als der Mieter
  Viola Davis   als Abby Black
  John Goodman   als Stan, der Portier
  Jeffrey Wright   als William Black
  Zoe Caldwell   als Oskars Großmutter
  James Gandolfini   als Ron
  Dennis Hearn   als Minister
  Hazelle Goodman   als Hazelle Black
  Carmen M. Herlihy   als Denise Black
  Ryka Dottavio   als Maris Black
  Adrian Martinez   als Hector Black
  Brooke Bloom   als Astrid Black
  Madison Arnold   als Alan Black
  Kit Flanagan   als Cassidy Black
 
Regie:  Stephen Daldry  
Buch:  Eric Roth  
Musik:  Alexandre Desplat  
Kamera:  Chris Menges  
Produzent:  Scott Rudin  

11 Oscar-Nominierungen für Kinderfilm "Hugo Cabret", 10 für Stummfilm "The Artist"

Völlig überraschend ist der Kritikerliebling "The Artist" bei den Oscar-Nominierungen von Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof überholt worden.

Von der Academy am häufigsten nominiert: "Hugo Cabret" und der 3D-Schwarzweiß-Stummfilm "The Artist" (Foto: Paramount, Delphi) Großansicht

Von der Academy am häufigsten nominiert: "Hugo Cabret" und der 3D-Schwarzweiß-Stummfilm "The Artist" (Foto: Paramount, Delphi)

Hollywood hatte schon die Revolution des Kinos ausgerufen. Schließlich galt - und das in den Zeiten der Megaerfolge von Spektakeln wie "Avatar" & Co. - mit "The Artist" ein kleiner, feiner Stummfilm in Schwarzweiß über die Liebe zweier Schauspieler am Ende der Stummfilmära als Favorit bei den Oscar-Nominierungen.

Nachdem Jungstar Jennifer Lawrence und Academy-Präsident Tom Sherak nun die Nominierungen bekannt gegeben haben, steht das belgisch-französische Kunstwerk mit insgesamt zehn Nominierungen zwar auch ordentlich da, doch ein Altmeister hat den Kritikerliebling noch überholt:

Martin Scorseses in prächtigen Bildern schwelgende 3D-Kinderbuchverfilmung "Hugo Cabret" um einen Waisenjungen, der im Pariser Bahnhof Montparnasse Gare lebt, heimste insgesamt elf Oscar-Nominierungen ein. Die leidlich bekannte Vorliebe der Academy für US-Produktionen gegenüber europäischen mag dabei eine Rolle gespielt haben.

Allerdings ist "Hugo Cabret" zwar in den Hauptkategorien Bester Film und Beste Regie nominiert, ansonsten gab's die Award-Chancen aber eher in den technischen Nebenkategorien wie Visual Effects, Kamera, Schnitt, Ausstattung, Ton, Tonschnitt, Musik und Drehbuchadaption. Dagegen sind mit Jean Dujardin und Bérénice Bejo in "The Artist" auch der Haupt- und die Nebendarstellerin nominiert. Die beiden Filme werden wohl den Oscar für den besten Film unter sich ausmachen.

Clooney gesetzt

Dujardin wird sich allerdings sehr wahrscheinlich George Clooney beugen müssen, der als überforderter Vater, der in "The Descendants" erfährt, dass ihn seine im Koma liegende Frau betrogen hat, als Favorit für den Hauptrollen-Oscar gilt. Auch Clooneys Regisseur Alexander Payne ("Sideways") ist nominiert und darf sich darüberhinaus über eine Berücksichtigung als bester Film und insgesamt 5 Oscar-Chancen freuen.

Clooneys Kumpel Brad Pitt ist als Coach, der erstmals Computerstatistiken benutzt, im Baseballdrama "Moneyball" für den Hauptrollenoscar nominiert. Das Sportspektakel gehört mit insgesamt 5 Nominierungen, darunter als bester Film, ebenfalls zu den meistberücksichtigten Werken. Gefährlich könnte George Clooney vermutlich eher noch Gary Oldman werden, der in "Dame, König, As, Spion" einen Maulfwurf im Secret Service aufspüren soll. Lediglich Außenseiterchancen hat Demián Bichir, dessen Nominierung für "A Better Life" bereits eine Riesenüberraschung und -ehre darstellt.

Margaret Thatcher ist die Größte

Absolut gesetzt ist Meryl Streep für den weiblichen Hauptrollenoscar. Ihre gespenstisch gute Verkörperung der britischen Permierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" brachte ihr bereits die 17. Oscar-Nominierung ein. Da wird es höchste Zeit für den dritten Sieg nach "Kramer gegen Kramer" und "Sophies Entscheidung", wie ganz Hollywood meint.

