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Flightplan - Ohne jede Spur

Spannender Thriller um den verzweifelten Kampf einer Mutter, deren kleine Tochter während eines Atlantik-Flugs spurlos verschwindet.


Flightplan - Ohne jede Spur

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Erhältlich seit:
05.04.2007

Originaltitel: Flightplan

Action/ Thriller

USA 2005
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12

Jodie Foster
Peter Sarsgaard
Sean Bean

Regie: Robert Schwentke
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Deutschland hat einen neuen Regiestar in Hollywood: Robert Schwentke tritt in die Fußstapfen Hitchcocks und treibt Jodie Foster zu Höchstleistungen.

Von allen allein gelassen: Ist Kyle Opfer einer Intrige oder eigener Wahnvorstellungen? (Foto: Buena Vista) Großansicht

Von allen allein gelassen: Ist Kyle Opfer einer Intrige oder eigener Wahnvorstellungen? (Foto: Buena Vista)

Darauf mussten wir lange genug warten: Jodie Foster is back, in einem Genre, in dem sie schon mehrfach brillierte und mit einer Rolle, die ihr auf den Leib geschrieben scheint. Das Szenario sorgt für Pulsrasen: An Bord eines Verkehrsmittels verschwindet eine Person, und nur die Heldin will sie gesehen haben. Die Parallelen zu Hitchcock sind unübersehbar, und der junge deutsche Regisseur Robert Schwentke wird diesem legendären Vorbild auf souveräne Weise gerecht.

Er verknüpft die Thrillerhandlung mit einem unter die Haut gehenden Psychodrama und entwirft das Porträt einer vor Terrorangst paranoiden Gesellschaft. Damit erreicht er eine emotionale Intensität, in die sich handelsübliche Thriller gar nicht erst vorwagen.

Jeder Winkel des Flugzeugs wird abgesucht - ergebnislos (Foto: Buena Vista) Großansicht

Jeder Winkel des Flugzeugs wird abgesucht - ergebnislos (Foto: Buena Vista)

Sein oder Schein

Bereits der Auftakt ist nervenaufreibend: Die amerikanische Ingenieurin Kyle hat ihren Mann durch einen Unfall verloren. Aus dem winterlich eisigen Berlin fliegt sie mit ihrer kleinen Tochter zurück in die USA. Als das Mädchen während des Fluges nicht mehr aufzufinden ist, glaubt die Mutter erst an einen dummen Zufall - immerhin befinden sie sich an Bord eines labyrinthischen Doppeldeckers.

Doch das Kind taucht trotz genauen Suchens nicht wieder auf. Aus Nervosität wird Verzweiflung, aus Verzweiflung Panik. Andererseits gibt es keine Anzeichen für die Anwesenheit der Kleinen. Hat sich die psychisch angeschlagene Kyle ihre Existenz nur eingebildet?

Die Besatzung versucht, die verzweifelte Mutter zu stoppen (Foto: Buena Vista) Großansicht

Die Besatzung versucht, die verzweifelte Mutter zu stoppen (Foto: Buena Vista)

Kein Boden unter den Füßen

Mit perfider Raffinesse ziehen Regisseur Schwentke und sein Autor Billy Ray der Heldin und dem Zuschauer den Boden unter den Füßen weg. Strategisch wie Schachmeister führen sie ein Überraschungsmanöver nach dem anderen durch, bis hin zur verblüffenden Auflösung.

Entscheidend für die enorme Wirkung des Films aber ist die Hauptdarstellerin: Jodie Foster hatte sich schon mit ihrem letzten Erfolg "Panic Room" als Mutter in Gefahr bewährt, jetzt steht weniger das Actionspektakel als pure psychologische Spannung im Vordergrund. So hat sie die Chance, viel tiefer in emotionale Abgründe abzutauchen, wie in ihrem Hit "Das Schweigen der Lämmer".

Kyle verärgert auch den Piloten (Foto: Buena Vista) Großansicht

Kyle verärgert auch den Piloten (Foto: Buena Vista)

Ganz hoch oben

Da die zweifache Oscarpreisträgerin nur selten vor die Kamera tritt, zeigt dieser Film, welch hohen Stellenwert sie "Flightplan - Ohne jede Spur" beimaß. Sie läuft, mit exzellenten Nebendarstellern wie Peter Sarsgaard und Sean Bean, zu Topform auf: Für sie ein neuer Karriere-Höhenflug, für Regisseur Schwentke der Durchbruch in Hollywood. Und für uns grenzenlose Hochspannung.

