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Forrester - Gefunden!

Mit Sean Connery besetztes Drama um die Freundschaft zwischen einer Literaturlegende und einem 16-jährigen Afroamerikaner.


Forrester - Gefunden!

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Erhältlich seit:
11.09.2001

Originaltitel: Finding Forrester

Drama

USA 2000
Laufzeit: 131 Min.
FSK: ab 12

Sir Sean Connery
Rob Brown
F. Murray Abraham

Regie: Gus Van Sant
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Forrester - Gefunden!

Vor 40 Jahren hat William Forrester einen modernen Klassiker geschrieben, einen Roman, den jeder Schüler in Amerika kennt. Das Werk wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und unmittelbar danach verschwand der Autor von der Bildfläche. Bis eines Tages der 16-jährige Afro-Amerikaner Jamal - Basketball-Ass und heimlicher Nachwuchsschriftsteller - durch Zufall ins Leben der exzentrischen Literaturlegende tritt. Zwischen den beiden gegensätzlichen Männern entwickelt sich eine Freundschaft, die bald auf eine harte Probe gestellt wird...

Ein anspruchsvolles Thema (Literatur), ein charismatischer Titelheld (Sean Connery) und ein brillanter Newcomer (Rob Brown als Jamal) - das ist das Holz, aus dem preisgekrönte Spielfilme geschnitzt sind. Mit "Forrester - Gefunden!" zeigt sich Gus Van Sant sichtlich erholt vom kommerziellen Desaster seines "Psycho"-Remakes und knüpft nahtlos an die Qualität seines Meisterwerks "Good Will Hunting" an. Gut gespielt, sorgfältig ausgestattet und einfühlsam inszeniert ist dieses Intellektuellen-Drama ein absolutes Muss für Cineasten.

Forrester - Gefunden!

Kalt geduscht von der enttäuschenden Aufnahme seines Hitchcock-Klons "Psycho" kehrt Gus Van Sant auf das Terrain seines vorletzten Films und größten Hits zurück. Ein Genius von der Straße aus der Gussform von Will Hunting und ein literarisches Phantom wie J.D. Salinger inspirieren sich gegenseitig, bis Freundschaft beider Leben verändert. Kommerziell verspricht dieses Filmangebot dank solcher Persönlichkeitsreibung und der Mitwirkung Sean Connerys viel und rechnet sich mit traditionellem Erzählverhalten auch Oscarchancen aus.

Auffallend an Van Sants Drama, das seine Überlänge nicht begründen kann, ist der zurückgenommene Ton, der im Unterschied zu "Good Will Hunting" das große Gefühl, die melodramatischen Spitzen scheut, obwohl darauf hinführende Situationen durchaus und recht konventionell entwickelt werden. Ungewöhnlich auch Van Sants Weltbild, das sich vom einstigen Realismus entfernt und mit dem Märchenhaften flirtet. Friedlich wie die Bronx und die Homeboys gibt sich insgesamt auch der Film, auch wenn die Spitzen gegen den Rassismus, die akademische Doppelmoral (schwarzer Student gut für den Sportplatz, schlecht für den Hörsaal) und das Klassenbewusstsein auch innerhalb einer Minderheit unübersehbar sind. Im Mittelpunkt des Drehbuchs von Neuling Mike Rich steht das reizvolle Aufeinandertreffen des 16-jährigen Afroamerikaners Jamal (Newcomer Rob Brown mit Ghandi-gleicher Zentrierung und innerer Ruhe) mit einem legendären Einsiedler (Sean Connery, auch Koproduzent des Films), der seit Jahrzehnten seine Wohnung nicht mehr verlassen hat. Der exzentrische silberhaarige Exot in einer dominant schwarzen Nachbarschaft ist nach der ersten Begegnung mit Jamal zunächst der erwartete Brummbär, der aber schnell handzahm wird, nachdem er in den Notizbüchern des Jungen literarisches Talent erkennt. Dieses ist auch einer renommierten Privatschule nicht verborgen geblieben, die Jamal auch seiner Qualitäten als Basketballer wegen aufnimmt. Als zentraler dramatischer Konflikt des Films erweist sich das Misstrauen eines Literaturprofessors, der das hoch begabte Bronx-Original auf einen Kopisten reduziert. Dieses aus Frust und Eifersucht gespeiste Salieri-Syndrom befällt im Film F. Murray Abraham, der seine Charakterdisposition aus "Amadeus" abrufen darf. Von Jamals berühmtem Mentor, der in die Anonymität verschwundenen Literaturlegende Forrester, der niemand anderes als der Bronx-Eremit ist, ahnt er nichts. Größeren Durchblick hat da schon der Zuschauer, dessen Vorahnungen Handlung und Figuren des Films nie enttäuschen. So wird der Einsiedler wieder Kontakt zur Welt, Jamal Rehabilitation und Abraham seine Zurechtweisung bekommen. Wie viele andere Drehbücher zuvor unternimmt auch dieses keinen Versuch, künstlerisches Talent nicht nur zu behaupten, sondern auch zu beweisen. Worin die literarischen Qualitäten von Mentor wie auch Schüler bestanden, erfährt man nicht, zumal Van Sant in der Sequenz, wo sich dies auch ohne Pathos sehr gut zeigen ließe, sich in die Musik zurückzieht. So bleibt es bei einem routinierten, viele Themen anreißenden, leicht zugänglichen Stück Erzählkino, das auch ohne echte Brillanz in Buch und Regie seinen kommerziellen Weg gehen wird. kob.

Darsteller:  Sir Sean Connery   als William Forrester
  Rob Brown   als Jamal Wallace
  F. Murray Abraham   als Prof. Robert Crawford
  Anna Paquin   als Claire Spence
  Busta Rhymes   als Terrell
  April Grace   als Ms. Joyce
  Michael Pitt   als Coleridge
  Michael Nouri   als Dr. Spence
  Richard Easton  
  Glenn Fitzgerald   als Massie
  Zane R. Copeland jr.   als Damon
  Stephanie Berry   als Janice
  Fly Williams   als Fly
  James T. Williams   als Student
  Damany Mathis   als Kenzo
  Damian Lee   als Clay
  Matthew Noah Word   als John Hartford
  Charles Bernstein   als Dr. Simon
 
Regie:  Gus Van Sant  
Buch:  Mike Rich  
Musik:  Bill Brown  
Kamera:  Harris Savides  
Produzent:  Laurence Mark  
  Sir Sean Connery  
  Rhonda Tollefson  
 

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