
In Episoden aufgegliederte hemmungslose Teenkomödie um sexuelle Perversionen aller Art, als deren Hauptattraktion "Superbad"- und "Juno"-Star Michael Cera gelten muss.
Gefilmt wurde bereits 2006, also einige Zeit bevor Ceras Popularität in die Höhe schnellte. Anschließend wurde der krude Kaulauer-Klamauk von der Weinstein Company auf Eis gelegt. Doch der Erfolg unverblümt-tabubrechender Sexkomödien wie "Beim ersten Mal" und "Superbad" gab Hoffnung, dass sich auch für die Sexkapaden dieser triebgesteuerten Teenager (unter denen sich neben Cera auch "Agent Cody Banks" Frankie Muniz tummelt) ein Publikum findet.
Muniz absolviert die erste Vignette, in der er mit seiner jungfräulichen Freundin verzückt das erste Mal erlebt, nur um anschließend von ihr mit zunehmend ungehemmten Sexpraktiken (S&M, Zwergen- und Tiersex, etc.) verschreckt zu werden. Lose miteinander verbunden sind die Teenies durch ihre Highschool, in der eine Aufklärungsstunde der unverklemmten Art unterrichtet wird. So bringt der Lehrer beispielsweise ein Sortiment von Dildos in die Klasse und fordert die Schüler auf, sie mit Kondomen zu beziehen. Zwischen den Versatzstücken von Vulgaritäten gibt es gestellte Werbespot oder "Konfessionen von der Straßenecke". Matthew Lillard wendet sich dafür direkt an die Kamera, erteilt Sexratschläge und spart dabei nicht mit pikanten Details. Geworben wird für Produkte wie ein Anti-Viagra, das peinliche plötzliche Erektionen unterbindet. Eine Episode erinnert an "Lars und die Frauen", bei der ein Dickerchen zu einer künstlichen Vagina eine Beziehung entwickelt, bis sie aus Eifersucht Selbstmord begeht.
Gags wie diese sind absurd, doch den beiden Newcomer-Regisseure Adam Jay Epstein und Andrew Jacobson (sie schrieben das Drehbuch für "Nicht noch ein Teenie-Film!) gelingt es selten, große Erheiterung damit zu erzeugen. Neben dem Duo mischten noch SNL-Autoren wie Andy Samberg und Will Forte mit. So entstanden bemühte Beiträge, die um Sex mit Abraham Lincoln, Maskottchensex, Sex mit übergewichtigen Frauen, Internet-bestellte Vergewaltigunsfantasien etc. kreisen. Das anrüchige Highlight bildet schließlich eine "High School Musical" nachempfundene Gesangseinlage bei einem Pornofilm-Set. Nackte Brüste, letztlich brav simulierter Sex, Pupswitze und ausgeprägter Nonsenshumor könnte diese Sexsketchcomedy zum Favoriten von kleinen Jungs machen, die nach Altersfreigabe eigentlich noch nicht zum Publikum zählen dürfen. ara.