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Kaufvideo
Erhältlich seit:
15.05.2003
Originaltitel: One True Thing
USA 1998
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 12
Meryl Streep
Renée Zellweger
William Hurt
Regie: Carl Franklin
Universal Pictures Germany

Regisseur Carl Franklin, der bislang für seine atmosphärischen Kriminalthriller wie "One False Move" und "Teufel in Blau" bekannt war, inszeniert mit "One True Thing" zur Abwechslung ein einfühlsames Familienporträt, das sich mit Fragen wie Sterblichkeit und Selbstlosigkeit auseinandersetzt. Ohne vordergründige Larmoyanz inszeniert Franklin die Geschichte einer krebskranken Hausfrau, die sich ihr ganzes Leben für ihre Akademiker-Familie aufgeopfert hat und nun auf die Hilfe ihrer karriereorientierten Tochter angewiesen ist. Von einem hervorragenden Ensemble gespielt, erhält diese Eltern-Kind-Beziehungsstudie nachvollziehbare Glaubwürdigkeit, von der sich in erster Linie ein reiferes weibliches Publikum angesprochen fühlen sollte.
Eingerahmt ist die auf dem Roman der New York Times-Kolumnistin Anna Quindlen basierende Story mit einem informellen Verhör der Protagonistin Ellen Gulden ("Jerry Maguire"-Entdeckung Renee Zellweger beweist erneut ihr großes Talent). Sie erinnert sich im Rückblick an die Ereignisse, die zum Tod ihrer unheilbar kranken Mutter (Meryl Streep fügt ihrem beeindruckendem Repertoire ein weiteres Glanzstück hinzu) durch eine Überdosis Morphium führten.
Es ist schnell klar, daß die in New York als Journalistin tätige Harvard-Absolventin Ellen wenig Liebe oder Respekt für ihre Mutter Kate, die nur Hausfrau ist, übrig hat. Ihren Vater George (William Hurt) - einen Literatur-Professor und Schriftsteller - vergöttert Ellen hingegen regelrecht. Als Kate sich einer Krebsoperation unterziehen und versorgt werden muß, beordert George seine Tochter, die Stadt zu verlassen und wieder zu Hause in New Jersey einzuziehen. Die ambitionierte Karrierefrau ist zunächst entrüstet, doch schließlich beugt sie sich dem Willen ihres Vaters. Die im Haushalt eher ungeschickte Ellen ist entsetzt, als sie mit einem Mal gezwungen ist, das Leben ihrer Mutter zu leben, das sie stets verabscheut hat. Es beginnt die emotionale Annäherung an die Mutter, wohingegen sie ihren egoistischen Vater, der seit vielen Jahren Affären mit seinen Studentinnen pflegt, erstmals in einem realistischeren Licht sieht.
Ein am Rande eingeflochtenes Whodunnit erzeugt milde Spannung, doch es ist die psychologische Dynamik, die dem Film seine mitnehmende Dramatik verleiht. Da mag der melodramatische Score auf die Tränendrüse drücken, Regisseur Franklin bleibt in seiner besonnenen Inszenierung stets angenehm ausgewogen. Ein erschütternder Moment, in der Ellen ihrer mit ausfallenden Haaren und Untergewicht jämmerlich anzusehenden Mutter aus der Badewanne hilft, vermittelt zu gleichen Teilen zärtliche Behutsamkeit und herzzerreißende Traurigkeit und bringt das Thema dieses kraftvollen Dramas auf den Punkt, das spielend universelle Emotionen von Wut, Hilflosigkeit, Frustration und Trauer zu wecken versteht. ara.
| Darsteller: | Meryl Streep | als Kate Gulden | |
|---|---|---|---|
| Renée Zellweger | als Ellen Gulden | ||
| William Hurt | als George Gulden | ||
| Tom Everett Scott | als Brian Gulden | ||
| Lauren Graham | als Jules | ||
| Nicky Katt | als Jordan Belzer | ||
| James Eckhouse | als District Attorney | ||
| Patrick Breen | als Mr. Tweedy | ||
| Gerrit Graham | als Oliver Most | ||
| Regie: | Carl Franklin | ||
| Buch: | Karen Croner | ||
| Musik: | Cliff Eidelman | ||
| Kamera: | Declan Quinn | ||
| Produzent: | Harry Ufland | ||
| Jesse Beaton-Franklin | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Tschechisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Am Drehort, Produktionsnotizen, Biographien von Regisseur und Schauspielern, US-Kinotrailer
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