Ansonsten wäre Rooney Mara als Lisbeth Salander in der US-Neuverfilmung des ersten Teils der schwedischen Kultkrimi-Trilogie "Millennium", "Verblendung", eine starke Herausforderin, ebenso Michelle Williams als Leinwand-Legende Marilyn Monroe in "My Week with Marilyn" und Glenn Close, die sich in "Albert Nobbs" im Dublin des 19. Jahrhundert als Mann verkleidet, um in der Gesellschaft aufzusteigen. Auch Viola Davis glänzte im Südstaatendrama um die ersten afroamerikanischen Haushaltsgehilfinnen in "The Help", das insgesamt sechs Nominierungen erhielt, darunter als bester Film und für Octavia Spencer als beste Nebendarstellerin.

In jener Kategorie gilt wiederum Bérénice Bejo aus "The Artist" als leichte Favoritin. Sie glänzt als eine der ersten Tonfilm-Diven, die ausgerechnet einen alten Stummfilm-Star (Jean Dujardin) liebt, dessen Stern nun am Sinken ist. Octavia Spencer und Jessica Chastain, beide für "The Help" nominiert, werden als starke Herausforderinnen gesehen. Janet McTeer, die in "Albert Nobbs" ebenfalls einen Mann spielt, und Melissa McCarthy in der Komödie "Brautalarm" dürften eher geringe Chancen haben.

Einen glasklaren Favoriten gibt es bei den männlichen Nebendarstellern: Albert Brooks mutet in "Beginners" seinem Filmsohn Ewan McGregor ein spätes schwules Coming out zu - beeindruckend und herzerweichend. Das Nachsehen haben werden daher Max von Sydow als Holocaust-Opfer im 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", Kenneth Branagh als Sir Laurence Olivier in "My Week with Marilyn", Jonah Hill als Sidekick von Coach Brad Pitt in "Moneyball" und Nick Nolte als versoffener Rabenvater in "Warrior".

Fünfkampf in den beiden Königsklassen und eine deutsche Hoffnung

Unter den Regisseuren dürfte es dagegen extrem spannend werden. Von den fünf Nominierten Michel Hazanavicius ("The Artist"), Alexander Payne ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"), Woody Allen ("Midnight in Paris"), Terrence Malick ("The Tree of Life") und Martin Scorsese ("Hugo Cabret") kann eigentlich jeder gewinnen. Nachdem die Filme der fünf Macher auch allesamt in der Kategorie Bester Film ins Rennen gehen, könnte der gewinnen, dessen Werk auch den Königspreis abräumt. Denn die Regie wird dafür von der Academy traditionell als Schlüsselkategorie angesehen.

Aus deutscher Sicht gab es zwar nicht wie erhofft eine Chance auf den Auslandsoscar für Wim Wenders' "Pina", hier gilt der iranische Beitrag "Nader und Simin - Eine Trennung" als Favorit, der auch für das Drehbuch nominiert wurde. Dafür wurde der bildstarke deutsche Beitrag über die Choreographen-Legende Pina Bausch als beste Doku nominiert und hat hier auch berechtigte Sieg-Chancen.

Mit dem Kurzfilm "Raju" von Max Zähle und Stefan Gieren geht ein weiterer deutscher Kandidat ins Oscarrennen. Der Film wurde im Vorjahr bereits mit dem Studentenoscar ausgezeichnet. Außerdem wurde die deutsche Kostümbildnerin Lisy Christl nominiert für ihre Arbeit an Roland Emmerichs Historiendrama "Anonymus".

Bei den für die Academy immer wichtiger werdenden Animationsfilmen zeichnet sich ein Dreikampf zwischen "Rango", "Der gestiefelte Kater" und "Kung Fu Panda 2" ab. Den Spezialeffekte-Oscar dürften entweder "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" oder "Planet der Affen: PRevolution" einheimsen.

Aushilfsmoderator beschwört die Liebe zum Film

Wer dann tatsächlich alles einen Goldjungen mit nach Hause nehmen darf, das entscheidet sich in der Nacht von Sonntag, den 26.2., auf Montag, den 27.2., im Kodak Theatre von Los Angeles. Moderieren darf den wichtigsten Abend der Traumfabrik dabei Comedy-Superstar Billy Crystal - und das bereits zum neunten Mal!

Doch Crystal ist nur ein Notnagel, denn eigentlich sollte ein anderer die Filmschaffenden mit coolen Sprüchen begeistern: Eddie Murphy! Aber der sagte ab, weil der als Regisseur der Zeremonie geplante Brett Ratner, mit dem Murphy zuletzt den Komödienhit "Aushilfsgangster" gedreht hat, abgesetzt wurde: Er hatte sich im Vorfeld zu schwulenfeindlichen Witzen hinreißen lassen.

Nun freut sich also Billy Crystal auf die Goldjungs-Gala. Und auch wenn natürlich selbst er noch keine Preisträger kennt und auch wenn sein gespannt erwarteter Eröffnungs-Monolog ebenfalls streng geheim bleibt, so hat er zumindest soviel über seine Pläne für die Verleihung verraten: "Mein großes Thema für den Abend lautet: 'Wie habt Ihr Euch eigentlich ins Kino verliebt?' Schließlich verbindet uns das alle und das müssen wir mal so richtig feiern!"

Was für ein schönes Motto für die Nacht, in der diejenigen geehrt werden, die dieser Liebe immer wieder Nahrung geben...

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