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Fleisch ist mein Gemüse

Melancholische Coming-of-Age-Story mit skurrilen Figurenarsenal nach den Erinnerungen der Kutltfigur Heinz Strunk.


Fleisch ist mein Gemüse

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Erhältlich seit:
20.11.2008

Komödie/ Drama

Deutschland 2008
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 12

Heinz Strunk
Maxim Mehmet
Andreas Schmidt

Regie: Christian Görlitz
Universal Pictures Germany

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Melancholische Coming-of-Age-Story mit skurrilem Figurenarsenal nach den Erinnerungen der Kultfigur Heinz Strunk.

Trostlos ist das Leben des Heinz Strunk (Foto: Universal) Großansicht

Trostlos ist das Leben des Heinz Strunk (Foto: Universal)

Heinz Strunk (Maxim Mehmet) hat's wahrlich nicht leicht im Leben. Aufgewachsen mit einer schwerkranken, depressiven Mutter und neben einer suizidgefährdeten, fettleibigen Nachbarin im tristen Hamburger Arbeiterviertel Harburg, muss sich der junge Mann mit einer Akne herumplagen, die seinen Körper komplett mit hässlichen Eiterpusteln übersät.

Doch wenigstens wurde Heinz von der Muse geküsst. Als talentierter Saxophonspieler landet er bei der Tanzkapelle "Tiffanys" und wirft fortan unter der Regie des eigensinnigen Bandleaders Gurki (Andreas Schmidt) auf Schützenfesten und Dorfhochzeiten seine musikalischen Perlen vor die Säue, sprich, vors alkoholisierte Publikum.

Wenn die "Tiffanys" spielen geht so richtig die Post ab (Foto: Universal) Großansicht

Wenn die "Tiffanys" spielen geht so richtig die Post ab (Foto: Universal)

Polonaise an der Nordseeküste

Und während das Volk nach Schlager-Schmankerln wie "An der Nordseeküste" oder "Polonaise Blankenese" lechzt, bastelt der scheue Heinz an seiner Karriere als Musikproduzent. Erfolglos. Bis eines Tages die kesse Jette (Anna Fischer) in sein Leben tritt.

Eine melancholisch-schräge Coming-of-Age-Story mit überaus skurrilem Figurenarsenal ist diese Adaption von den Jugenderinnerungen der Kultfigur Heinz Strunk. Gelungen ist insbesondere die erschreckend detailgetreue Schilderung von ländlichen Festivitäten und die Wiedergabe des 80er-Jahre-Zeitkolorit sowie die Schauspielperformance von Andreas Schmidt.

Fleisch ist mein Gemüse

Schräge Adaption des autobiografischen Romans aus der Feder der norddeutschen Kultfigur Heinz Strunk, die nun auch den Rest der Republik zu erobern sucht.

Komik ist universell. Wie sonst hätten es die österreichischen Kabarettisten Grissemann und Stermann einen Film lang eingesperrt in einem Auto mit ihrem norddeutschen Kollegen Heinz Strunk aushalten können? Kommerzieller Erfolg war "Immer nie am Meer" dennoch nicht beschieden. Das könnte sich bei Strunks zweitem Kinoauftritt ändern - schließlich wurden mit "Fleisch ist mein Gemüse" nun dessen ziemlich authentischen Memoiren verfilmt, die bereits in Buchform (über 250.000 verkaufte Exemplare), später als Hörbuch und als Musical der Renner waren. Besonders lustig ist das allerdings nicht, was Autor und Regisseur Christian Görlitz (Grimme-Preis für "Freier Fall") in seiner Adaption zeigt, eher traurig, dramatisch und tragikomisch. Denn Heinz Strunk (Maxim Mehmet) hat's wahrlich nicht leicht im Leben. Aufgewachsen ist er mit einer schwerkranken, depressiven Mutter und neben einer suizidgefährdeten, fettleibigen Nachbarin im tristen Hamburger Arbeiterviertel Harburg muss sich der junge Mann mit einer Akne herumplagen, die seinen Körper komplett mit hässlichen Eiterpusteln übersät. Doch wenigstens wurde Heinz von der Muse geküsst. Als talentierter Saxophonspieler landet er bei der Tanzkapelle "Tiffanys" und wirft fortan unter der Regie des eigensinnigen Bandleaders Gurki (Andreas Schmidt) auf Schützenfesten und Dorfhochzeiten seine musikalischen Perlen vor die Säue, sprich, vors alkoholisierte Publikum. Und während das Volk nach Schlager-Schmankerln wie "An der Nordseeküste" oder "Polonaise Blankenese" lechzt, bastelt der scheue Heinz an seiner Karriere als Musikproduzent. Erfolglos. Bis eines Tages die kesse Jette (Anna Fischer) in sein Leben tritt.

