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Factotum

Gelungene Verfilmung des Romans von Charles Bukowski über einen Mann, der beim Weg nach unten Frauen, Alkohol und Jobs verschleißt und nur im Schreiben Momente des Friedens findet.


Factotum

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Erhältlich seit:
04.12.2009

Drama

Norwegen/USA/Deutschland 2005
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12

Matt Dillon
Lili Taylor
Marisa Tomei

Regie: Bent Hamer
Pandora Film GmbH & Co. Verleih KG

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Gelungene Verfilmung des Romans von Charles Bukowski über einen Mann, der beim Weg nach unten Frauen, Alkohol und Jobs verschleißt und nur im Schreiben Momente des Friedens findet.

Henry findet bei Laura Unterschlupf (Foto: Pandora) Großansicht

Henry findet bei Laura Unterschlupf (Foto: Pandora)

Henry Chinaski (Matt Dillon) will sich nicht so recht in die Gesellschaft fügen. Er säuft wie ein Loch, verliert nicht nur deshalb selbst die schäbigsten Jobs und findet nur beim Niederschreiben seiner Erlebnisse kurze Momente des Glücks - auch wenn seine Geschichten regelmäßig von Verlagen abgelehnt werden.

Kurz lebt Chinaski mit der nicht minder dem Alkohol zugetanen Jan (Lili Taylor) zusammen, danach kommt er mit seinen wenigen Besitztümern bei Laura (Marisa Tomei) unter, die sich von einem exzentrischen Millionär aushalten lässt. Aufwärts geht es allerdings, als eine von Henrys Kurzgeschichten endlich akzeptiert wird.

Die Saure-Gurken-Zeit hat für Henry bald ein Ende (Foto: Pandora) Großansicht

Die Saure-Gurken-Zeit hat für Henry bald ein Ende (Foto: Pandora)

Hinreißender Kult

Nach dem gleichnamigen Roman sowie diversen anderen Arbeiten des Kultschriftstellers Charles Bukowski entstand dieses liebevolle Porträt eines vermeintlichen Verlierers, der sich ziellos durchs Leben treiben lässt und von Matt Dillon einfach nur hinreißend gespielt wird.

Bent Hamer erzählt seine Ballade als eine Ansammlung von Vignetten, die teils komisch, teils bizarr und beunruhigend sind, aber in ihrer distanzierten Art doch immer eine Menschlichkeit erkennen lassen, die auch Bukowskis Werke selbst in ihren düstersten Momenten auszeichnet.

Factotum

Knapp 20 Jahre nach "Barfly" wagt sich erneut ein europäischer Regisseur an eine Adaption einer Vorlage des Trinkerpoeten Charles Bukowski. Dabei kann Bent Hamer nicht nur auf seinen trockenen skandinavischen Humor vertrauen, sondern auch auf einen Matt Dillon, der nie weiter entfernt von seinem Posterboy-Image war - und nie besser.

"Faktotum", 1975 als zweiter Roman des 1920 in Andernach geborenen und am 9. März 1994 an Blutkrebs verstorbenen Charles Bukowski veröffentlicht, ist nicht minder autobiographisch wie dessen Vorlaufer "Der Mann mit der Ledertasche" oder das von Bukowski verfasste Drehbuch zu Barbet Schroeders "Barfly" von 1987 mit Mickey Rourke in der denkwürdigen Titelrolle. Stets ist es sein unverkennbares Alter ego Henry Chinaski, das durch eine schier endlose, episodische Abfolge von Eskapaden geschickt wird, die sich um Alkohol, Frauen, billige Absteigen und menschenunwürdige Billigjobs in beliebigen Kombinationen drehen. Motive von "Faktotum" und diversen Kurzgeschichten Bukowskis fasst nun ausgerechnet der norwegische Regisseur Bent Hamer zusammen zu einer Ansammlung von Vignetten, die teils komisch, teils bizarr und beunruhigend sind, aber in ihrer distanzierten Art doch wie auch sein Vorgänger "Kitchen Stories" immer jene Menschlichkeit erkennen lassen, die auch des Autoren Werke selbst in ihren düstersten Momenten auszeichnet. So entsteht das letztlich liebevolle Porträt eines vermeintlichen Verlierers, der sich ziellos durchs Leben treiben lässt und von Matt Dillon jenseits jeglicher Eitelkeit einfach nur hinreißend gespielt wird als ein Typ, der säuft wie ein Loch, bei Frauen landet, die noch mehr trinken als er, und an ihnen genauso scheitert wie selbst an den schäbigsten Jobs. Eigentlich wäre er als Figur ebenso unerträglich wie seine Situation, wären da nicht die kurzen Momente des Glücks, die er beim Niederschreiben seiner Erlebnisse empfindet - knochentrocken von Dillon aus dem Off vorgelesen - auch wenn seine Ergüsse regelmäßig von Verlagen abgelehnt werden, bis der Regisseur seinem ungerührt durch die Untiefen seiner Existenz tapernden Antihelden doch noch einen kurzen Moment des Triumphs gönnt. Ebenso fein und spitzfindig wie der lakonische Humor des Films und die zerknitterte Performance seines Stars sind die Darstellungen von Lili Taylor als nicht minder dem Alkohol zugetane Jan und eine beinahe unkenntliche Marisa Tomei als Laura, die sich von einem exzentrischen Millionär aushalten und Chinaski mit seinen wenigen Besitztümern zwischenzeitlich bei sich unterkommen lässt. Zu Recht einer der Hits in Cannes - eine Zier aller Arthouse-Kinos, die perfekte Fusion aus amerikanischem und europäischem Kino. deg.

Factotum

FACTOTUM ist die Geschichte des Schriftstellers Henry "Hank" Chinaski, der sich als Gelegenheitsarbeiter mit den verschiedensten Jobs über Wasser hält, um sich das leisten zu können, was ihn wirklich interessiert: Alkohol, Frauen, Zigaretten, Wetten abschließen und vor allem Geschichten schreiben, die niemand veröffentlichen will.
Mit FACTOTUM, nach dem Roman von Charles Bukowski, hat der norwegische Regisseur Bent Hamer (Kitchen Stories) einen atmosphärisch dichten Film über einen Underdog inszeniert, der sich trotz aller Rückschläge treu bleibt und seinen lakonischen Humor nie verliert.

Quelle: Pandora

- Interview mit Matt Dillon
- Deleted Scenes
- Trailer

Quelle: Pandora

Darsteller:  Matt Dillon  
  Lili Taylor  
  Marisa Tomei  
  Fisher Stevens  
  Didier Flammand  
  Adrienne Shelly  
  Karen Young  
  Tom Lyons  
 
Regie:  Bent Hamer  
Buch:  Bent Hamer  
  Jim Stark  
Musik:  Kristin Asbjørnsen  
Kamera:  John Christian Rosenlund  
Produzent:  Jim Stark  
  Bent Hamer  
 

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