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Fear Dot Com

Horror-Cyber-Thriller um eine gruselige Mordserie unter Internetsurfern in New York.


Fear Dot Com

Leihvideo

Erhältlich seit:
27.01.2004

Thriller/ Horror

Deutschland/Großbritannien/Luxemburg/USA 2002
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 16

Stephen Dorff
Natascha McElhone
Stephen Rea

Regie: William Malone
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Die Macht der Rechner erfährt eine Wandlung zum Bösen: Voyeure bekommen im Netz eine Website des Grauens - der Preis: ihr Tod.

Eine geheimnissvolle Website treibt alle Besucher in den Tod Großansicht

Eine geheimnissvolle Website treibt alle Besucher in den Tod

So hat man New York lange nicht gesehen: in Regen und Zwielicht zeigt sich die Stadt, in der die Lage immer undurchsichtiger wird für Detective Mike Reilly (Stephen Dorff).

Nach vier mysteriösen Todesfällen jagt er einen Serienkiller, der junge Mädchen von der Straße wegfängt und dann im Internet überträgt, was er mit ihnen anstellt - Gewaltverbrechen für alle, sichtbar für jeden, der live dabei sein will.

Aber das ist nicht der einzige Abgrund, den das Netz preisgibt: Mike und die Sonderermittlerin Terry (Natascha McElhone) stoßen auf eine Website des Grauens, die mit sanfter Frauenstimme lockt, verbotene Bilder zu sehen. Und sie decken eine unglaubliche Gemeinsamkeit auf: Alle Opfer besuchten 48 Stunden vor ihrem Tod "Feardotcom".

Als sich die mit den Nachforschungen beauftragte Computerspezialistin Denise auch noch aus dem Fenster stürzt, bleibt nur ein Weg, um herauszufinden, ob in den unergründlichen Tiefen des Internet finster-magische Kräfte walten, oder ob es für den Horror eine Erklärung gibt: der Selbstversuch.

So beginnt für Mike und Terry mit dem Einloggen ein von brutalen Visionen begleiteter Wettlauf gegen das Todesurteil.

Fear Dot Com

Wer glaubt, der größte Terror im Internet ginge von Festplattenkillern, Dialern oder dem globalen Mitteilungszwang aus, den belehrt diese europäisch-amerikanische Koproduktion eines Besseren. Wirklich fürchten muss man eine Website, die neugierige User mit grausamen Bildern konfrontiert und sie innerhalb von zwei Tagen mit Hilfe ihrer eigenen Urängste in den Tod schickt. Hinschauen bedeutet also Selbstmord - keine idealen Voraussetzungen für einen Film, der auf den Spuren von "The Ring", "The Shining" und manchen Inspirationen mehr sein Publikum sucht.

Wenn Paris in Texas liegt, US-Provinz auch in Dänemark ("Dancer in the Dark") oder ein Steven Seagal-Actioner ("Halbtot") auch in Berlin vorstellbar ist, kann man New York auch in Luxemburg finden. Dort nämlich, in alten Fabrikhallen und Industrieanlagen, wurde dieser Thriller gedreht, der in klaustrophobischen Bildausschnitten aus der Not eine Tugend macht und in seiner visuellen Gestaltung auch deutlich mehr überzeugt als in seinem erzählerischen Unterbau. Um noch düsterer als "Sieben" zu wirken, ist New York hier beleuchtungstechnisches Entwicklungsgebiet, selbst wenn Tatorte untersucht oder Obduktionen vorgenommen werden. Der Griff zum Lichtschalter, ein konditioniertes Verhaltensmuster beim modernen Menschen, fehlt - wie auch jede Spur von einem brutalen Serienkiller (Stephen Rea), der junge Frauen bis aufs Blut in den Tod quält und eine interessierte Surfgemeinde live im Internet daran teilhaben lässt. Ist er auch verantwortlich für eine Reihe mysteriöser Todesfälle, für den Schrecken, der den Opfern nach dem letzten Atemzug ins Gesicht gemeißelt zu sein scheint? Das fragen sich Stephen Dorff ("Blade") als Detective und Natasha McElhone ("Solaris") als Beauftragte des Gesundheitsamts. Vielleicht auch der eine oder andere Zuschauer, der weder "The Ring" noch andere aktuellere Horrorfilme gesehen hat und bei kleinen Mädchen, die sich plötzlich materialisieren, noch nicht reflexartig das Weite sucht.

"Feardotcom" ist ein Geisterfilm, in dem die Prämisse einer Website, die jeden ihrer Zuschauer tötet, weniger schreckt als der Intellekt auftretender Figuren. Hier suchen naive Blondinen nachts in Fabrikhallen Sozialkontakte, hier starrt man in dunklen Räumen und grundsätzlich allein auf die Gewaltbilder versprechende Website, deren halluzinogene Reaktionen dann keiner realistisch entwerten oder zumindest beobachten kann. Vergleichbare Unvernunft, wenn auch ohne sadistischen Voyeurismus, sah man allerdings auch in "The Ring", der letztes Jahr gerade auch ein junges Publikum ins Mark traf. Bei diesem liegen dann auch die kommerziellen Chancen dieses Horrorfilms von Spezialist William Malone ("Haunted Hill"), der mit morbider Atmosphäre, expressionistischer Optik und dem einen oder anderen Schockeffekt Beschützerinstinkte weckt. Ein Date-Movie also, das sich zum sommerlichen Starttermin verbaler Interaktion vor der Leinwand sicher sein darf. kob.

Darsteller:  Stephen Dorff   als Mike Reilly
  Natascha McElhone   als Terry Houston
  Stephen Rea   als Alistair Pratt
  Jeffrey Combs   als Sykes
  Nigel Terry   als Turnball
  Michael Sarrazin   als Frank Bryant
  Udo Kier   als Polidori
  Amelia Curtis   als Denise
  Jana Guttgemans   als Kleines Mädchen
  Anna Thalbach   als Kate
  Gesine Cukrowski   als Jeannie
 
Regie:  William Malone  
Buch:  Josephine Coyle  
Musik:  Nicholas Pike  
Kamera:  Christian Sebaldt  
Produzent:  Moshe Diamant  
  Limor Diamant  
 

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