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Fluch der Karibik

Parodistisches Effektspektakel um einen abgewirtschafteten Seeräuber und eine Horde untoter Piraten, die wieder Fleisch und Blut werden wollen.


Fluch der Karibik

Leihvideo

Erhältlich seit:
15.01.2004

Originaltitel: Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl

Abenteuer/ Fantasy

USA 2003
Laufzeit: 137 Min.
FSK: ab 12

Johnny Depp
Geoffrey Rush
Orlando Bloom

Regie: Gore Verbinski
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Johnny Depp und Orlando Bloom bitten wilde Piraten zum Gefecht. Doch Jerry Bruckheimers Freibeuter sind unsterblich...

Mit allen Wassern gewaschen: Johnny Depp und Orlando Bloom (Foto: Buena Vista) Großansicht

Mit allen Wassern gewaschen: Johnny Depp und Orlando Bloom (Foto: Buena Vista)

Ein erfülltes Piratenleben endet üblicherweise auf dem Meeresgrund, am Galgen oder durch zuviel Rum. Die Piraten auf der "Black Pearl" jedoch können von soviel Freibeuter-Romantik nur träumen, denn sie haben einen Schatz zuviel erbeutet: Eine Truhe voller Azteken-Münzen bringt ihnen den "Fluch der Karibik" an den Hals. Nun müssen sie als Untote ihrem grausigen Handwerk nachgehen.

Unter dem Kommando des Erzgauners Barbossa (herrlich bösartig: Oscarpreisträger Geoffrey Rush) entern die Piraten jedes Schiff und brandschatzen jeden Hafen - bis die letzte Münze wieder eingesammelt ist. Lange mussten wir warten, bis endlich wieder die Totenkopf-Flagge auf der großen Leinwand weht, Breitseiten tödlich brüllen und Entermesser lustvoll rasseln.

Die Gouverneurs-Tochter Elizabeth und der Schmied Will Turner (Foto: Buena Vista) Großansicht

Die Gouverneurs-Tochter Elizabeth und der Schmied Will Turner (Foto: Buena Vista)

Stars mit Säbel

Jetzt stechen gleich drei Weltstars in See und dies unter dem Kommando des erfolgreichsten Filmproduzenten aller Zeiten. Jerry Bruckheimer ("Pearl Harbor") knauserte denn auch nicht mit den Budget-Dublonen und zündet ein prächtiges Kostüm- und Actionfeuerwerk.

Den coolsten Auftritt darin hat Johnny Depp ("Sleepy Hollow"). Regisseur Gore Verbinski ("The Ring") gönnte ihm Narrenfreiheit, und Depp belohnt das mit überbordender Spielfreude - als Captain Jack Sparrow hat er mit Barbossa eine Mordsrechnung offen, denn der meuterte ihm einst die "Black Pearl" unter den Stiefeln weg.

Pirat Barbossa und seine Crew (Foto: Buena Vista) Großansicht

Pirat Barbossa und seine Crew (Foto: Buena Vista)

Knochenharte Action

Um ein Schiff zu verfolgen, braucht man aber zunächst selber eins, weswegen sich Sparrow im Hafen von Governeur Swann umsieht - dort liegen tolle Fregatten vor Anker.

Dem Waffenschmied Will Turner ("Legolas" Orlando Bloom) dagegen sind Freibeuter, Gold und Segelschiffe herzlich egal. Sein Schatz heißt Elizabeth (die Entdeckung: Keira Knightley), ist die Tochter des Governeurs und somit für den armen Schlucker unerreichbar.

Nach einem Überfall der Piraten auf die Stadt haben Will Turner und Jack Sparrow das gleiche Ziel, denn die Schöne ist in Barbossas Hände gefallen und mit ihr die letzte Münze der Azteken. Im Kielwasser der "Black Pearl" verfolgen die beiden Abenteurer die Piraten-Truppe bis zum Showdown auf deren Schatzinsel.

