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Faculty - Trau keinem Lehrer

Parasiteninfestierte Paranoia-Parabel, in der "The Breakfast Club" und "Die Körperfresser kommen" teenangst-gerecht ausgeschlachtet werden.


Faculty - Trau keinem Lehrer
Start: 28.10.1999

Originaltitel: The Faculty

Horror

USA 1998
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16

Jordana Brewster
Clea DuVall
Laura Harris

Regie: Robert Rodriguez
Kinowelt

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Bekanntermaßen gilt vielen Jugendlichen die Schule als Sinnbild des Horrors schlechthin - ein generationenalter Umstand, der in dieser frech auskalkulierten Mixtur aus "The Breakfast Club - Der Frühstücksclub" und "Die Körperfresser kommen" in Form eines effektreichen SciFi-Horrorschocker nach allen Regeln der Schreckenskunst ausgeschlachtet wird. Das mit einigen subversiv-erheiternden Ideen gespickte Drehbuch (Drogenkonsum gerät zum Beispiel zur lebensrettenden Maßnahme) der Dimension-Films-Veröffentlichung wird der gut geölten Marketing-Maschine von Miramax (angeblich wurden 30 Mio. Dollar verwandt) zufolge werbestrategisch dem neuen Horror-Hohepriester Kevin Williamson zugeschrieben, der mit dem smarten Slasherhit "Scream - Schrei!" ein ganzes Genre wiederbelebte. Das Originalbuch von "The Faculty" geht jedoch auf das Konto von zwei weiteren Autoren, und das erklärt vielleicht, weshalb sich die Story trotz der erheblichen Rewrites von Williamson nicht ganz mit seinen vorangegangen Metzelmeisterwerken messen kann. Parallelen zum bisherigen Erfolgskonzept lassen sich natürlich dennoch ohne weiteres entdecken. So setzt sich die jugendliche Besetzung vorwiegend aus weitgehend unbekannten Schauspielern zusammen, die sich ihre Meriten mit Ausnahme von Elijah Wood ("Deep Impact") weitgehend im Fernsehen verdient haben, diversen Horror-, Teentrouble- und Science-Fiction-Klassikern wird Hommage gezollt, ein paar clevere Referenzen zu zeitgenössicher Popkultur werden gezogen und ein suspensevolles Whodunnit entwickelt. Regisseur Robert Rodriguez, der sich mit "El Mariachi" und "Desperado" als enthusiastischer Actionspezialist empfahl und bereits mit "From Dusk Till Dawn" erfolgreich auf Splattergefilden wilderte, vernachlässigt hier ein wenig sein gewohnt halsbrecherisches Tempo, verläßt sich im Zweifel auch zu sehr auf die rettende Untermalung des auf die Zeilgruppe zugeschnittenen Soundtrack. So wird bereits die Anfangsszene auf dem Football-Feld dröhnend laut mit einem der zahlreichen Songs unterlegt und der Ton für die kommenden Ereignisse bestimmt, die sich erst in der zweiten Hälfte zu dem erhofft furiosen Splatterfest steigern. Außerirdische Parasiten haben auf der Herrington Highschool im tiefen Mittleren Westen die Kontrolle über die Körper des Lehrkörpers übernommen. Nach und nach werden auch die Schüler der "Gehirnwäsche" unterzogen und so von aufsässigen Individuen zu angepaßten Konformisten transformiert. Zur Kerngruppe der Überlebenden, die in ihrer Verzweiflung ansetzen, das Mutter-Alien aufzufinden, auszuschalten und somit die gesamte Brut zu vernichten, gehören neben Wood als verpönter unsportlicher Musterschüler Casey, Jordana Brewster als bissige Cheerleaderin und Schulzeitungsredakteurin, Shawn Hatosky als Star-Footballer mit neuerwachten akademischen Ambitionen, Laura Harris als niedliche neue Schülerin, Josh Harnett als rebellisch-intelligenter Drogendealer Zeke und Clea DuVall als Punker-Pseudolesbe (und Ally Sheedy-Lookalike). Der Lehrkörper setzt sich u. a. aus Robert "T2" Patrick, Bebe Neuwirth, Bond-Girl Famke Janssen und Rodriguez-Stammschauspielerin Salma Hayek zusammen, die sich allesamt köstlich mit ihren Over-the-top-Performances zu amüsieren scheinen. Beim spezialeffektegeladenen Showdown kommt es schließlich zum amüsant übertriebenen Eklat mit dem "Aliens"-inspirierten Muttermonster. Obwohl sich die Teen-Horrorwelle in Ermangelung hochqualitativen Nachschubs mittlerweile bereits wieder am Abschwellen befindet, konnte die für gerade einmal 23 Mio. Dollar realisierte parasiteninfestierte Paranoia-Parabel beim jugendlichen US-Publikum passabel Fuß fassen, ohne allerdings an die Überfliegererfolge der "Scream"-Filme anknüpfen zu können. Wer sich allerdings mit Haut und Haar dem Horror verschrieben hat, dürfte allemal seine Freude an dem augenzwinkernden Schocker haben. ara.

