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Leihvideo
Erhältlich seit:
22.06.2007
USA 2006
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12
Ryan Phillippe
Jesse Bradford
Adam Beach
Regie: Clint Eastwood
Warner Home Video Germany

Clint Eastwood betreibt mit seinem ambitionierten Kriegsfilm um die legendäre Schlacht auf der japanischen Insel Iwo Jima anno 1945 sowohl patriotische Geschichtsaufarbeitung als auch kritische Auseinandersetzung mit Heldenverehrung.
Das historische Foto der fünf Soldaten und des Navymatrosen, die das Sternenbanner auf Mount Suribachi hissten, inspirierte im Zweiten Weltkrieg eine ganze Generation und evoziert für Amerikaner noch heute tiefsten Nationalstolz. Die Definition von Gut und Böse, Held und Übeltäter ist jedoch von jeher realistisch gesehen nicht mit idealistischer Schwarzweißmalerei zu bewerkstelligen. Dies vermeidet Eastwood, der sich 20 Jahre nach "Heartbreak Ridge" erstmals wieder dem Kriegsfilm zuwendet, auch tunlichst. In Abweichung seines generell eher geradlinigen Stils erzählt Eastwood komplex und verschlungen in chronologisch hin- und herspringenden Flashbacks von der höllischen Schlacht (mit etlichen beeindruckenden CGI-Aufnahmen) und der folgenden bombastischen Publicitytour, die zur Verkaufsankurbelung von Kriegsanleihen organisiert wurde. Eingeklammert wird die Story zudem mit Szenen vom gealterten Kriegsveteran John "Doc" Bradley und später seinem recherchierenden Sohn James. Auf seinem Tatsachenbuch beruht das Skript von Paul Haggis ("Million Dollar Baby") und William Brayley Jr.("Jarhead"). Letzterer hatte den ersten Entwurf für Steven Spielberg geschrieben, der ursprünglich die Rechte erworben hatte und nun als Produzent auftritt. Folglich erinnern die Gefechtsszenen, die in monochromatisch dunkel-dreckiger Farbpalette ein höllisches Pandemonium schildern, nicht von ungefähr an Spielsbergs Genremeilenstein "Der Soldat James Ryan". Ebenso schonungslos sind die von Kameramann Tom Stern eingefangenen Details: zerfetzende Schusswunden, abgerissene Gliedmaßen, brennende Körper, hervorquellende Gedärme, von Panzern überrollte Tote und Verwundete. Von den Männern, die die Fahne gehisst hatten, überleben drei: der introvertiert-stille Bradley (Ryan Phillippe fungiert als sympathische Identifikationsfigur), der charmant-opportunistische Rene Gagnon (Jesse Bradford) und der sein emotionales Trauma in Alkohol ertränkende Indianer Ira Hayes (Oscar-Buzz für Adam Beach aus "Smoke Signals"). Sie werden vorzeitig von der Front abgezogen und dem Volk als verehrungswürdige Helden verkauft - auch wenn dies tatsächlich nicht bedingungslos der Fall ist und ihnen der Medienzirkus selbst (abgesehen von Gagnon) mehr als peinlich ist. Ihr Werdegang nach dem Krieg wird ebenfalls angeschnitten und rundet das zur Nachdenklichkeit anregende Kriegsdrama ab.
Eastwood, der wie gewohnt auch die Musik komponierte, liegt daran zu zeigen, dass es letztendlich keine Helden, wie sie im Volksmythos gerne kreiert werden, gibt. Er skizziert sie (insbesondere im Fall von Hayes) als tragische Figuren, die über menschliche Attribute sowie Ecken und Kanten verfügen. Dabei wird die Erinnerung an sie persönlich selbstverständlich in keiner Weise angegriffen, dies bleibt geldgierigen Politikern, die scheinheilig auf flammenden Patriotismus pochen, vorbehalten. Damit schlägt der zweifache Oscargewinner eine recht unverkennbare Gedankenbrücke zur aktuellen Situation im Irak, was den teils auf Island gedrehten Film nicht nur für nostalgische Kriegsveteranen relevant machen sollte. Erwähnenswert ist zudem, dass die lebende Legende bereits "Letters From Iwo Jima" abgedreht hat, worin die Ereignisse aus japanischer Sicht erzählt werden. Dirty Harry weiß eben wie man explosive Geschütze auffährt. ara.
| Darsteller: | Ryan Phillippe | als John "Doc" Bradley | |
|---|---|---|---|
| Jesse Bradford | als Rene Gagnon | ||
| Adam Beach | als Ira Hayes | ||
| John Benjamin Hickey | als Keyes Beech | ||
| John Slattery | als Bud Gerber | ||
| Barry Pepper | als Mike Strank | ||
| Jamie Bell | als Ralph Ignatowski | ||
| Paul Walker | als Hank Hansen | ||
| Robert Patrick | als Col. Chandler Johnson | ||
| Neal McDonough | als Capt. Severance | ||
| Melanie Lynskey | als Pauline Harnois | ||
| Thomas McCarthy | als James Bradley | ||
| Chris Bauer | als Commandant Vandegrift | ||
| Judith Ivey | als Belle Block | ||
| Joseph Cross | als Franklin Sousley | ||
| Regie: | Clint Eastwood | ||
| Buch: | Paul Haggis | ||
| William Broyles jr. | |||
| Musik: | Clint Eastwood | ||
| Kamera: | Tom Stern | ||
| Produzent: | Steven Spielberg | ||
| Clint Eastwood | |||
| Robert Lorenz | |||
Flags of Our Fathers in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Dt. f. Hörg., Portugiesisch
Bildformat: 1:2,40/16:9
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