Ein heißer Törn, auf dem die Skipper Bruckheimer/Verbinski mit traumhafter Inselromantik, knallbunter Action, bestens aufgelegten Darstellern und verflucht gut animierten Geister-Piraten keine Langeweile aufkommen lassen.

Fluch der Karibik

"17 Mann auf des toten Mannes Kiste und ne Buddel voll Rum." So beschreibt der Mythos (in Robert Louis Stevensons "Schatzinsel" sind es tatsächlich 15) den Fluch der Karibik. Mit dieser Finalperspektive kann sich Jerry Bruckheimer natürlich nicht zufrieden geben, denn er will einen Schatz generieren, nicht auf einsamer Insel vegetieren. Die Aufhebung der Verbannung soll am Ende stehen, womit über opulente Einspielergebnisse hinaus auch die Wiederbelebung eines geächteten Genres erwartet wird. Großer Druck, dem dieses Spektakel zumindest kommerziell standhalten wird. Mit Johnny Depp, Teen-Favorit Orlando Bloom (Legolas in "Der Herr der Ringe") und dem konsumfreundlichen Cocktail aus Action und Komödie wird Bruckheimer auch mit dieser Produktion seine Schatzinsel erreichen.

Nach der Enttäuschung von Polanskis "Piraten" und dem unverdienten Kapitalflop von Renny Harlins "Piratenbraut" galt das Genre endgültig als tot, obwohl es im Grunde bereits seit dem Ende der Fifties im Sterben lag. Mit dem klassischen Piratenfilm, dem mit leichter Hand und dennoch seriös erzählten heroischen Abenteuer ("Unter Piratenflagge", "Der Seeräuber", "Der Rote Korsar"), identifiziert sich "Der Fluch der Karibik" nicht wirklich. Inspiriert von einem der populärsten Events der Disney Themenparks in Kalifornien und Florida, ist der Ton dem Vorbild entsprechend Cartoonesk und parodistisch, werden Genrestandards zitiert, der Mythos aber entzaubert.

Vermutete Konsequenz? Piratenpuristen und Genrekenner werden reservierter Begeisterung zeigen als ein Publikum, das erstmals Kontakt mit den Rüpeln der Ozeane hat, die retrospektiv im Kino so charismatisch wirken, in asiatischen Meeren aktuell aber immer noch tödlich sein können. Weil der neue Film von Gore Verbinski ("The Ring") mehr Komödie als Abenteuer sein will, tritt Dramatik und emotionales Engagement zurück, übernehmen bunte Charakterporträts und Situationskomik die Bühne, während Fechtduelle und Enterszenarien, die Actionfans wirklich staunen lassen, nur ansatzweise und vom Schnitt zerhackt geboten werden.

Als luftiger Spaß aber funktioniert der Film, der in seinem Plot eine Tour durch Genreklischees unternimmt. Es gibt gute und böse Piraten, sture britische Kolonialverwalter, spröde Offiziere, quirlige, aber eingeengte Gouverneurstöchter, Entführungen, Befreiungen, Seegefechte, Landattacken, vertraute Schauplätze (Tortuga) und als Bonus coole Neuzugänge - eine Horde zur Unsterblichkeit verdammter Halsabschneider, die bei Mondlicht skelettiert ihr wahres Gesicht zeigen. Ihr Anführer ist Captain Barbossa (Geoffrey Rush), der den geplünderten Schatz von Kulturenkiller Cortez, eine Kiste goldener Medaillen, wieder vollständig in eine Meereshöhle zurückbringen muss, um nach einem finalen Blutopfer den Fluch zu besiegen. Barbossa glaubt, in der von ihm entführten Elizabeth (Keira Knightley) die geeignete Spenderin gefunden zu haben. Doch sie hat sich ihm unter dem Namen ihres Jugendfreundes Turner (Bloom) präsentiert, um ihre wahre Identität als Gouverneurstochter zu tarnen. So macht sich Barbossas Zombiecrew mit ihrer Geisel auf zur Schatzinsel, verfolgt von Elizabeths borniertem Offiziersverehrer und einem weiteren Schiff, das Turner und der legendäre Pirat Sparrow der britischen Flotte gestohlen haben. Johnny Depp spielt diesen sympathischen Opportunisten als Cartoon-Figur zwischen glutäugiger Zigeuner, Piratenpenner und schwuler Friseur. Depp hat große Momente, wie sein brillantes Entree auf einer sinkenden Jolle, aber keinen Regisseur, der in der Überzeichnung einmal die Notbremse zieht.

