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Eye for an Eye - Auge um Auge


Eye for an Eye - Auge um Auge

Leihvideo

Erhältlich seit:
27.12.1996

Originaltitel: Eye for an Eye

Thriller

USA 1995
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 16

Sally Field
Kiefer Sutherland
Ed Harris

Regie: John Schlesinger
Paramount Home Entertainment

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Eye for an Eye - Auge um Auge

Per Telefon muß die erfolgreiche Geschäftsfrau Karen McCann mitanhören, wie ihre Tochter brutal vergewaltigt und kurz darauf ermordet wird. Als der Killer, der schon wenig später dingfest gemacht werden kann, aufgrund eines juristischen Formfehlers freigesprochen wird, beschließt die verzweifelte Karen, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen. Weder ihr besonnener Ehemann noch die Gefahr, selbst im Gefängnis zu landen, können sie von ihrer Rache abbringen.

John Schlesinger ("Asphalt Cowboy") hält sich bei seinem Selbstjustiz-Thriller an erprobte Vorlagen wie "Ein Mann sieht rot" und setzt diese in aktuellen Bezug zum vielgeschmähten US-Gerichtssystem. Neu an seiner technisch souverän inszenierten Variante ist auch, daß die Hauptrolle von einer Frau gespielt wird. Neben Sally Field als Racheengel überzeugen Ed Harris als hilfloser Gatte und Kiefer Sutherland als diabolischer Psychopath. Der bis zur letzten Minute fesselnde Suspense-Krimi wird bei Genrefans bestens ankommen.

Eye for an Eye - Auge um Auge

Regieveteran John Schlesinger (Oscar für "Asphalt-Cowboy") möchte seinen reaktionären Selbstjustizthriller als aktuellen Sozialkommentar verstanden wissen, doch mit der simplizistischen Story einer Frau (Sally Fields als Personifizierung des besorgten Muttertieres), die in bester Charles-Bronson-Manier rot sehen darf, wird in erster Linie bestenfalls an Racheinstinkte appelliert. Nach O.J. Simpsons Freispruch in der "Verhandlung des Jahrhunderts" (die im Film eine kurze Referenz erfährt) bemängeln viele Amerikaner mehr denn je die Ineffektivität des Justizsystems. Diese Unzufriedenheit wird in dem technisch versierten, aber auch sehr vorhersehbaren Suspensethriller "Eye For an Eye" reißerisch und spekulativ ausgeschlachtet. Packend eingeläutet wird Schlesingers erster Film seit "...und der Himmel steht still" mit einer Anfangssequenz, die unter die Haut geht: Die erfolgreiche Karrierefrau Karen McCann (zweifache Oscar-Preisträgerin Sally Field) steckt im Feierabendverkehr fest und ruft ihre junge Tochter per Funktelefon an. Blitzschnelle Gegenschnitte zeigen dem Zuschauer verstörende Bildfetzen einer brutalen Vergewaltigung und Ermordung, während die geschockte Mutter völlig hilflos das Martyrium ihrer Tochter mitanhören muß. Als Killer wird bald der soziophatische Lieferant Doob (Kiefer Sutherland in seinem Element als arrogant-überheblicher Über-Mistkerl) dingfest gemacht, doch aufgrund eines juristischen Formfehlers wird er freigesprochen. Zu Mutter McCanns grenzenlosem Kummer gesellt sich nun ob dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit unkontrollierte Wut und Rage, die sie zunächst in einer Hilfsorganisation für Eltern ermordeter Kinder zu kompensieren versucht. Während sie sich immer mehr von ihrem liebenden Mann (Ed Harris gewohnt stark als Stimme der Vernunft) abkapselt und Schieß- und Selbstverteidigungsunterricht nimmt, manifestiert sich immer konkreter der Gedanke, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen. Als Doob erneut ungestraft zuschlägt, ist die treffsichere Nemesis nicht mehr zu bremsen. Das Drehbuch von Ehepaar Amanda Silver und Rick Jaffa ("Die Hand an der Wiege") bemüht sich bestenfalls um Schwarzweiß-Stereotype und läßt sich unschwer als kalkulierte und suggestive Rechtfertigung der Selbstjustiz erkennen, auch wenn eine plump konstruierte Wendung Doobs forciertes Ableben als Notwehr hindoktert. Sally Field wirkt glaubhaft als Mutter am Rande der Hysterie, die sich "Nicht ohne meine Tochter gerächt zu haben" zum eiskalten weiblichen Charles Bronson mausert. Unterstützt wird sie von einer exzellenten Riege von Nebendarstellern, darunter Joe Mantegna und Beverly D'Angelo. Die Motivation des mit einigen graphischen Gewaltszenen aufwartenden Rachereißers mag fragwürdig sein, doch er verfehlt es nicht, gekonnt primitive Emotionsknöpfe zu drücken. ara.

Darsteller:  Sally Field  
  Kiefer Sutherland  
  Ed Harris  
  Beverly D'Angelo  
  Joe Mantegna  
  Charlayne Woodard  
  Olivia Burnette  
  Alexandra Kyle  
  Philip Baker Hall  
  Keith David  
 
Regie:  John Schlesinger  
Buch:  Amanda Silver  
  Rick Jaffa  
Musik:  James Newton Howard  
Kamera:  Amir Mokri  
Produzent:  Michael I. Levy  
  Michael Polaire  
 

Eye for an Eye - Auge um Auge in der Fotoshow

 

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Sally Field

"Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel. Man weiß nie, was drin ist." Mit dem legendären Satz aus "Forrest Gump" (1994) schrieb sich die...

 

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Kiefer Sutherland

Vielseitiger Darsteller, der in Rollen zwielichtiger Charaktere brillierte und in über 70 Filmen seine Bandbreite als Musketier,...