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Femme Fatale

Visuell berauschender und spannender Film Noir von Brian de Palma, in dem eine Femme Fatale von ihrer kriminellen Vergangenheit verfolgt wird.


Femme Fatale

Leihvideo

Erhältlich seit:
18.11.2003

Thriller

Frankreich/USA 2002
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16

Rebecca Romijn
Antonio Banderas
Peter Coyote

Regie: Brian De Palma
Universum Film

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In seinem neuesten Suspense-Streich schickt Brian De Palma das blonde Gift Rebecca Romijn-Stamos auf (erotisch) gewagten Juwelenraub.

Da wirkt auch ein Bad nicht kühlend: erotischer <br />Film-Noir Vamp

Da wirkt auch ein Bad nicht kühlend: erotischer <br />Film-Noir Vamp

Seit Jahrzehnten sorgt Brian De Palma mit Hits von "Carrie" bis "Mission: Impossible" für Sensationen an den Kinokassen, Werke wie "Body Double" und "Dressed to Kill" zählen längst zur Filmgeschichte. Manche halten ihn, mit seinen immer wieder aufgegriffenen Lieblingsthemen wie Voyeurismus und doppelte Identitäten, für Amerikas Antwort auf Alfred Hitchcock.

Auch in De Palmas neuestem Thriller "Femme Fatale", dessen titelgebende Heldin Laure von Ex-Modell Rebecca Romijn-Stamos ("X-Men") mit viel Lust gespielt wird, ist nichts so wie es scheint. Laure raubt während der Festspiele in Cannes ein sündhaft teures Schmuckstück und lässt ihre Komplizen in den Händen der Polizei zurück.

Jahre später, sie lebt inzwischen unter falschem Namen als Botschaftergattin in Paris, taucht ihr Foto auf der Titelseite einer Illustrierten auf. Und prompt hat sie nicht nur ihre rachedurstigen Ex-Kollegen, sondern auch den Urheber des Bildes, den Paparazzo Nicolas (Beau Antonio Banderas) am Hals, der sich in die undurchsichtige Schöne verliebt hat.

Geschickt vermengt De Palma die Optik des film noir mit einem vertrackten Plot und tollen Schauspielerleistungen. Das Ergebnis ist ein raffiniertes, erotisch-mysteriöses Vexierspiel zwischen Sein und Schein, das nicht nur Fans des Wahlfranzosen begeistern sollte.

Femme Fatale

Ein Fest des Sehens, ein Rausch des Visuellen ist dieser neue Film im Noir-Genre von Brian De Palma. Gedreht und produziert in Frankreich, wo der US-Regisseur seit knapp zwei Jahren lebt, spielt der elegante Thriller mit einer neuerlichen Variation der De-Palma-Thematik Obsession und Voyeurismus. Explizite erotische Szenen und stimmig genau gesetzter Suspense dürften ein nicht zu kleines Spezialistenpublikum, alle Krimi-Liebhaber und natürlich die Fans des Regisseurs ins Kino ziehen.

"Viele meiner neuen Ideen stammen aus Träumen, in denen die eigenen Obsessionen regelmäßig auftauchen": Brian De Palma, der sich selbst als jemand mit viel Glück bezeichnet, hatte die Grundzüge des Drehbuchs zu "Femme Fatale" vier Wochen nach seiner Ankunft in Paris im Kopf. Da wird ihm Billy Wilders Noir-Klassiker "Frau ohne Gewissen" aus dem Jahre 1944 nachdrücklich herum gespukt haben, mit dem "Femme Fatale" nun mit einem Kotau vor dem jüngst verstorbenen Meister anfängt. Raffiniert die Bildkomposition (Kamera: Thierry Arbogast) dieses Films vom ersten Moment an: der Wilder-Ausschnitt mit Barbara Stanwyck füllt die Leinwand, schwarz-weiß, und darin spiegelt sich in Farbe De Palmas Titeldarstellerin Rebecca Romijn-Stamos, eine Hitchcocksche kühle Blonde, die sich den alten Film im Fernsehen anschaut. Die Beziehung ist optisch hergestellt - "Film ist eine Frage der Beobachtung", so De Palma, dessen Voyeurskünste hier hochstilisiert zur Geltung kommen und die Manipulierbarkeit der Bilder deutlich demonstrieren. Die Femme fatale ist eine eiskalte Profi-Betrügerin, die gleich am Anfang zu dem spektakulärsten Coup des Films ausholt. In einer knapp 20 Minuten dauernden Sequenz zu den ostinat intensiven Tönen von Ryuchi Sakamotos Variation des Ravel-"Bolero" verführt die kühle Blonde beim Festival in Cannes während einer Galavorstellung auf der Damentoilette des Palais die Begleiterin des Regisseurs Régis Wargnier. Kunstvoll lasziv entwendet sie dabei die diamantbesetzte massiv goldene Schlange - einziges, aber dafür millionenschweres Oberbekleidungsstück des halbnackten Starlets. Schauplatz dieser höchst elegant gefilmten und geradezu boleroesk montierten lesbischen Diebstahlsorgie ist eine todschicke, hypermoderne Damentoilette, wie sie so im Festivalpalais von Cannes nicht existiert. Dafür aber ist der Präsident des Festivals, Gilles Jacob, echt. Nach diesem grandiosen, virtuosen Auftakt trickst Laura, sie heißt beziehungsvoll wie Otto Premingers legendäre Noir-Titelheldin, ihre Auftraggeber aus, und De Palma inszeniert nun eine etwas fahrige Krimihandlung. Da fehlt auch nicht eines seiner Lieblingsmotive, wie beispielsweise das Double, die andere Identität, die die Hauptfigur Suspense-fördernd annimmt, thematisiert auch in seinem früheren Film "Body Double". Sie taucht für kurze Zeit als brave Bürgerstochter unter, begegnet einem Paparazzo-Fotografen, den Antonio Banderas routiniert und ein wenig ratlos spielt, und bekommt auf mysteriöse Weise einen Pass für die Flucht aus Frankreich, wohin sie dann sieben Jahre später wieder zurückkehrt, mittlerweile als Gattin des US-Botschafters (Peter Coyote) in Paris. Der Fotograf erkennt sie wieder, landet seinerseits einen Coup mit Titelseiten-Fotos von Laura und ruft die Polizei auf den Plan. "Das Kino lügt, 24 Bilder pro Sekunde", sagt Brian De Palma in einem Interview, "Man weiß nicht mehr, was wahr oder unwahr ist." Und das ist das Schöne an "Femme Fatale": eine irisierende, schillernde Bildersinfonie, die kaleidoskopartig, sogar mit Splitscreen-Sequenzen, in den Köpfen der Zuschauer zum Klingen kommt. fh.