Sparrow und zwei unterbelichtete Piratenzombies sind dennoch erwartete Publikumslieblinge, die Slapstick-Stützen des aufwändigen Films. Dieser unterhält gut als poppiges Spektakel, auch wenn er zu spät ein Ende und in seiner Action zu selten Gefühl für den Raum findet. Heimlicher Star aber ist die digital animierte Mondlichtmeute, die für die stärksten Momente sorgt und eigentlich einen eigenen Film verdient hätte. kob.

Darsteller:  Johnny Depp   als Jack Sparrow
  Geoffrey Rush   als Barbossa
  Orlando Bloom   als Will Turner
  Keira Knightley   als Elisabeth Swann
  Jack Davenport   als Norrington
  Kevin McNally   als Joshamee Gibbs
  Zoe Saldana   als Anamaria
  Jonathan Pryce   als Gouverneur Weatherby Swann
  Treva Etienne   als Koehler
  David Bailie   als Cotton
  Lee Arenberg   als Pintel
  Mackenzie Crook   als Ragetti
  Trevor Goddard   als Grapple
  Isaac C. Singleton Jr.   als Bo'sun
  Brye Cooper   als Mallot
 
Regie:  Gore Verbinski  
Buch:  Ted Elliott  
  Terry Rossio  
Musik:  Klaus Badelt  
Kamera:  Dariusz Wolski  
Produzent:  Jerry Bruckheimer  

Beckinsale und Biel an Bord der "Total Recall"-Neuverfilmung

Charmante Gesellschaft bekommt Frauenheld Colin Farrell in der Neuauflage von "Total Recall". Wie jetzt bekannt wurde, konnten Kate Beckinsale und Jessica Biel für die weiblichen Hauptrollen gewonnen werden.

Hübschen optisch die Total Recall"-Neuverfilmung auf: Kate Beckinsale und Jessica Biel (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hübschen optisch die Total Recall"-Neuverfilmung auf: Kate Beckinsale und Jessica Biel (Foto: Kurt Krieger)

Die Dreharbeiten zur Neuauflage des Schwarzenegger Hits "Total Recall - Die totale Erinnerung" dürften ganz nach dem Geschmack von Colin Farrell sein.

Schließlich darf sich der Casanova am Set mit den Augenweiden Jessica Biel und Kate Beckinsale befassen. Kate übernimmt dabei die Rolle der Lori, Jessica die der Melina.

Zusätzlich befindet sich "Fluch der Karibik"-Star Bill Nighy in Verhandlungen, Quatto zu spielen, den Anführer des Widerstands. Für die Regie des Actionspektakels "Total Recall" konnte Len Wiseman gewonnen werden, der ab Juni seine Crew zum Drehbeginn nach Toronto beordert.

Der Mars macht in "Total Recall" nicht mehr mobil

Neben den Darstellern - Arnold Schwarzenegger gab seine Rolle an Colin Farrell ab - hat auch die Filmhandlung einen neuen Anstrich bekommen. Anstelle auf dem Mars soll "Total Recall" auf der Erde spielen, wo die beiden Staaten Euroamerica und New Shanghai um die Vorherrschaft buhlen.

Farrell spielt Douglas Quaid, einen Fabrikarbeiter, der anfängt zu glauben ein Spion zu sein. Er weiß nur nicht für welche Seite. Kate und Jessica Biel werden Colins Gedächtnis sicherlich auf die Sprünge helfen.

 

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