Was den Alltag zwischen Rauchen, Saufen und Masturbieren sowie die akribische Darstellung der Akne betrifft, fühlt man sich unvermittelt an Charles Bukowski und Dominique Derudderes Erstling "Crazy Love" erinnert. Doch "Fleisch ist mein Gemüse" hat mehr zu bieten: Die erschreckend detailgetreue Schilderung von ruralen Festivitäten, eine Art Best of... abgestandener Kalauer und Biertisch-Reime im Stile von "noch ein Bierchen für die Nierchen" sowie ein herausragender Andreas Schmidt ("Sommer vorm Balkon"), der "Tiffanys"-Boss Gurki nicht nur darstellerisch, sondern auch gesangstechnisch perfekt porträtiert. Gewinnt die Story auch erst mit dem erfrischenden Auftritt von Newcomerin Anna Fischer an Fahrt, so wurde das Zeitkolorit der achtziger Jahre doch adäquat eingefangen und der sehr eigene Humor von Heinz Strunk, der in einer Rahmenhandlung sein eigenes Leben kritisch kommentiert, auf den Punkt gebracht. Und so ist dieser Film mehr melancholische Coming-of-Age-Story als Schenkelklopf-Spaß, mehr skurrile Figuren-Schau als Sketchparade. lasso.

Fleisch ist mein Gemüse

Hamburg-Harburg, gegen Mitte der 80er Jahre. Geplagt von kraterähnlichen Hautausschlägen, seiner kranken Mutter und einer labilen Nachbarin schlägt sich der junge Heinz Strunk mit Tanzmusik durch. Als Saxophonist der Mucker-Kapelle "Tiffanys" findet er sich auf Schützenfesten und Dorf-Hochzeiten in einem bizarren Universum bestehend aus Korn, Klaus & Klaus und Koteletts wieder. Während ihn der unberechenbare Bandleader Gurki in die Geheimnisse des Show-Business einführt, versucht Heinz, dieser Vorhölle durch eine Solo-Karriere als Hit-Produzent zu entkommen. Mit den Sängerinnen Anja und Jette sieht er nicht nur sein musikalisches Glück zum Greifen nah. Doch das Schicksal meint es zunächst nicht gut mit "Heinzer", dessen Karriere erst ins Rollen zu kommen scheint, als Show-Gigant Oliver Bendt auf offener Bühne Feuer fängt ...

"Swing time is good time, good time is better time!" Mit über 250.000 verkauften Exemplaren erlangte Heinz Strunks quasi autobiografische Romanvorlage Kultstatus.

Quelle: Universal Pictures

- Interviews mit den Schauspieler und Filmemachern
- Hinter den Kulissen
- Unveröffentlichte Szenen
- Musikvideo "Tanzmusik- Medley"
- Original-Kinotrailer
- Making Of (TBC)
- Zu Besuch bei Uniform Heinemann (TBC)
- In der Maske mit Maxim (TBC)

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Heinz Strunk   als Heinz Strunk
  Maxim Mehmet   als Heinz Strunk, jung
  Andreas Schmidt   als Gurki
  Oliver Bröcker   als Norbert
  Jona Mues   als Jens
  Martin Brauer   als Torsten
  Susanne Lothar   als Mutter
  Anna Fischer   als Jette
  Livia S. Reinhard   als Rosi
  Susanne Bormann   als Anja
  Victor Choulman   als Der Grieche Schorsch
  Tina Engel   als Chefin Dt. Haus
  Stephan Kampwirth   als Polizist
  Timo Dierkes   als Arzt
  Rocko Schamoni   als Schützenkönig
  Veit Stübner   als Schützenwirt
 
Regie:  Christian Görlitz  
Buch:  Christian Görlitz  
Kamera:  Andreas Höfer  
Produzent:  Susanne Freyer  
 

Fleisch ist mein Gemüse in der Fotoshow

 

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