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Flight Girls

Gwyneth Paltrow erlebt in einer harmlosen Komödie als professionelle Vielfliegerin den Höhenflug ihrer Karriere als Blondine.


Flight Girls

Leihvideo

Erhältlich seit:
24.02.2004

Originaltitel: View From the Top

Komödie

USA 2003
Laufzeit: 84 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Gwyneth Paltrow
Christina Applegate
Mark Ruffalo

Regie: Bruno Barreto
Universum Film

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In Bruno Barretos leichtfüßiger Karriere-Komödie hebt Gwyneth Paltrow ab in den siebten Kinohimmel.

Höhenflug: Von der Saftschubse in die First-Class (Foto: Tobis) Großansicht

Höhenflug: Von der Saftschubse in die First-Class (Foto: Tobis)

Kann man sich seine Träume bewahren, auch wenn der Himmel zum Alltag wird?

Diese Frage stellt sich dem liebenswerten, reichlich naiven Landei Donna - Gwyneth Paltrow im Trailer-Trash-Look mit Hillbilly-Frisur - aus dem öden Wüstenkaff Silver Springs.

Die junge Frau wünscht sich nichts sehnlicher, als Stewardess zu werden, über den Wolken zu schweben und die Welt mit ihrem Lächeln ein wenig zu verschönern. Mühelos scheint ihr das nach perfekt absolviertem Stewardessentraining beim ebenso strengen wie durchgeknallten Ausbilder John Whitney (in gewohnter Comedy-Form: Mike Myers) auch zu gelingen.

Heiße Braut: Donna schafft den Sprung vom Bike-Girl zur Königin der Lüfte (Foto: Tobis) Großansicht

Heiße Braut: Donna schafft den Sprung vom Bike-Girl zur Königin der Lüfte (Foto: Tobis)

Zickenterror auf 10.000 Meter

Nach kurzer Zwischenstation bei einer klapprigen Billigfluglinie scheint endlich der Traumjob bei der renommierten Royalty Airlines greifbar - bis Freundin und Kollegin Christine (Al Bundy "Dumpfbacke" Christina Applegate) die herzensgute Blondine durch fiesestes Mobbing jäh aus dem siebten Himmel holt. Donnas kunterbunte Seifenblase droht zu zerplatzen - und auch die geplante Hochzeit mit ihrer großen Liebe Ted (Mark Ruffalo) steht in den Sternen.

Oscar-Gewinnerin Gwyneth Paltrow ("Shakespeare in Love") erscheint in der leichtfüßig-liebenswerten Komödie des Brasilianers Bruno Barreto ("Bossa Nova") einmal nicht als ätherisch-kühle Schönheit, sondern als zupackendes Südstaatengirl mit pragmatisch-handfestem Charme. Ihr zur Seite stehen mit Christina Applegate und Kelly Preston ("Aus Liebe zum Spiel") zwei überaus talentierte Jungschauspielerinnen, die dem 'chick flick' eine ordentliche Portion Girl-Power verpassen.

Christine gibt sich Mühe, doch Ted hat nur Augen für Donna (Foto: Tobis) Großansicht

Christine gibt sich Mühe, doch Ted hat nur Augen für Donna (Foto: Tobis)

Luftig leicht

Das Interesse der reiferen Herr(schaft)en dürfte sich eher auf Candice Bergen ("Das Wiegenlied vom Totschlag") konzentrieren, die als "graue Eminenz" der Lufthostessen im Hintergrund die Fäden zieht und dafür sorgt, dass Donna nicht den Boden unter den Füßen verliert.

Auf der Jungs-Front überrascht, neben dem souveränen "Austin Powers" Mike Myers und dem vielversprechenden Aufsteiger Mark Ruffalo ("Windtalkers"), der wieder neu durchstartende Rob Lowe, der seinen kleinen Piloten-Part mit viel Lust und Ironie zum Leben erweckt.

Schöne Bilder (Kamera: Affonso Beato) und ein schwungvoller Soundtrack mit Songs von Größen wie LeAnn Rimes und Sixpence None The Richer runden dieses luftige, Turbulenzen-geschüttelte Leinwandvergnügen ab.

Flight Girls

Galt es für Reese Witherspoon in "Natürlich blond!", sich vom Dummchen zur Jurastudentin zu mausern, hat Blondie-Kollegin Gwyneth Paltrow ("Die Royal Tenenbaums") in der romantischen Ensemblekomödie "View From the Top" Ambitionen vom Kleinstadtmädchen zur Stewardess aufzusteigen. Fast zwei Jahre lang von Miramax auf Eis gelegt, kam der Mix aus traditioneller Romantikkomödie, überschwenglicher Girlie-Inspiration und unentschlossener Satire mit Retro-Flair jetzt auf 80 Minuten Lauflänge gestutzt, super süß, super blond und ein bisschen sexy, in die US-Kinos.

