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Leihvideo
Erhältlich seit:
18.11.2003
Frankreich/USA 2002
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16
Rebecca Romijn
Antonio Banderas
Peter Coyote
Regie: Brian De Palma
Universum Film

Ein Fest des Sehens, ein Rausch des Visuellen ist dieser neue Film im Noir-Genre von Brian De Palma. Gedreht und produziert in Frankreich, wo der US-Regisseur seit knapp zwei Jahren lebt, spielt der elegante Thriller mit einer neuerlichen Variation der De-Palma-Thematik Obsession und Voyeurismus. Explizite erotische Szenen und stimmig genau gesetzter Suspense dürften ein nicht zu kleines Spezialistenpublikum, alle Krimi-Liebhaber und natürlich die Fans des Regisseurs ins Kino ziehen.
"Viele meiner neuen Ideen stammen aus Träumen, in denen die eigenen Obsessionen regelmäßig auftauchen": Brian De Palma, der sich selbst als jemand mit viel Glück bezeichnet, hatte die Grundzüge des Drehbuchs zu "Femme Fatale" vier Wochen nach seiner Ankunft in Paris im Kopf. Da wird ihm Billy Wilders Noir-Klassiker "Frau ohne Gewissen" aus dem Jahre 1944 nachdrücklich herum gespukt haben, mit dem "Femme Fatale" nun mit einem Kotau vor dem jüngst verstorbenen Meister anfängt. Raffiniert die Bildkomposition (Kamera: Thierry Arbogast) dieses Films vom ersten Moment an: der Wilder-Ausschnitt mit Barbara Stanwyck füllt die Leinwand, schwarz-weiß, und darin spiegelt sich in Farbe De Palmas Titeldarstellerin Rebecca Romijn-Stamos, eine Hitchcocksche kühle Blonde, die sich den alten Film im Fernsehen anschaut. Die Beziehung ist optisch hergestellt - "Film ist eine Frage der Beobachtung", so De Palma, dessen Voyeurskünste hier hochstilisiert zur Geltung kommen und die Manipulierbarkeit der Bilder deutlich demonstrieren. Die Femme fatale ist eine eiskalte Profi-Betrügerin, die gleich am Anfang zu dem spektakulärsten Coup des Films ausholt. In einer knapp 20 Minuten dauernden Sequenz zu den ostinat intensiven Tönen von Ryuchi Sakamotos Variation des Ravel-"Bolero" verführt die kühle Blonde beim Festival in Cannes während einer Galavorstellung auf der Damentoilette des Palais die Begleiterin des Regisseurs Régis Wargnier. Kunstvoll lasziv entwendet sie dabei die diamantbesetzte massiv goldene Schlange - einziges, aber dafür millionenschweres Oberbekleidungsstück des halbnackten Starlets. Schauplatz dieser höchst elegant gefilmten und geradezu boleroesk montierten lesbischen Diebstahlsorgie ist eine todschicke, hypermoderne Damentoilette, wie sie so im Festivalpalais von Cannes nicht existiert. Dafür aber ist der Präsident des Festivals, Gilles Jacob, echt. Nach diesem grandiosen, virtuosen Auftakt trickst Laura, sie heißt beziehungsvoll wie Otto Premingers legendäre Noir-Titelheldin, ihre Auftraggeber aus, und De Palma inszeniert nun eine etwas fahrige Krimihandlung. Da fehlt auch nicht eines seiner Lieblingsmotive, wie beispielsweise das Double, die andere Identität, die die Hauptfigur Suspense-fördernd annimmt, thematisiert auch in seinem früheren Film "Body Double". Sie taucht für kurze Zeit als brave Bürgerstochter unter, begegnet einem Paparazzo-Fotografen, den Antonio Banderas routiniert und ein wenig ratlos spielt, und bekommt auf mysteriöse Weise einen Pass für die Flucht aus Frankreich, wohin sie dann sieben Jahre später wieder zurückkehrt, mittlerweile als Gattin des US-Botschafters (Peter Coyote) in Paris. Der Fotograf erkennt sie wieder, landet seinerseits einen Coup mit Titelseiten-Fotos von Laura und ruft die Polizei auf den Plan. "Das Kino lügt, 24 Bilder pro Sekunde", sagt Brian De Palma in einem Interview, "Man weiß nicht mehr, was wahr oder unwahr ist." Und das ist das Schöne an "Femme Fatale": eine irisierende, schillernde Bildersinfonie, die kaleidoskopartig, sogar mit Splitscreen-Sequenzen, in den Köpfen der Zuschauer zum Klingen kommt. fh.
| Darsteller: | Rebecca Romijn | als Laure/Lily | |
|---|---|---|---|
| Antonio Banderas | als Nicolas Bardo | ||
| Peter Coyote | als Bruce Watts | ||
| Eriq Ebouaney | als Black Tie | ||
| Edouard Montoute | als Racine | ||
| Rie Rasmussen | als Veronica | ||
| Thierry Frémont | als Serra | ||
| Gregg Henry | als Leonard Shiff | ||
| Fiona Curzon | als Stanfield Phillips | ||
| Daniel Milgram | als Pierre/Barmann | ||
| Eva Darlan | als Lilys Mutter | ||
| Sandrine Bonnaire | als Sandrine Bonnaire | ||
| Régis Wargnier | als Régis Wargnier | ||
| Gilles Jacob | als Gilles Jacob | ||
| Regie: | Brian De Palma | ||
| Buch: | Brian De Palma | ||
| Musik: | Ryuichi Sakamoto | ||
| Kamera: | Thierry Arbogast | ||
| Produzent: | Tarak Ben Ammar | ||
| Marina Gefter | |||
Femme Fatale in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: Vollbild (4:3)
Star
Rebecca Romijn
Ihren Namen, so erklärt Rebecca Romijn, spricht man "wie den Romana-Salat" - der auf Englisch "Romäin" heißt. Wie Jennifer Garner, Michelle...
Star
Antonio Banderas
Mit seiner Tollkühnheit, Artistik und eleganten Körpersprache als Degen schwingender, glutvoller und von mitreißender Spielfreude...
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