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Fellinis Satyricon

Monumental-monströser Bilderbogen frei nach dem Romanfragment des römischen Schriftstellers Petronius.


Fellinis Satyricon

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Erhältlich seit:
14.03.2008

Originaltitel: Satyricon

Drama

Italien 1969
Laufzeit: 124 Min.
FSK: ab 16

Martin Potter
Hiram Keller
Salvo Randone

Regie: Federico Fellini
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Fellinis Satyricon

Die Römer Encolpius und Ascyltus rivalisieren um die Gunst des Lustknaben Gitone. Sie nehmen an dem in einem Thermalbad stattfindenden Gastmahl des reichen Trimalchio teil, irren durch Vorstädte und Hurenhäuser und erleben ein Scheinbegräbnis des Hausherrn. An einem Strand erwacht, werden sie auf das Piratenschiff des Lichas von Tarent geschleppt. Gerettet, erleben sie mit einer orientalischen Sklavin die Liebe zu dritt. Sie rauben einen als Orakel tätigen Hermaphroditen, der in ihren Armen stirbt. Durch Sümpfe gelangen sie zur dicken Zauberin Oenethea. Ascyltos stirbt, Encolpius will abreisen...

Im Schlussbild verwandelt er sich wie alle Gestalten von Fellinis Sittengemälde aus der dekadenten Antike in eine Figur auf einem rissigen, nur teilweise zu erkennenden Wandfresko im pompejanischen Stil. Fellini nutzte ein Fragment des Satirikers Petronius für seinen erotischen, pompösen, überbordenden und opulenten Bilderbogen. Fantastische Bauten, prunkvolle Schlemmerorgien, barbarische Riten, Sexgelage und Wahnvorstellungen bestimmen das verkommene Rom zu Kaiser Neros Zeiten.

Fellinis Satyricon

Mit diesem ebenso gebildeten wie raffinierten Film lieferte einer der größten Regisseure der Filmgeschichte sein Meisterwerk ab. Federico Fellini, Schöpfer von Klassikern wie "La Dolce Vita", "La Strada" und "8 1/2" wurde dank "Satyricon" für den Oscar[r] nominiert*. Mit einer nie gesehenen visuellen Kraft nimmt der Film den Zuschauer mit auf eine phantastische Reise durch eine absolut dekadente Gesellschaft. Die Zeitreise führt in das derbe, erotisch ausschweifende und hedonistische Rom unter Kaiser Nero. Dort versuchen zwei Jünglinge, sich bei der Werbung um die Gunst eines Lustknaben gegenseitig auszustechen. Der Film zieht Parallelen zur Ich-Bezogenheit moderner Gesellschaften: Für die Bürger Roms steht ihr Vergnügen an erster Stelle. So erfahren sie zwar höchste Sinnesfreuden, aber auch tiefste Verzweiflung und Leere. All das zeigt Fellini in visuell verführerischen Szenen, die den Zuschauer zugleich schockieren und in ihren Bann ziehen.

*1970: in der Kategorie Beste Regie

Quelle: Fox

Darsteller:  Martin Potter   als Encolpius
  Hiram Keller   als Ascyltus
  Salvo Randone   als Eumolpus
  Max Born   als Giton
  Fanfulla   als Vernacchio
  Mario Romagnoli   als Trimalcione
  Capucine   als Trifena
  Alain Cuny   als Lica
  Giuseppe Sanvitale   als Abinna
  Hylette Adolphe  
  Magali Noël  
 
Regie:  Federico Fellini  
Buch:  Federico Fellini  
  Bernardino Zapponi  
Musik:  Nino Rota  
  Ilhan Mimaroglu  
  Tod Dockstadter  
  Andrew Rudin  
Kamera:  Giuseppe Rotunno  
Produzent:  Alberto Grimaldi  
 

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