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Extreme Rage

Actionheld Vin Diesel sagt in einem furiosen Straßenthriller als rachesuchender Cop einem Drogenkartell den Kampf an.


Extreme Rage

Leihvideo

Erhältlich seit:
23.01.2004

Originaltitel: A Man Apart

Action/ Thriller

USA 2002
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 16

Vin Diesel
Larenz Tate
Timothy Olyphant

Regie: F. Gary Gray
Warner Home Video Germany

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In F. Gary Grays Actionhammer ist Muskel-Maniac Vin Diesel erneut ein knallharter Gangster-Schreck.

Cool, clever und großkalibrig: Vin Diesel (Foto: Warner) Großansicht

Cool, clever und großkalibrig: Vin Diesel (Foto: Warner)

"xXx", diese drei Buchstaben bezogen sich letztes Jahr nicht auf die Körbchengröße eines Erotik-Supermodels, sondern katapultierten den schnellen Wilden Vin Diesel im gleichnamigen Action-Spektakel als höchst sportlichen Neo-Superagenten ganz nach oben.

Bleifuß und Muskeln sind im Kino wieder gefragt und Vin weiß die Gunst der Stunde zu nützen. In "Extreme Rage" macht Turbo-Diesel alias Sean Vetter gemeinsam mit Partner Demetrius (Larenz Tate) auf der Sündenmeile zwischen L.A. und Mexiko als Agent der Drug Enforcement Agency (DEA) Jagd auf böse Dealer.

Cop Vetter mit seinem Partner beim Gangsterprügeln (Foto: Warner) Großansicht

Cop Vetter mit seinem Partner beim Gangsterprügeln (Foto: Warner)

Ein Cop auf Rachefeldzug

Mit ihren höchst effizienten, wenn auch rüden Methoden treten die beiden Freund und Feind auf die Zehen, was sich vor allem der finstere Drogenbaron Hollywood Jack (Timothy Olyphant) keinesfalls gefallen lassen will. Um ein für alle Mal ein Exempel zu statuieren, tötet der Gangster Seans geliebte Frau Stacy (Jacqueline Obradors). Fehler, ganz schwerer Fehler. Doch schon bald stellt sich die Frage: War Hollywood Jack überhaupt der Mörder?

Bereits in "Set It Off" oder "Verhandlungssache" zeigte Regisseur F. Gary Gray sein Faible für maskuline Themen. Auch jetzt wird wieder geschossen, dass die Läufe glühen, während die Stunt-Leute wohl zahllose Sonderschichten einlegen mussten, um ihr Pensum zu bewältigen. Fazit: ein lupenreiner Thriller, der das Genre zwar nicht neu erfindet, aber alles bietet, was man sich davon verspricht.

Extreme Rage

Nach "Knockaround Guys" kommt mit dem Actiondrama "A Man Apart" ein weiterer, lange geschobener Vin-Diesel-Film aus den Tagen vor seinem Erfolg mit dem Agentenactioner "XxX - Triple X" in die US-Kinos. Regisseur F. Gary Gray ("Set It Off", "Verhandlungssache") inszenierte einen visuell versierten, unglaublich konsequenten Rachethriller um den Vergeltungs-Amoklauf eines Undercover-Cops, dessen Frau von einem mexikanischen Drogenkartell ermordet wurde. Der Plot weist Parallelen zu "Lethal Weapon" und "Das Kartell" auf, vor allem aber fühlt man sich an die harten Rache-Stories des frühen Steven Seagal, angereichert mit etwas realistischer "Traffic"-Atmosphäre, erinnert.

War "XxX" die Extremsport -Interpretation von James Bond auf Steroiden im Videoclip-Zeitalter, eifert Diesel jetzt rot sehenden Männern der Siebziger wie Charles Bronson und Clint Eastwood nach - und eben Steven Seagal, der in "Hard To Kill" anno 1990 ebenfalls brutal und ohne Kompromisse den Mord an seiner von Killern getöteten Frau rächte. Wie Seagal in seinen besten Zeiten überzeugt Diesel mit einer wuchtig-respekteinflößenden körperlichen Präsenz und weniger mit ausgeprägter schauspielerischer Vielseitigkeit. Sein DEA-Agent Sean Vetter wird zunächst als kompetenter Drogencop und liebender Ehemann eingeführt. Nach langjähriger Vorbereitungsarbeit haben er und sein einstiger Gang-Partner Demetrius Hicks (Larence Tate aus "Biker Boyz" im Danny-Glover-Part) den gefürchteten mexikanischen Kartellboss Memo Lucero (Geno Silva aus "Scarface") in einer furiosen Actionsequenz zu Fall gebracht. An dessen Stelle tritt der mysteriöse neue Boss Diablo (so auch der ursprüngliche Titel des Films), der die Dealer-Hierarchie von Los Angeles mit extremer Brutalität erschüttert. Als Vetters Frau Stacey in ihrem gemeinsamen Strandhaus einem nächtlichen Anschlag von Diablos Hitmen erliegt, wird die Sache für ihn persönlich. Mit aller Gewalt macht er sich daran, die Identität von Diablo aufzudecken, selbst wenn ihn das seinen Job und fast das Leben kostet.

Die Actionsequenzen setzen sich zumeist aus bleihaltigen Feuergefechten und blutigem Mano-a-Mano-Auseinandersetzungen zusammen. Dabei sind moralische Fragwürdigkeiten inbegriffen: Den Killer seiner Frau prügelt Vetter beispielsweise mit bloßen Fäusten zu Tode, und auch Gesetze sowie das Leben seiner DEA-Kollegen zählen wenig bei seinem deterministischen Alleingang. Gleichzeitig erlaubt es sich der Film, die obligatorische Anti-Raucher-Botschaft (obwohl Diesel qualmt wie ein Schlot) und den Rat an eine Stripperin, sich selbst mehr zu respektieren, einzustreuen.

Vor allem aber ist "A Man Apart" ein Film der Tat, wie es einst auch "Dirty Harry" oder "Walking Tall" waren - adäquat ins rechte Licht gerückt mit ästhetischer Kameraarbeit von Jack N. Green, dem Hauskameramann von Clint Eastwood. Insgesamt ein verbittertes Racheactiondrama mit minimalem, aber (dank Timothy Olyphant als ebenso ruchlosen wie eloquenten Mittelsmann Diablos) nicht unkomischem Humor, mit dem Diesels Kernfangemeinde von Teenagern ihr Idol einmal von einer ganz anderen Seite erleben darf. ara.

Darsteller:  Vin Diesel   als Sean Vetter
  Larenz Tate   als Demetrius Hicks
  Timothy Olyphant   als Jack Slayton
  Geno Silva   als Memo Lucero
  Jacqueline Obradors   als Stacy Vetter
  Steve Eastin   als Ty Frost
  Juan Fernadez   als Mateo Santos
  Mike Moroff   als Gustavo Leon
  George Sharperson   als Big Sexy
  Jeff Kober   als Pomona Joe
  Marco Rodriguez   als Hondo
  Emilio Rivera   als Garza
  Malieek Straughter   als Overdose
 
Regie:  F. Gary Gray  
Buch:  Christian Gudegast  
  Paul Scheuring  
Musik:  Anne Dudley  
Kamera:  Jack N. Green  
Produzent:  Vincent G. Newman  
  Joseph Nittolo  
  Tucker Tooley  
  Vin Diesel  
 

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