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Leihvideo
Erhältlich seit:
16.03.2006
Originaltitel: Flightplan
USA 2005
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12
Jodie Foster
Peter Sarsgaard
Sean Bean
Regie: Robert Schwentke
Walt Disney Studios Home Entertainment

Im Klima globaler Verunsicherung über die Bedrohung des Flugverkehrs findet das US-Debüt von "Tattoo"-Regisseur Robert Schwentke einen idealen atmosphärischen Nährboden für eine packende Thrillerstory über den Kampf einer Mutter um ihre vielleicht an Bord spurlos verschwundene Tochter und ihren vielleicht von einem familiären Trauma destabilisierten Verstand.
Im Spannungsfeld zwischen begründeten Ängsten und der Gefahr von Hysterie und Paranoia - ein Spiegel der aktuellen Befindlichkeit der westlichen Welt - variiert das Drehbuch von Peter A. Dowling und Billy Ray klassische Motive. In "Flight Plan" finden sich Spurenelemente aus der Sixties-Kultserie "Unglaubliche Geschichten" (Episode: "Porträt eines ängstlichen Mannes"), aus Otto Premingers Thriller "Bunny Lake ist verschwunden" oder auch "Die Vergessenen". In den ersten Szenen wird die psychische Fragilität der Hauptfigur Kyle Pratt (Jodie Foster) geoutet, die in Berlin mit ihrem Mann spricht und ihn an ihrer Seite sieht, obwohl er vor Tagen tragisch ums Leben gekommen ist. Ein Flugzeug-Mobile im Zimmer der sechsjährigen Tochter deutet das bevorstehende Drama, Kreisfahrten auf dem Flughafen die Desorientierung der Mutter an, die hier ihre Tochter erstmals aus den Augen verliert. Mit einer flüssigen Kamerafahrt (Florian Ballhaus ganz in der Tradition des Vaters), die durch verschiedenen Etagen über die Sitze führt und in einem eleganten und verblüffenden Schwenk endet, wird man mit dem zentralen Schauplatz vertraut gemacht. Das Flugzeug, das Kyle und den Sarg ihres Mannes nach New York bringen soll, ist ein fiktiver, spektakulär designter High-Tech-Jumbo, dessen unterschiedliche Ebenen die Story optisch und dramaturgisch elementar unterstützen. Vergleichbar wichtig auch für die Plotentwicklung ist der Beruf der Hauptfigur, die als Antriebsingenieurin das Innenleben eines Flugzeugs besser kennt als die Crew. In der ersten halben Stunde demonstriert "Flight Plan" ein exzellentes Zusammenspiel aller Kräfte vor und hinter der Kamera, um die Situation, die Räumlichkeit und den psychischen Status der Protagonistin zu etablieren. Als diese für ein paar Stunden einnickt, erwartet sie ein Schock. Ihre Tochter ist spurlos verschwunden, wird nach einer Suchaktion nicht gefunden und soll schließlich, zur Überraschung auch des Air Marshals (Peter Sarsgaard), gar nicht an Bord gewesen sein. Niemand hat sie gesehen, kein Boarding Pass existiert und ein Anruf des Kapitäns (Sean Bean) in Berlin enthüllt dafür letztlich einen tragischen Grund. Jodie Foster, die ähnlich wie in "Panic Room" in einem begrenzten Raum um das Leben ihres Kindes kämpft, spielt gewohnt intensiv das aggressive Muttertier, das die Crew unter Druck setzt, Chaos stiftet und schließlich Amok läuft, bis alle Passagiere im Geiste den Einlieferungsschein für die Psychiatrie unterzeichnen. Als Zuschauer glaubt man natürlich nie, dass ein posttraumatisches Stressyndrom oder gar einige arabische Passagiere mit Düsterblick die Situation erklären. Denn Vorurteile anzuheizen kann sich ein solcher Film genauso wenig leisten, wie sein großes Rätsel mit einer psychischen Konstellation oder einem bösen Traum zu beantworten. Erwartungsgemäß ist der Aufbau des Mysteriums perfekter gelöst als seine Klärung, gibt es Glaubwürdigkeitsprobleme im letzten Drittel, das Foster im Attacke-Modus in den spannenden Endkampf schickt. Trotzdem ist "Flight Plan" insgesamt überzeugender, psychologisch dichter und eleganter visualisiert als der thematische Verwandte "Red Eye". Mit diesem Genre-Ticket wird sich Robert Schwentke als Thriller-Spezialist in Hollywood einführen, auch wenn er darin vielleicht ein "Tattoo" sieht, das er bald entfernen möchte. kob.
| Darsteller: | Jodie Foster | als Kyle Pratt | |
|---|---|---|---|
| Peter Sarsgaard | als Gene Carson | ||
| Sean Bean | als Kapitän Rich | ||
| Kate Beahan | als Stephanie | ||
| Erika Christensen | als Fiona | ||
| Marlene Lawston | als Julia Pratt | ||
| Michael Irby | als Obaid | ||
| Assaf Cohen | als Ahmed | ||
| Shane Edelman | als Mr. Loud | ||
| Mary Gallagher | als Mrs. Loud | ||
| Haley Ramm | als Brittaney Loud | ||
| Forrest Landis | als Rhett Loud | ||
| Jana Kolesarova | als Claudia | ||
| Brent Sexton | als Elias | ||
| Judith Scott | als Estella | ||
| John Benjamin Hickey | als David | ||
| Matt Bomer | als Eric | ||
| Gavin Grazer | als FBI Agent | ||
| Christopher Gartin | als Mike | ||
| Bess Wohl | als Katerina | ||
| Kirk B.R. Woller | als Grunick | ||
| Stephanie Faracy | als Anna | ||
| Christian Berkel | als Direktor der Leichenhalle | ||
| Greta Scacchi | als Therapeutin | ||
| Amanda Brooks | als Irene | ||
| Regie: | Robert Schwentke | ||
| Buch: | Peter A. Dowling | ||
| Billy Ray | |||
| Musik: | James Horner | ||
| Kamera: | Florian Ballhaus | ||
| Produzent: | Brian Grazer | ||
Flightplan - Ohne jede Spur in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Türkisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Türkisch, Arabisch, Engl. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Making of, Featurettes
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