Flightplan - Ohne jede Spur

Im Klima globaler Verunsicherung über die Bedrohung des Flugverkehrs findet das US-Debüt von "Tattoo"-Regisseur Robert Schwentke einen idealen atmosphärischen Nährboden für eine packende Thrillerstory über den Kampf einer Mutter um ihre vielleicht an Bord spurlos verschwundene Tochter und ihren vielleicht von einem familiären Trauma destabilisierten Verstand.

Im Spannungsfeld zwischen begründeten Ängsten und der Gefahr von Hysterie und Paranoia - ein Spiegel der aktuellen Befindlichkeit der westlichen Welt - variiert das Drehbuch von Peter A. Dowling und Billy Ray klassische Motive. In "Flight Plan" finden sich Spurenelemente aus der Sixties-Kultserie "Unglaubliche Geschichten" (Episode: "Porträt eines ängstlichen Mannes"), aus Otto Premingers Thriller "Bunny Lake ist verschwunden" oder auch "Die Vergessenen". In den ersten Szenen wird die psychische Fragilität der Hauptfigur Kyle Pratt (Jodie Foster) geoutet, die in Berlin mit ihrem Mann spricht und ihn an ihrer Seite sieht, obwohl er vor Tagen tragisch ums Leben gekommen ist. Ein Flugzeug-Mobile im Zimmer der sechsjährigen Tochter deutet das bevorstehende Drama, Kreisfahrten auf dem Flughafen die Desorientierung der Mutter an, die hier ihre Tochter erstmals aus den Augen verliert. Mit einer flüssigen Kamerafahrt (Florian Ballhaus ganz in der Tradition des Vaters), die durch verschiedenen Etagen über die Sitze führt und in einem eleganten und verblüffenden Schwenk endet, wird man mit dem zentralen Schauplatz vertraut gemacht. Das Flugzeug, das Kyle und den Sarg ihres Mannes nach New York bringen soll, ist ein fiktiver, spektakulär designter High-Tech-Jumbo, dessen unterschiedliche Ebenen die Story optisch und dramaturgisch elementar unterstützen. Vergleichbar wichtig auch für die Plotentwicklung ist der Beruf der Hauptfigur, die als Antriebsingenieurin das Innenleben eines Flugzeugs besser kennt als die Crew. In der ersten halben Stunde demonstriert "Flight Plan" ein exzellentes Zusammenspiel aller Kräfte vor und hinter der Kamera, um die Situation, die Räumlichkeit und den psychischen Status der Protagonistin zu etablieren. Als diese für ein paar Stunden einnickt, erwartet sie ein Schock. Ihre Tochter ist spurlos verschwunden, wird nach einer Suchaktion nicht gefunden und soll schließlich, zur Überraschung auch des Air Marshals (Peter Sarsgaard), gar nicht an Bord gewesen sein. Niemand hat sie gesehen, kein Boarding Pass existiert und ein Anruf des Kapitäns (Sean Bean) in Berlin enthüllt dafür letztlich einen tragischen Grund. Jodie Foster, die ähnlich wie in "Panic Room" in einem begrenzten Raum um das Leben ihres Kindes kämpft, spielt gewohnt intensiv das aggressive Muttertier, das die Crew unter Druck setzt, Chaos stiftet und schließlich Amok läuft, bis alle Passagiere im Geiste den Einlieferungsschein für die Psychiatrie unterzeichnen. Als Zuschauer glaubt man natürlich nie, dass ein posttraumatisches Stressyndrom oder gar einige arabische Passagiere mit Düsterblick die Situation erklären. Denn Vorurteile anzuheizen kann sich ein solcher Film genauso wenig leisten, wie sein großes Rätsel mit einer psychischen Konstellation oder einem bösen Traum zu beantworten. Erwartungsgemäß ist der Aufbau des Mysteriums perfekter gelöst als seine Klärung, gibt es Glaubwürdigkeitsprobleme im letzten Drittel, das Foster im Attacke-Modus in den spannenden Endkampf schickt. Trotzdem ist "Flight Plan" insgesamt überzeugender, psychologisch dichter und eleganter visualisiert als der thematische Verwandte "Red Eye". Mit diesem Genre-Ticket wird sich Robert Schwentke als Thriller-Spezialist in Hollywood einführen, auch wenn er darin vielleicht ein "Tattoo" sieht, das er bald entfernen möchte. kob.