Darsteller:  Rebecca Romijn   als Laure/Lily
  Antonio Banderas   als Nicolas Bardo
  Peter Coyote   als Bruce Watts
  Eriq Ebouaney   als Black Tie
  Edouard Montoute   als Racine
  Rie Rasmussen   als Veronica
  Thierry Frémont   als Serra
  Gregg Henry   als Leonard Shiff
  Fiona Curzon   als Stanfield Phillips
  Daniel Milgram   als Pierre/Barmann
  Eva Darlan   als Lilys Mutter
  Sandrine Bonnaire   als Sandrine Bonnaire
  Régis Wargnier   als Régis Wargnier
  Gilles Jacob   als Gilles Jacob
 
Regie:  Brian De Palma  
Buch:  Brian De Palma  
Musik:  Ryuichi Sakamoto  
Kamera:  Thierry Arbogast  
Produzent:  Tarak Ben Ammar  
  Marina Gefter  

Maulkorb für die schöne Rebecca

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"Femme Fatale" Rebecca

#LEFT]Blau glänzend, atemberaubend und höchst wandlungsfähig - so wurde Ex-Model Rebecca Romijn-Stamos in "X-Men" berühmt: In Bryan Singers Mutantenspektakel spielte sie die Shapeshifterin Mystique.

Auch im zweiten Teil wird Rebecca ihre blauen Kurven zeigen. Mehr als die Tatsache, dass in "X-Men 2" alle Darsteller aus Teil 1 dabei sind, ist aber kaum bekannt. Der Grund: Den Beteiligten wurde von den Machern ein Maulkorb verpasst. So weit so gut, wenn nicht die findigen Filmmagnaten trotzdem eine Pressekonferenz einberufen hätten. Das Resultat: Eine Stunde Schweigen.

"Ich darf nichts über den Film verraten", erklärt Romijn-Stamos. "Auf der Pressekonferenz waren alle Schauspieler, Bryan und Hunderte von Reportern, die uns Fragen stellen wollten. Wir saßen da, starrten Bryan an und antworteten immer nur: 'Sorry, ich darf nichts sagen.' Es war absolut bescheuert."

Offen sprechen darf Rebecca dagegen über den Thriller "Femme fatale", für den sie derzeit auf Promo-Tour ist (US-Start am 8.11.). Wie der Titel schon erahnen lässt, wurde ihr die Rolle von Brian de Palma quasi auf den Leib geschneidert.

Romijn-Stamos spielt Laure Ash, die für ihre Auftraggeber auf einer Mode-Show Diamanten im Wert von 10 Mio. Dollar rauben soll. Doch sie brennt mit der Beute durch und fängt ein neues Leben mit neuer Identität als Ehefrau an. Als ein Fotograf (Antonio Banderas) zufällig einen Schnappschuss von ihr macht, fliegt ihre Tarnung auf.

 

Femme Fatale in der Fotoshow

 

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Rebecca Romijn

Ihren Namen, so erklärt Rebecca Romijn, spricht man "wie den Romana-Salat" - der auf Englisch "Romäin" heißt. Wie Jennifer Garner, Michelle...

 

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Antonio Banderas

Mit seiner Tollkühnheit, Artistik und eleganten Körpersprache als Degen schwingender, glutvoller und von mitreißender Spielfreude...