DVD Leihvideo

Fata Morgana

Mix aus Abenteuerfilm und Selbstfindungsparabel um ein Paar, das in der Wüste strandet.


Fata Morgana

Leihvideo

Erhältlich seit:
22.02.2008

Drama

Deutschland 2007
Laufzeit: 84 Min.
FSK: ab 12

Matthias Schweighöfer
Marie Zielcke
Jean-Hugues Anglade

Regie: Simon Groß
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Mix aus Abenteuerfilm und Selbstfindungsparabel um ein Paar, das in der Wüste strandet.

Daniel und Laura stecken in der Wüste fest (Foto: Stardust) Großansicht

Daniel und Laura stecken in der Wüste fest (Foto: Stardust)

Daniel (Matthias Schweighöfer) und Laura (Marie Zielcke), ein junges Pärchen aus Deutschland, reisen nach Marokko. Aus einer Laune heraus mieten sie einen Jeep und unternehmen einen Ausflug in die Sahara. Dabei verlassen sie die Sandpiste und lieben sich in den Dünen.

Doch plötzlich springt der Wagen nicht mehr an. So beginnen klassische Abenteuer- und Überlebensdramen und als solches lässt sich dieses cineastische Rätsel auch lesen. Zumal aus dem Nichts ein namenloser Fremder (Jean-Hugues Anglade) auftaucht, das Fahrzeug repariert und verspricht, die beiden in die Zivilisation zurückzuführen - obwohl sein Weg immer tiefer in Wüste führt.

In der Wüste sollte man Fremden nicht trauen (Foto: Stardust) Großansicht

In der Wüste sollte man Fremden nicht trauen (Foto: Stardust)

Abenteuer Selbstfindung

Das auf dem Filmfest München mit dem Förderpreis Deutscher Film ausgezeichnete Debüt von Simon Groß ist ein Mix aus Abenteuerfilm und Selbstfindungsparabel, der keine simplen Deutungsmöglichkeiten zulässt. Bestechend vor allem in der visuellen Umsetzung beweist der Film, dass man mit minimalsten Mitteln maximalen Effekt erzielen kann.

Fata Morgana

Mit seinem Spielfilmerstling gelingt Simon Groß ein cleverer Mix aus Abenteuerfilm und Selbstfindungsparabel, der vor allem auf visueller Ebene besticht.

"Fata Morgana". Der Titel evoziert bei Kinofreaks (wohlige) Erinnerungen, ob Werner Herzogs poetischem Sci-fi-Film um einen dem Untergang geweihten Planeten. Aus dem Jahre 1971 stammt dessen visionäre "Landbeschau", diese einzige große Sinnestäuschung, der der Spielfilmdebütant Simon Groß nun seine gleichnamige Variante folgen lässt. Auf dem Filmfest München 2007 mit dem mit 30.000 Euro dotierten "Förderpreis Deutscher Film" ausgezeichnet, lässt auch Groß' Werk keine simplen Deutungsmöglichkeiten, keine einfachen Erklärungsmodelle zu. Auf seine Arbeit muss man sich einlassen, wie auf einen (Drogen-)Trip, dabei aufs Beste hoffen und sich am (möglichen) bösen Erwachen nicht stören.

Ein solches haben Daniel und Laura, ein junges Pärchen aus Deutschland. Er, überzeugend gespielt von Matthias Schweighöfer ("Soloalbum"), hat gerade das Staatsexamen bestanden, und belohnt nun sich und seine Freundin - passend blass und ungelenk: Marie Zielke ("Agnes und seine Brüder") - mit einem Marokko-Urlaub. Einer Laune folgend mieten sie einen Jeep und unternehmen einen Ausflug in die Sahara. Verlassen die Pisten, lieben sich in den Dünen - da springt der Wagen nicht mehr an. So beginnen klassische Abenteuer- und Überlebensdramen und als solches lässt sich dieses cineastische Rätsel auch lesen. Zumal aus dem Nichts ein namenloser Fremder - Jean-Hugues Anglade ("Killing Zoe") wandelt auf den Spuren von Clint Eastwood - auftaucht, das Fahrzeug repariert und verspricht, die beiden in die Zivilisation zurückzuführen. Obwohl sein Weg immer tiefer in Wüste führt.

Schroff ragen Felsen ins Blau des Himmels, sanft rollen die Dünen, rötlich glänzt der Sand und bis zum Horizont erstreckt sich die Einöde. Die wunderschönen Bilder von Peter Steuger ("101 Reykjavik") sind es, die sich einem zuerst ins Gedächtnis einbrennen und vom (Minimal-)Plot ablenken. Zu sphärischen Klängen (Musik: Mariana Bernoski) passiert - sieht man von einem tosenden Sandsturm ab - nicht viel: Die (gestörte) Kommunikation des Paares beschränkt sich aufs Nötigste, der mysteriöse Helfer weckt bei Laura Begehrlichkeiten und bei Daniel die Eifersucht. Er zersticht die Motorradreifen ihres Retters, setzt sich mit der Partnerin heimlich ab - nur um den Mann ohne Namen in einer verlassenen Wüstenstadt wieder zu treffen. Der Teufel möglicherweise? Eine Fata Morgana, ein Albtraum, eine Reminiszenz an Joseph Conrads "Herz der Finsternis"... Möglich. Auf alle Fälle eine fiebrige Reise ins Ich und der Beweis, dass man mit minimalsten Mitteln maximalen Effekt erzielen kann. geh.

Darsteller:  Matthias Schweighöfer   als Daniel
  Marie Zielcke   als Laura
  Jean-Hugues Anglade   als Nick
 
Regie:  Simon Groß  
Buch:  Simon Groß  
  Nana Ekvtimishvili  
  Stefan Stabenow  
Musik:  Marianna Bernoski  
Kamera:  Peter Steuger  
Produzent:  Fritjof Hohagen  
 

Fata Morgana in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

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Matthias Schweighöfer

Er hat alles drauf, was ein Teen und Twen an Verführungskünsten aufbieten kann: vom sanften Unschuldsblick über die...

 

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Marie Zielcke

Ihre erste Filmrolle in Oskar Roehlers "Silvester Countdown" brachte Marie Zielcke 1998 prompt den Max-Ophüls-Preis als "Beste...