Faculty - Trau keinem Lehrer

Regie:  Robert Rodriguez  
Buch:  Kevin Williamson  
Musik:  Marco Beltrami  
Kamera:  Enrique Chediak  
Produzent:  Elisabeth Avellán  
 
Darsteller:  Jordana Brewster   als Delilah Proffit
  Clea DuVall   als Stokely
  Laura Harris   als Marybeth
  Josh Hartnett   als Zeke
  Shawn Hatosy   als Stan
  Salma Hayek   als Schwester Harper
  Famke Janssen   als Miss Burke
  Piper Laurie   als Mrs. Olson
  Christopher McDonald   als Caseys Vater
  Bebe Neuwirth   als Rektor Drake
  Robert Patrick   als Coach Willis
  Usher   als Gabe
  Jon Stewart   als Mr. Furlong
  Daniel von Bargen   als Mr. Tate
  Elijah Wood   als Casey

Wehe, wenn sie losgelassen

Es gibt nette und es gibt echt fiese: Aliens sind so unberechenbar wie das andere Geschlecht. Der Unterschied: Die wirklich gemeinen Außerirdischen brechen keine Herzen, sie reißen sie aus dem Leib. Und danach zerfetzen sie den Rest gleich mit.

Alien: Schlimmer geht's nimmer Großansicht

Alien: Schlimmer geht's nimmer

Es ist wirklich nicht leicht mit diesen Wesen aus einer anderen Dimension. Die einen kucken die Welt mit großen Kinderaugen an und wollen lediglich nach Hause telefonieren, die anderen finden das, was sie erblicken, nicht gerade existenzbedürftig und machen platt, was oder wer sich ihnen in den Weg stellt. Letztgenannter Spezies sollte man möglichst aus dem Weg gehen. Was einfacher gesagt als getan ist.

Denn die wirklich fiesen Viecher üben immer noch die größte Faszination aus. Stichwort "Aliens". Egal, ob von Ridley Scott, James Cameron oder David Fincher in Szene gesetzt - die parasitären Killermaschinen sind schrecklich einnehmend. Das weiß der Filmfan ebenso wie das Leinwandopfer. Kein SciFi-Monster trieb sein Unwesen heftiger als dieses. Und keins war so unberechenbar in der Wahl seines Beutereviers.

Noch so ein unangenehmer Geselle: der Predator Großansicht

Noch so ein unangenehmer Geselle: der Predator

Das Weltall ist nicht genug

In der Alien Quadrilogy beschränkte es sich noch auf den Weltraum, um seine Leibesfrucht zu pflanzen. Der ewige Kampf mit seinem Erzrivalen, dem Predator, zieht das blutrünstige Wesen aber in unschöner Regelmäßigkeit auf die Erde. Zweimal schon wurde das Gefecht Alien vs. Predator auf dem blauen Planeten ausgetragen. Und immer wieder gab es all zu neugierige Zaungäste, die kurzerhand zum humanen Brutkasten umfunktioniert wurden.

Überhaupt ist es eine der unangenehmsten Angewohnheiten von Außerirdischen, sich ungefragt menschlicher Körperhüllen zu bemächtigen. "Die Dämonischen", "Die Körperfresser" oder die emsigen Aliens aus "The Faculty" - alle wollen sie nur das eine: ein möglichst unauffälliges neues Äußeres, dem man nicht ansieht, dass der innere extraterrestrische Schweinehund sich im Zusammenschluss mit seinen gleichgepolten Kumpels die Welt untertan machen möchte. Ein perfider Plan, der in den meisten Fällen zum Scheitern verurteilt ist.

Schaut friedlich aus, ist es aber nicht: Das Mutterschiff aus "Independence Day" Großansicht

Schaut friedlich aus, ist es aber nicht: Das Mutterschiff aus "Independence Day"

Hinfort mit den lästigen Erdbewohnern

Also lieber gleich alles kaputt machen. Das ist die andere Taktik der Weltall-Wesen, die ebenfalls viele Anhänger unter Ihresgleichen hat. Eindrucksvoll lässt sich das unter anderem in "Independence Day", "Krieg der Welten" oder den beiden Versionen von "Der Tag, an dem die Erde still stand" beobachten. Der Überraschungsangriff mag ihnen dabei noch gelingen, die weitere Erfolgsquote allerdings ist starken Schwankungen unterlegen.

Angesichts dieser scheinbar unkontrollierbaren Zerstörungswut lobt man sich schon fast die Zurückhaltung der Aliens in "District 9". Knapp zwei Jahrzehnte fristen diese ihr Dasein in erzwungener Koexistenz mit den Menschen. Dass auch das auf Dauer nicht gut gehen kann, steht auf einer anderen Karte. Aber einen Versuch war es ja mal wert.

 

Faculty - Trau keinem Lehrer in der Fotoshow

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Fassungen

 

Features

 

Star

Josh Hartnett

Den Durchbruch brachte ihm die Rolle des Jagdfliegerpiloten in Michael Bays "Pearl Harbor" (2001), wo Josh Hartnett als bester Freund von ...

 

Star

Salma Hayek

Schön wie Mexiko und kleine Frau ganz groß: Ihre Filme sind gepflastert mit heißen Auftritten, sie ist eine der erotischsten Latinas und der ...