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Fast Food Nation

Satire von Richard Linklater auf die Schattenseiten von McDonalds und Co.


Fast Food Nation

Leihvideo

Erhältlich seit:
01.08.2007

Satire/ Drama

USA 2006
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

Greg Kinnear
Luis Guzmán
Patricia Arquette

Regie: Richard Linklater
Senator Home Entertainment

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Satire von Richard Linklater über die Schattenseiten von McDonalds und Co.

Sieht von außen lecker aus, ist aber verseucht (Foto: Senator) Großansicht

Sieht von außen lecker aus, ist aber verseucht (Foto: Senator)

Don Henderson (Greg Kinnear) ist Marketingchef der Fastfood-Kette "Mickey's". Als sich herausstellt, dass mit Kolibakterien verseuchtes Fleisch in den Verkaufsschlager "The Big One" gelangt ist, macht es sich Henderson zur Aufgabe, dem Skandal auf die Spur zu kommen.

Es beginnt eine Reise, die Dons Blick auf sein Unternehmen grundlegend verändert. Er kommt fiesen Schlachtmethoden und den wahren Ursachen für die schlechte Qualität des Burger-Fleisches auf die Spur. Aber damit nicht genug: Sein Arbeitgeber ist nicht ganz unschuldig an der miserablen Situation ...

Billige Arbeitskräfte sind das A und O für den Erfolg (Foto: Senator) Großansicht

Billige Arbeitskräfte sind das A und O für den Erfolg (Foto: Senator)

Was Amis wollen

"Fast Food Nation" basiert auf dem gleichnamigen Buch des US-Journalisten Eric Schlosser, der 2001 mit seinem Bestseller die dunkle Seite des "All-American Meal" enthüllte. Richard Linklater machte daraus keine Doku, sondern einen Spielfilm, der neben zynischem Humor auf seine tollen Schauspieler, darunter Ethan Hawke, Greg Kinnear und Patricia Arquette, setzt.

Fast Food Nation

Im Gefolge von Filmen wie "Super Size Me" und "We Feed the World" verdirbt uns nun Richard Linklater den Appetit auf einen saftigen Burger.

"Wir müssen alle von Zeit zu Zeit ein wenig Scheiße essen. Das ist genau wie im richtigen Leben ... oder wie glauben sie, dass der Preis von 40 Cents pro Pfund sonst zustande kommt?" In ungefähr diesem Wortlaut rechtfertigt sich Bruce Willis als hemdsärmeliger Rindfleischlieferant gegenüber Don Henderson (Greg Kinnear), dem Marketingchef der florierenden Fast-Food-Kette Mickey's, der untersuchen soll, wie das mit Kolibakterien verseuchte Fleisch in den Verkaufsschlager "The Big One" gelangt ist. Schadensbegrenzung ist nach dem Riesenskandal angesagt und Aufklärung tut not... Es geht bei Richard Linklater (etwas arg) didaktischem Spielfilm also darum, dass der Mensch ist, was er isst. Simpel ausgedrückt: Ein wahrer Scheißkerl, der aus Profitsucht zu allem bereit ist. Ungewohnte Töne für den Regie-Eigenbrötler aus Texas, den man viel eher mit schrägen Zeitgeistkomödien ("Slacker"), gegen den Strich gebürsteten Romanzen ("Before Sunset") oder Real-Life-Animationen ("A Scanner Darkly") in Verbindung bringt.

In drei Erzählstränge unterteilt Linklater als Drehbuchautor seine Geschichte, die auf Eric Schlossers 2001 erschienenem Sachbuchbestseller "Fast Food Nation" beruht, der damals zig Millionen Amerikaner (zumindest kurzzeitig) auf ihre geliebten Big Macs verzichten ließ. Während Henderson recherchiert, macht sich eine Gruppe Mexikaner - darunter Luis Guzmán und die wunderbare Catalina Sandino Moreno aus "Maria voll der Gnade" - illegal über die Grenze auf ins Land der Dollars, um dort unter schlimmsten Bedingungen bei einem Mickey-Zulieferer zu schuften, derweil der hübschen Mickey-Bulettenwenderin Amber (Ashley Johnson) allmählich bewusst wird, wem sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellt und sie sich deshalb einer Gruppe militanter Polit-Aktivisten anschließt.

Klingt konstruiert? Ist es auch - aber durchaus gut gemeint. Vor allem bekommt man auf unterhaltsam-zynische Weise einen guten Eindruck von den Zusammenhängen zwischen Massentierhaltung, Fleischindustrie, der Ausbeutung der (notwendigen) illegalen Arbeiter und dem Niedergang von Bushs, pardon "Gods Own Country". Der Vegetarier Linklater zwingt sein Publikum hinzuschauen, führt es sogar in ein (mexikanisches!) Schlachthaus, wo während des laufenden Betriebs gedreht wurde. Das Würgen könnte einem kommen, ob der dort herrschenden Zustände - und besonders, wenn Willis dann noch herzhaft in ein fettes Hackfleischbrötchen beißt. Da ist einem Kris Kristofferson als knautschgesichtiger Farmer schon lieber, der Cowboyhut-bewehrt fürs gute alte Amerika steht.

Ein smarter, routiniert umgesetzter "Unterrichtsfilm", in dem sich Stars wie Patricia Arquette, Ethan Hawke und der kanadische Popstar Avril Lavigne für einen guten Zweck die Klinke in die Hand geben. Einziges Problem: Die Leute, die an diesem Werk schwer schlucken werden, sind sich der behandelten Problematik längst bewusst - alle anderen sitzen noch bei Burger King und Co. geh.

Darsteller:  Greg Kinnear   als Don Anderson
  Luis Guzmán   als Benny
  Patricia Arquette   als Cindy
  Bruce Willis   als Harry Rydell
  Avril Lavigne   als Alice
  Kris Kristofferson   als Rudy Martin
  Wilmer Valderrama   als Raul
  Catalina Sandino Moreno   als Sylvia
  Ana Claudia Talancon   als Coco
  Juan Carlos Serran   als Esteban
  Armando Hernandez   als Roberto
  Bobby Cannavale   als Mike
  Paul Dano   als Brian
  Ethan Hawke   als Pete
  Ashley Johnson   als Amber
  Esai Morales   als Tony
  Lou Taylor Pucci   als Gerald 'Paco'
  Ellar Salmon   als Jay Anderson
  Dakota Edwards   als Stevie Anderson
  Dana Wheeler-Nicholson   als Debi Anderson
  Roger Cudney   als Terry
  Cherami Leigh   als Kim
  Yareli Arizmendi   als Gloria
  Raquel Gavia   als Rita
  Aaron Himelstein   als Andrew
  Marco Perella   als Tom Watson
  Mónica Cano   als Magdalene
 
Regie:  Richard Linklater  
Buch:  Richard Linklater  
  Eric Schlosser  
Musik:  Bill Elm  
  Friends of Dean Martinez  
Kamera:  Lee Daniel  
Produzent:  Malcolm McLaren  
  Jeremy Thomas  
 

Fast Food Nation in der Fotoshow

 

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