
Wieder mit Vin Diesel und der Originalcrew an Bord geht das Speed- und Boliden-Franchise in seine vierte Runde.
Nachdem Diesel und Paul Walker jeweils eine Fortsetzung komplett aussetzten, ist das Erfolgsduo erstmals wiedervereint - und mit ihm die Damen, die den Franchisestart neben den frisierten Flitzern zur heißen Nummer machten. Diesels Dominic, passend niedergelassen in der Dominikanischen Republik, überfällt nun mit Freundin Letty (Michelle Rodriguez) Tanklaster. Nicht im Stil eines Verlierers, der schlicht mit dem Fahrer auch die Ladung zum Halten bringt, sondern verwegen, zwischen Wagenrennen und Zugüberfall, mit akrobatischen Amazonen, die auf den Tanks herumturnen, um sie abzukoppeln, und Männern, die Gas geben, um die herrenlosen Tanks und Frauen wieder einzusammeln. Als das FBI Dominic Toretto immer näher kommt, verlässt er seine Liebe, um sie schützen, kehrt aber schließlich nach Los Angeles zurück, um sie zu rächen. Denn Letty wurde in seiner Abwesenheit ermordet - von den Männern eines mexikanischen Drogenbarons, dessen Identität auch das FBI aufzudecken versucht. Mit Agent O'Conner (Walker) und dessen Einsatz gegen das Phantom kreuzen sich die Wege der zwei Rivalen, die einmal Freunde waren. Wird der rasende FBI-Beau, der im Original gegen Toretto ermittelte, sich mit der Muscle-Car-Legende und dessen Schwester versöhnen und mit ihr den gemeinsamen Gegner zur Strecke bringen? Antworten liefert Justin Lin, der bereits Teil 3 inszenierte, mit der gewohnten Mischung aus Speed, Kollisionen und Körperkult. Neben dem kinetischen Opener erwartet den Fan eine Jagd durch Los Angeles und zwei weitere durch einen zweispurigen Bergtunnel, in dem Drogen von Mexiko über die US-Grenze gebracht werden.
Der Wirkungsgrad dieser Sequenzen variiert zwischen Spektakel und Verpuffung, wenn im Schnittfieber die Intensität der eigenen Anteilnahme abkühlt. Trotzdem sind es diese Szenen und nicht die Reunion der Toretto-Kleinfamilie, die im Gedächtnis bleiben - zusammen mit den Kollateralreizen, die "Fast & Furious" populär machten. Grimmige Bad Guys, mehr Tattoos als in jedem Knast Mittelamerikas, Untersicht auf schnittige Chassis und die Beine ausgestellter Models, die für die Zielgruppe auch miteinander knutschen dürfen. Und natürlich das Duo Diesel und Walker, das Oscarambitionen hinten anstellt, um mit Präsenz und Posing seine Fans zu unterhalten. Wie beide unlängst verlauten ließen, gerne auch ein weiteres Mal. kob.