Flightplan - Ohne jede Spur

Ein Flugzeug in 10.000 Metern Höhe - und ein Kind verschwindet spurlos. Keiner an Bord will Kyles (Jodie Foster) Tochter gesehen haben. Hat die junge Mutter ihren Verstand verloren? Oder kann sie einfach niemandem trauen? Höchstspannung à la Hitchcock!

Quelle: Walt Disney Studios

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Quelle: Walt Disney Studios

Darsteller:  Jodie Foster   als Kyle Pratt
  Peter Sarsgaard   als Gene Carson
  Sean Bean   als Kapitän Rich
  Kate Beahan   als Stephanie
  Erika Christensen   als Fiona
  Marlene Lawston   als Julia Pratt
  Michael Irby   als Obaid
  Assaf Cohen   als Ahmed
  Shane Edelman   als Mr. Loud
  Mary Gallagher   als Mrs. Loud
  Haley Ramm   als Brittaney Loud
  Forrest Landis   als Rhett Loud
  Jana Kolesarova   als Claudia
  Brent Sexton   als Elias
  Judith Scott   als Estella
  John Benjamin Hickey   als David
  Matt Bomer   als Eric
  Gavin Grazer   als FBI Agent
  Christopher Gartin   als Mike
  Bess Wohl   als Katerina
  Kirk B.R. Woller   als Grunick
  Stephanie Faracy   als Anna
  Christian Berkel   als Direktor der Leichenhalle
  Greta Scacchi   als Therapeutin
  Amanda Brooks   als Irene
 
Regie:  Robert Schwentke  
Buch:  Peter A. Dowling  
  Billy Ray  
Musik:  James Horner  
Kamera:  Florian Ballhaus  
Produzent:  Brian Grazer  

Lucy Liu als Undercover-Girly-Boy

Das Thema "Transgender" scheint in Hollywood durch "Transamerica" einen Schub bekommen zu haben!

Einen solchen Augenaufschlag schafft nun wirklich kein Mann! (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Einen solchen Augenaufschlag schafft nun wirklich kein Mann! (Foto: Kurt Krieger)

Denn nachdem ihre Rolle zwischen den Geschlechtern die ansonsten als Desperate Housewive bekannte Felicity Huffman beinahe zum Oscar getragen hätte, scheint der diffizile Themenbereich "Transsexualität" auch für Mainstream-Schauspieler und -Produzenten wieder interessant - zumindest wenn es sich dabei nicht direkt um einen "Problemfilm" handelt.

Sport-Engel und Kill Bill-Star Lucy Liu jedenfalls übernimmt nun die Hauptrolle in "Beautiful Asian Bride". In dieser Komödie wird ein Mann fälschlicherweise als Mörder angeklagt und tarnt sich deswegen als Frau, genauer gesagt als Mailorder-Braut. Er will also den wahren Mörder undercover als "Sie" überführen. Kein Wunder, dass bei den Reizen von Lucy Liu die heiratswilligen Kunden Schlange stehen und ihr "kleines" Geheimnis dabei ordentlich für Verwirrung sorgt.

Kickstart nach Warteschleife

Obwohl der Plot an sich nun auch nicht dramatischer klingt als frühere Travestie-Filme wie "Tootsie" oder "Mrs. Doubtfire", geistert das Projekt bereits seit einigen Jahren durch Hollywood. Offensichtlich schreckten jedoch die Studios vor dem Setting "Mann als sexy Frau" zurück.

Der Erfolg von "Transamerica" hat dies jetzt wohl geändert: Denn Lucy Liu scheint Feuer und Flamme zu sein für das Projekt. Sie spielt nämlich nicht nur die Hauptrolle, sondern koproduziert "Beautiful Asian Bride" auch noch.

Ihr zur Seite steht Erfolgsproduzent Brian Grazer. Und der beweist seit Jahren mit Boxoffice-Knüllern wie "Apollo 13", "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn", "Flightplan - Ohne jede Spur" und dem in diesem Sommer anlaufenden "The Da Vinci Code" ein sicheres Näschen für Trends.

 

Flightplan - Ohne jede Spur in der Fotoshow

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