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Fight Club

Eine Art "Uhrwerk Orange" für das Millennium, in der der Untergang der männerbestimmten Gesellschaft heraufbeschworen wird.


Fight Club (Remastered)

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Erhältlich seit:
04.11.2010

Drama/ Thriller

USA 1999
Laufzeit: 139 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)

Brad Pitt
Edward Norton
Helena Bonham Carter

Regie: David Fincher
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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"Uhrwerk Orange" für's Millennium: David Fincher zeichnet in seinem vielschichtigen Meisterwerk eine so kritisch wie spannende Vision vom gewaltsamen Aufstand der Mediokren.

Tyler Durden holt gerne zum ersten Schlag aus (Foto: Fox) Großansicht

Tyler Durden holt gerne zum ersten Schlag aus (Foto: Fox)

Ein von Schlaflosigkeit geplagter Yuppie findet beim charismatischen Tyler Durden Unterschlupf, nachdem er seine Wohnung verloren hat. Schon bald entwickelt sich zwischen den beiden eine heftige Schlägerei, die mit der Erkenntnis endet, dass man sich nach einem blutigen Faustkampf so richtig befreit und gut fühlt.

Also wird der "Fight Club" gegründet, zu dem immer mehr Männer erscheinen. Natürlich gibt es eine strenge Schweigepflicht, die nur die Fäuste für sich sprechen lässt. Die neue Art der Selbsttherapie findet regen Anklang und verbreitet sich wie ein Virus unter der amerikanischen Bevölkerung. Alles läuft nach Tylers Plan, der eigentlich nach sehr viel Höherem strebt, als nur der Clubvorstand zu sein.

Edward Norton hält den "Fight Club" für eine famose Idee (Foto: Fox) Großansicht

Edward Norton hält den "Fight Club" für eine famose Idee (Foto: Fox)

Schlag ins Gesicht

Nach Meisterwerken wie "Sieben" und auch "Alien 3" provoziert Ausnahmeregisseur David Fincher mit einem Rundumschlag gegen die Götzen der modernen Konsumgesellschaft. In der genialen Adaption von Chuck Palahniuks Roman wird auf ebenso mutige wie unterhaltsame Weise über den "Aufstand des Mittelmaßes" spekuliert.

Das visuell aufregende, inhaltlich beklemmende und mit Brad Pitt, Edward Norton und Helena Bonham Carter erstklassig besetzte Drama sorgte bereits beim Kinostart für hitzige Diskussionen.

Fight Club (Remastered)

"Rede nicht über den Fight Club!" So lautet die erste (und zweite) Regel des "Fight Club". Spätestens ab 15. Oktober, dem US-Starttermin, dürfte sie gebrochen werden, denn an David Finchers viertem Spielfilm werden sich die Gemüter erhitzen wie einst an Stanley Kubricks Gewaltsatire "Uhrwerk Orange". Mit einem Rundumschlag gegen die Götzen der modernen Konsumgesellschaft läßt der Regisseur in dem vermutlich mutigsten Studiofilm des Jahrzehnts buchstäblich die Säulen der Zivilisation einstürzen, um in den Trümmern nach der Ruine Mensch zu forschen. Was Fincher zu Tage fördert, ist nicht hübsch, aber packend, kolossal unterhaltsam und nicht zuletzt dank der Mitwirkung der Stars Brad Pitt und Edward Norton hochkommerziell.

David Fincher bleibt seiner Faszination für düstere Stoffe treu, aber so konsequent und komplex wie in seiner Verfilmung des subversiven Romans von Chuck Palahniuk hat er seine Vision von einer dem Untergang geweihten Zivilisation noch nie formuliert. Am nächsten steht "Fight Club" sicherlich seinem kalten Thriller "The Game". Da federte er die Downward Spiral eines seiner Identität und aller Besitztümer beraubten Mannes noch mit Netz und doppeltem Boden ab. In seinem neuen Film macht Fincher keine Gefangenen mehr: Das wird bereits in der ersten Einstellung des Films deutlich, in der die namenlose, von Edward Norton gespielte Hauptfigur mit einer Pistole im Mund bedroht wird. Unmittelbar danach springt der Film sechs Monate zurück, um von den Ereignissen zu berichten, die zu der lebensbedrohlichen Situation führten. Es ist der Startschuß für einen Spießrutenlauf durch alle erdenkbaren Auswüchse und Krankheiten der Zivilisation - inklusive ihrer Bekämpfung. Die Symptome - chronische Schlaflosigkeit, Sucht nach Labelluxus, Gewaltbereitschaft, Amokläufe etc. - werden als Schutzschild entlarvt, hinter denen sich der moderne Mann verschanzt, um seine hinfällig gewordenen Jägerinstinkte unter Kontrolle halten zu können - bis der Druck zu hoch wird.