Oscar-Gewinnerin Paltrow, verstrahlt, egal in welcher Rolle sie zu sehen ist, stets ein kühl-elegantes Grace-Kelly-Flair. Womit ihre Einführung als verunsichert-naiver Trailertrash in einem Kleinstadtnest in Nevada gleich schon mal ein harter Brocken ist. Die Story ist zwar in der Gegenwart angesiedelt, doch könnte man meinen, in den prä-feministischen fünfziger Jahren gelandet zu sein. Protagonistin Donna glaubt zunächst, dem Provinzmief nur an der Seite eines Mannes entkommen zu können. Aber ihr Freund lässt sie sitzen. Ihre Welt bricht zusammen, bis eine Talkshow sie auf die geniale Idee bringt, ihre Selbstverwirklichung als Flugbegleiterin zu finden. Sie heuert bei einer Billigfluggesellschaft an, was ihr mit ihren Kolleginnen Sherry (Kelly Preston) und Christine (Christina Applegate) Gelegenheit gibt, in ordinären Fluguniformen und aufgedonnerten Frisuren herumzustolzieren. Doch halt, der Himmel hat mehr zu bieten: eine Karriere bei der exklusiven Royalty Air. Dort lässt Mike "Austin Powers" Myers als schielender Personal Trainer seinen erprobten Slapstick vom Stapel; und die prominente Bestsellerautorin und Ex-Stewardess Sally Weston (Candice Bergen) erweist sich als Mentorin, die Donna das Mantra "Paris, Internationale Erste Klasse" eintrichtert. Stattdessen landet Donna allerdings schwer enttäuscht in Cleveland, wo sie eine Romanze mit dem gutherzig-familienbewussten Jurastudenten Ted (Mark Ruffalo aus "Windtalkers") beginnt. Als ihr lang gehegter Traum, als Erste-Klasse-Stewardess zu fliegen, wahr wird, steht sie erwartungsgemäß vor dem Dilemma, ob sie sich für ihre Liebe zu Ted oder ein aufregendes Karriereleben entscheiden soll.

Der brasilianische Regisseur Bruno Barreto ("Bossa Nova") arbeitete mit einem Drehbuch von Newcomer Eric Wald, der es während einer Skript-Klasse an der UCLA verfasst hatte. Der Ton des Films pendelt ebenso wie der kunterbunt zusammengestellte Soundtrack und kann sich nicht entscheiden zwischen sentimentaler Lovestory, aufrichtiger Feelgood-Inspiration und Nostalgie-Satire. Das ist ärgerlich, denn mit etwas mehr Stringenz hätte "View from theTop" durchaus in der Liga von "Super süß und super sexy" oder "Sweet Home Alabama" mitspielen können. Beim Abspann werden verpatzte Szenen eingeblendet, die wohl den Spaß der Beteiligten bei den Filmarbeiten demonstrieren sollen. Er könnte größer gewesen sein, als er für das Publikum beim Ansehen dieses Blickes von oben ist. ara.

Darsteller:  Gwyneth Paltrow   als Donna Jensen
  Christina Applegate   als Christine Montgomery
  Mark Ruffalo   als Ted Stewart
  Candice Bergen   als Sally Weston
  Kelly Preston   als Sherry
  Mike Myers   als John Whitney
  Joshua Malina   als Randy
  Rob Lowe   als Kopilot Sierra
 
Regie:  Bruno Barreto  
Buch:  Eric Wald  
Musik:  Theodore Shapiro  
Kamera:  Affonso Beato  
Produzent:  Brad Grey  
  Matthew Baer  
  Bobby Cohen  

Paltrow steigt aus, Garner ein

Kein Happy End für Gwyneth Paltrow: Wegen Überbelastung und der Trauer um ihren im Oktober verstobenen Vater stieg Gwynth Paltrow nun aus "Heppy Endings" aus. Doch Ersatz für die Oscar-Gewinnerin war schnell gefunden: Mega-Babe Jennifer Garner übernimmt den Part.

Mehr als nur eine Lückenbüßerin: Jennifer Garner Großansicht

Mehr als nur eine Lückenbüßerin: Jennifer Garner

Seit Monaten ist Gwyneth Paltrow im Dauerstress vor der Kamera. Erst drehte sie View From the Top, dann Ted and Sylvia und momentan ist sie noch mit The World of Tomorrow beschäftigt. Einfach zuviel für die sensible Schauspielerin, zumal letzten Oktober erst ihr Vater Bruce verstarb.

"Ich hatte seit seinem Tod nicht einen Augenblick, um mich damit und den Veränderungen in meinem Leben auseinander zu setzen und brauch nun einfach ein wenig Zeit." gestand Gwyneth Paltrow in einem Interview. Darum stieg sie nun aus dem bereits fest vereinbarten Projekt "Happy Endings" von Regisseur Don Roos aus.

Doch der einen Leid ist der anderen Freud: In einer wahren Blitzaktion konnte bereits Stunden nach Paltrows Ausstieg die Nachfolgerin präsentiert werden: "Alias"-Star Jennifer Garner wird den Part übernehmen.

Das ganze ging so schnell, dass die anderen Akteure wie Lisa Kudrow vom Einstieg Garners erfahren hatte, noch bevor sie von Paltrows Ausscheiden erfahren haben und es sogar zwischenzeitlich uinklar war, wer denn nun tatsächlich die Hauptrolle spielen soll.

 

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