DVD Leihvideo

Flug 93

Minuziöse Nachstellung der Ereignisse, die an Bord des vierten Flugzeugs vom 11. September 2001 zum Absturz über einem Feld führten.


Flug 93

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.10.2006

Originaltitel: United 93

Drama

USA/Großbritannien/Frankreich 2006
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 12

Khalid Abdalla
Lewis Alsamari
Omar Berdouni

Regie: Paul Greengrass
Universal Pictures Germany

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11. September 2001: Eins von vier Flugzeugen erreicht nicht das Ziel seiner Entführer. Eine unglaubliche, wahre Geschichte.

Der Flug 93 beginnt wie jeder andere auch (Foto: UIP) Großansicht

Der Flug 93 beginnt wie jeder andere auch (Foto: UIP)

Reißerisch hätte es werden können, mit Pathos und flammenden Gefühlen. Doch diese Tragödie, aus deren Trümmern sich echter Heldenmut erhob, verdient Besseres, verdient diesen Film. Eine unsentimentale, fesselnde Nacherzählung der Ereignisse in der Luft und am Boden - mit Schauspielern und realem Flug- und Bodenpersonal besetzt und nahezu in Echtzeit gedreht.

Als Flug 93 mit über 40 Passagieren und Crewmitgliedern verspätet abhebt, ist der Tod mit an Bord. Vier Terroristen bringen die Maschine in ihre Gewalt. Im Laufe von 91 Minuten Flugzeit entwickelt sich aus Panik und Angst bei einigen Passagieren der Wille zum Widerstand.

Die Passagiere erkennen den Ernst der Lage (Foto: UIP) Großansicht

Die Passagiere erkennen den Ernst der Lage (Foto: UIP)

Intensives Dokudrama

Als bekannt wird, dass bereits drei Flugzeuge im World Trade Center und Pentagon einschlugen, entschließt man sich zum Handeln. Eine schmerzhaft intensive Grenzerfahrung.

Paul Greengrass ("Die Bourne Verschwörung") wagt sich als erster, die Ereignisse des 11. September 2001 filmisch Aufzuarbeiten.

Flug 93

Kino als Katharsis: Regisseur und Drehbuchautor Paul Greengrass betreibt mit seinem fiktionalisierten Dokudrama über die Entführung des einzigen Flugzeugs, das während der 9/11-Terroranschläge sein Ziel verfehlte, taktvolle Geschichtsaufarbeitung.

Obwohl bereits zwei Kabel-TV-Produktionen über das heikle Thema mit positiver Zuschauerresonanz ausgestrahlt worden sind, wurden im Vorfeld der Kinoauswertung Fragen laut, ob es zu früh für einen Film über die nationale Tragödie sei. Ein Kino in Manhattan weigerte sich aus Pietätsgründen gar, den Trailer zu zeigen. Vorbehalte dieser Art sind jedoch nicht nötig, da Greengrass, der sich bereits mit dem Berlinale-Gewinner "Bloody Sunday" einem historischen heißen Eisen annahm, das Material mit allem nötigen Respekt und Würde behandelt. Daher wundert es nicht, dass eine Reihe des involvierten Personals des Militärs und der Luftfahrtbehörde FAA sich selbst spielt.

Für seine Version der Ereignisse benutzte Greengrass die bekannten Fakten (darunter die herzzerreißenden Telefongespräche der Passagiere) und Interviews mit Angehörigen und Freunden der Verstorbenen als Ausgangspunkt, um im Realzeitszenario über die Vorgänge an Bord während der 91 Minuten, die Flug 93 in der Luft verbrachte, bevor die Maschine in einem Feld in der Nähe von Pennsylvania abstürzte, zu spekulieren.

An den Start geht die Story mit Aufnahmen der islamistischen Terroristen in ihrem Hotelzimmer, wo sie inbrünstig aus dem Koran zitieren. Abgesehen von dem melancholisch unheilkündenden Score skizziert Greengrass in Folge einen scheinbar ganz normalen Tag im Luftverkehr: einerseits das organisierte Chaos in den Kontrolltürmen, andererseits den Flughafen-Alltag von Passagiere und Crew. Ihre Gespräche sind so unaufregend wie die sich aus weitgehend unbekannten Gesichtern zusammensetzende Besetzung unauffällig ist. Damit wird unterstrichen, dass es sich bei den heroischen Passagieren, die selbstlos die Selbstmordmission der Terroristen vereitelten, um ganz normale Bürger in außergewöhnlichen Umständen handelte. Dabei wird man nicht mit den einzelnen Figuren vertraut gemacht, sondern mitten in die brenzlige Situation hineinversetzt. Dies wird mit den Reaktionen der Luftfahrtsbehörden und dem Militär, die von Unglauben über Schock und Entsetzen hin zu Frustration reichen, gegengeschnitten. Wie zuletzt in "Die Bourne Verschwörung" kommt Greengrass' Stil mit handgehaltener Kamera, schnellen Schwenks, häufigem Zooming, verwackelten Bildern und rapidem Schnitt zum Einsatz. So haucht er den Szenen ein Maximum an Realitätsnähe und Dringlichkeit ein. Da die tragischen Ereignisse hinlänglich bekannt sind, faszinieren insbesondere die interpretierten letzten 20 Minuten an Bord, als die mit der Ausweglosigkeit der Situation konfrontierten Passagiere beschließen, sich zu wehren. Allein dadurch ist "Flug 93" unabhängig von einzelnen Zuschauerreaktionen ein unter die Haut gehendes Kinoerlebnis. ara.

Darsteller:  Khalid Abdalla   als Ziad Jarrah
  Lewis Alsamari   als Saeed Al Ghamdi
  Omar Berdouni   als Ahmed Al Haznawi
  Jamie Harding   als Ahmed Al Nami
  J.J. Johnson   als Captain Jason Dahl
  Gary Commock   als Erster Offizier LeRoy Homer
  Polly Adams   als Deborah Welsh
  Opal Alladin   als CeeCee Lyles
  Starla Benford   als Wanda Anita Green
  Trish Gates   als Sandra Bradshaw
  Nancy McDoniel   als Lorraine G. Bay
  David Alan Basche   als Todd Beamer
  Richard Bekins   als William Joseph Cashman
  Susan Blommaert   als Jane Folger
  Ray Charleson   als Joseph DeLuca
  Christian Clemenson   als Thomas E. Burnett, Jr.
  Denny Dillon   als Colleen Fraser
  Cheyenne Jackson   als Mark Bingham
  Peter Marinker   als Andrew Garcia
 
Regie:  Paul Greengrass  
Buch:  Paul Greengrass  
Kamera:  Barry Ackroyd  
Produzent:  Tim Bevan  
  Eric Fellner  
  Lloyd Levin  
 

Flug 93 in der Fotoshow

 

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