Der Erzähler lernt den charismatischen Seifenhersteller Tyler Durden (Brad Pitt als lässigster Bastard der Filmgeschichte) kennen, das Gegenteil von ihm. Bei Tyler findet er Unterschlupf, nachdem seine Wohnung bei einem vermeintlichen Unfall in die Luft gejagt wird. Ein Gerangel zwischen den beiden entwickelt sich zu einer Schlägerei, die mit der Erkenntnis endet, daß sich beide nach den Hieben viel besser fühlen. Fight Club ist geboren: Immer mehr junge, erfolgreiche Männer versammeln sich, um sich gegenseitig zu vermöbeln - und gestärkt wieder in den Alltag zu gehen. Wie ein Virus greift Fight Club um sich, doch für Tyler ist der Kampfverein nur die erste Stufe in seinem Plan, Amerika in die Knie zu zwingen.

Unklar bleibt, ob alles nur eine von Insomnia bedingte Einbildung des Erzählers ist. In einer Abfolge gleichzeitig real und surreal wirkender Szenen apostrophiert Fincher in seiner provokativen Komödie das Ende der Welt, wie wir sie kennen, und zwingt den Zuschauer zur Identifikation mit seinem nihilistischen Heldenduo. Deren Coolness ist, wie vieles in diesem hinterfotzigen Film, allerdings auch nur eine Fassade, eine falsche Fährte. Denn der Segen ist auch Fluch, aus Freiheit erwächst hier Faschismus, weil nur Konformität und Gehorsam die Leiden des Individuums lindern kann. "Fight Club" hält keine einfachen Antworten bereit, sondern dem Zuschauer einfach den Spiegel vor. Er ist kontrovers, widersprüchlich und ganz schön krank. Wenn Fincher seine mutigen Stars lachend in die Kreissäge marschieren läßt, dann will er die Konfrontation - und das kann wehtun wie eine Keilerei im "Fight Club". Sicher ist, daß man sich danach besser fühlt. ts.

Fight Club (Remastered)

Hochbezahlter Job, Designerwohnung, goldene Kreditkarte und teure Versicherung: für den Mann der modernen Zivilisation gibt es keine Herausforderungen mehr ... bis er auf Tyler Durden trifft. Der charismatische Visionär nimmt die orientierungslosen, abgestumpften Seelen unter seine Fittiche und lehrt sie, wieder zu fühlen - vor allem Schmerz. Im "Fight Club" prügeln sie sich mit nackten Fäusten die Langeweile aus dem Leben. Immer mehr Männer drängen nachts in den Club, immer brutaler werden die Kämpfe. Doch für Tyler ist gerade mal die erste Stufe erreicht ...

Quelle: Studiocanal

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Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Brad Pitt   als Tyler Durden
  Edward Norton   als Erzähler
  Helena Bonham Carter   als Marla Singer
  Meat Loaf   als Robert Paulsen
  Jared Leto   als Angel Face
  Ezra Buzzington   als Techniker
 
Regie:  David Fincher  
Buch:  Jim Uhls  
Musik:  The Dust Brothers  
Kamera:  Jeff Cronenweth  
Produzent:  Art Linson  
  Cean Chaffin  
  Ross Grayson Bell  

Pitt spielte die coolste Filmfigur aller Zeiten

...und es lag bestimmt nicht nur an seinem durchtrainierten, freien Oberkörper.

Als imaginärer Freund von Edward Norton blieb Brad Pitt in "Fight Club" in Erinnerung (Foto: Fox) Großansicht

Als imaginärer Freund von Edward Norton blieb Brad Pitt in "Fight Club" in Erinnerung (Foto: Fox)

"Die erste Regel des 'Fight Club' lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club." Nun ja, Tyler Durden wird es verschmerzen, dass an dieser Stelle zumindest über IHN gesprochen wird. Seine Figur wurde in einer Umfrage zum "Greatest Movie Character" aller Zeiten gewählt. Brad Pitts schlagkräftige Rolle verdrängte damit sogar den Mega-Bösewicht Darth Vader aus "Star Wars" auf Platz zwei.

Der Anfang 2008 verstorbene Heath Ledger war als Joker in "The Dark Knight" so brilliant, dass ihm die Befragten den dritten Platz zugestanden. Gleich zweimal in den Top 10 vertreten ist Harrison Ford: Seine Interpretation von Han Solo in der "Star Wars"-Reihe brachte ihm Platz vier. Auf Platz sechs schafft es immerhin Abenteuerer "Indiana Jones".

Psychopathischer Serienkiller verdrängt tuntigen Piraten

Zwischen Harrison Ford nistet sich Anthony Hopkins ein, der als Hannibal Lecter in "Das Schweigen der Lämmer" Filmgeschichte schrieb. Den Bademantelträger The Dude aus "The Big Lebowski" wählten die Befragten auf Platz sieben. Als einzige Frau schafft es Ellen Ripley aus den "Alien"-Filmen unter die beliebtesten zehn Figuren. Sie schob sich noch zwischen Johnny Depps Captain Jack Sparrow aus "Fluch der Karibik" und Marlon Brandos Vito Corleone aus "Der Pate".

 

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