"Wer woanders wohnt, denkt auch anders." Diese bittere Erkenntnis macht Ingelore Rechlin, Mutter mit Güte und Herz, in Zeiten der Berliner Mauer in den 60er Jahren. Seit einem halben Jahr trennen ihre jung verheiratete Tochter Beate nicht mehr nur dreißig S-Bahn-Minuten von ihrem Elternhaus sondern eine Staatsgrenze. Im Westteil der Stadt hat sie soeben den ersten Enkel der Familie Rechlin zur Welt gebracht. Doch der Staat verweigert der Familie gegenseitige Besuche, was der frisch gebackenen Oma, die bisher für den festen Zusammenhalt der Familie gesorgt hat, gar nicht gefällt.
Ein Jahr später werden endlich Einreisegenehmigungen für Westberliner Bürger erteilt. Doch Beate ist verändert. Auch zu ihrem Sohn Bernd leidet das gute Verhältnis, als er seine neue Freundin Steffi mit nach Hause bringt. Steffi ist aus der Haft entlassen worden, die sie wegen "Republikflucht" verbüßen musste. Familienvater Hannes und Großvater Erich sehen das Familienleben und die große Politik etwas gelassener. Großer Streit bahnt sich bei Familie Rechlin erst an, als die Mutter erfährt, als Hannes ohne ein Wort zu sagen, in die Partei eingetreten ist.
Quelle: Icestorm