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Leihvideo
Erhältlich seit:
07.04.2011
USA 2010
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12
Sean Penn
Naomi Watts
Sam Shepard
Regie: Doug Liman
Tobis Home Entertainment GmbH & Co. KG

Prickelnder Politthriller von "Mr. & Mrs. Smith"-Macher Doug Liman über die skandalöse Enttarnung der CIA-Agentin Valerie Plame und deren Folgen.
"Was ich nicht in Afrika gefunden habe" ist der Titel eines Meinungsartikels, den der ehemalige Botschafter Joseph Wilson im Juli 2003, vier Monate nach dem Beginn des Irakkrieges, in der New York Times veröffentlichte. Zuvor war er auf Anraten seiner als verdeckte CIA-Agentin arbeitenden Frau Valerie Plame vom Geheimdienst nach Niger geschickt worden, um herauszufinden, ob etwas an den Gerüchten dran sei, aus dem armen afrikanischen Land sei im großen Stil angereichertes Uran in den Irak gebracht worden. Wilson kann trotz intensiver Suche nichts finden und meldet es entsprechend. Als Präsident Bush den US-Einmarsch in den Irak allerdings öffentlich damit rechtfertigt, Saddam Hussein habe Uran aus Afrika bezogen, wird Wilson hellhörig. Mit seinem eingangs genannten Artikel gibt er seinen Zweifeln Ausdruck und löst ein mittelschweres politisches Erdbeben aus. Wie er und seine Frau in der Folge unter Druck gesetzt, ihre Namen in den Dreck gezogen werden und dadurch fast ihre Existenz bedroht wird, das behandelt Doug Liman in seinem Politthriller, das einerseits ein flammendes Plädoyer für Zivilcourage, andererseits eine eindringliche Studie eines Ehepaars unter Beschuss ist: Es ist Freiwild in einem nach 9/11 angst- und hasserfüllten Land, das von seiner Regierung nach Belieben manipuliert wird.
Mit Filmen wie "Die Bourne Identität" oder "Mr. & Mrs. Smith" hat sich Liman einen Namen gemacht. Nun spielt er mit seinem couragierten neuen Film erstmals bei den großen Jungs mit. Zwar finden sich Elemente vorgenannter Arbeiten auch in "Fair Game", das auf den gleichnamigen Memoiren von Valerie Plame aus dem Jahr 2007 basiert, aber vor allem lassen sich Elemente der engagierten Filme eines Alan J. Pakula oder Costa-Gavras in der Geschichte entdecken, die als "Plamegate" weltweit für Schlagzeilen sorgte und zuvor bereits von Rod Lurie in seinem in Deutschland nur als Videopremiere erschienenen Film "Nichts als die Wahrheit" wenngleich leicht verklausuliert, aufgegriffen worden war (Kate Beckinsale spielte die Hauptrolle, als Plame-Figur war Vera Farmiga zu sehen). Hohes Tempo ist eines der Merkmale von allen Filmen von Doug Liman. Auch hier gönnt er sich und seinem Publikum kaum eine Sekunde zum Verschnaufen, und doch zählt es zu seinen herausragenden Leistungen, dass man bei der höchst komplexen Geschichte nie den Überblick verliert. Tatsächlich stellt er zwar Wilson und Plame, gespielt von Sean Penn (in seiner ersten Rolle seit dem Oscar-Gewinn mit "Milk") und Naomi Watts, in den Mittelpunkt, aber er fixiert sich nicht auf die beiden Figuren: Um die höchst tragischen unmittelbaren Auswirkungen der sofortigen Suspendierung Plames nach ihrer illegalen Enttarnung als CIA-Agentin durch den konservativen Journalisten Robert Novak zu verdeutlichen, zeigt "Fair Game" in einer Nebenhandlung eine Gruppe von ehemaligen Atomwissenschaftlern im Irak, die den CIA mit Informationen füttert und im Gegenzug von Plame sicher außer Landes geschafft werden sollen - nur dass die Hilfe nie kommt.
Der niederträchtige Racheakt der Bush-Administration, unliebsame Kritiker mundtot zu machen und zu diskreditieren, ist eben nicht nur moralisch verwerflich und illegal, sondern er hat auch unmittelbar Auswirkungen auf das Leben von Menschen. Überhaupt balanciert "Fair Game" das Politische und Private brillant aus und macht deutlich, wie die zunehmende Isolation der in der Öffentlichkeit in Verruf gebrachten Eheleute zu einem Prüfstein wird, der zwar letztlich etwas bequem in einem Showdown überwunden wird, in dem sich der Film arg in die Pose wirft und seine Message mit dem Dampfhammer anbringt. Diesen etwas aufgesetzten Frank-Capra-Moment verzeiht man ihm dennoch von ganzem Herzen. Er hat ihn sich verdient, mit intelligenter und engagierter Unterhaltung. Doug Liman steigt damit in die allererste Riege von Hollywood-Regisseuren auf. ts.
Valerie Plame (NAOMI WATTS) Leben könnte nicht perfekter sein. Sie ist glücklich verheiratet mit Joe (SEAN PENN), einem ehemaligen Botschafter, und hat zwei entzückende Kinder. Nicht einmal ihre engsten Freunde ahnen: Valerie führt ein Doppelleben - sie arbeitet als hochrangige CIA-Agentin. Nur ihr Mann und ihre Eltern wissen von ihrer geheimen Identität. Im Frühjahr 2002 arbeiten die beiden an einem Undercover-Auftrag und fördern Erstaunliches zu Tage: Im Irak können überhaupt keine Atomwaffen existieren. Doch die Bush-Administration ignoriert die brandheiße Entdeckung und zieht in den Krieg gegen Saddam. Bestürzt folgt Joe seinem Gewissen und veröffentlicht seine Erkenntnisse. Die Folgen sind fatal: Valeries Tarnung wird durch eine gezielt lancierte Indiskretion aufgedeckt. Ihre Karriere ist zerstört, das Vertrauensverhältnis zu Joe erschüttert. Schlimmer noch: In der aufgeheizten Stimmung des Landes muss sie um ihr Leben und das ihrer Familie fürchten.
Quelle: Tobis
| Darsteller: | Sean Penn | als Joe Wilson | |
|---|---|---|---|
| Naomi Watts | als Valerie Plame | ||
| Sam Shepard | als Sam Plame | ||
| Noah Emmerich | als Bill | ||
| Michael Kelly | als Jack | ||
| Bruce McGill | als Jim Pavitt | ||
| Ty Burrell | als Fred | ||
| Louis Ozawa Changchien | |||
| Brooke Smith | als Diana | ||
| David Denman | als Dave | ||
| Regie: | Doug Liman | ||
| Buch: | Jez Butterworth | ||
| John-Henry Butterworth | |||
| Musik: | John Powell | ||
| Kamera: | Doug Liman | ||
| Produzent: | Akiva Goldsman | ||
| William Pohlad | |||
| Janet Zucker | |||
| Jerry Zucker | |||
| Doug Liman | |||
| Jez Butterworth | |||
Fair Game in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Engl. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Making of, Interviews, B-Roll, Trailer
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Sean Penn
Nach kleinen Rollen in TV-Filmen und im Theater debütierte Penn 1981 in "Die Kadetten von Bunker Hill" an der Seite von Tom Cruise. Der Durchbruch...
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Naomi Watts
Unter Hollywoods Blondinen ist sie eine der wandlungsfähigsten: sinnlich, spontan, langmähnig, schlank und wild wie eine moderne Monroe. Naomi...
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