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Leihvideo
Erhältlich seit:
24.08.2011
Großbritannien 2010
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 16
Riz Ahmed
Arsher Ali
Nigel Lindsay
Regie: Christopher Morris
Capelight Pictures

Dem Briten Christopher Morris gelingt es in seiner fulminanten Satire, sich über islamistischen Terrorismus lustig zu machen, das Thema aber dennoch todernst zu nehmen.
Bissige Politsatire hat eine lange Tradition, ihrem Zuschauer das Lachen im Halse stecken bleiben zu lassen. Das Kinodebüt von Christopher Morris, der im englischen Fernsehen seit mehr als 20 Jahren als Enfant terrible die Grenzen des guten Geschmacks austestet, befindet sich eindeutig in einer Ahnengalerie mit "Dr. Seltsam", "Das Leben des Brian" und "Kabinett außer Kontrolle". Gerade, weil er sich aufgrund der gewählten Gangart nicht um den guten Ton scheren muss, legt Morris den Finger in die Wunde, wenn er drei jungen Pakistanis und einem britischen Konvertiten aus dem englischen Norden bei ihren ahnungslosen Versuchen folgt, einen verheerenden Anschlag in London zu verüben.
Mit traumwandlerischer Sicherheit gelingt es Morris, nicht den Islam zur Zielscheibe seiner haarsträubenden Beobachtungen zu machen, sondern die Auswüchse jeder Art von Radikalisierung - die er ungerührt präsentiert, ohne mit der Wimper zu zucken. Mag die Arbeit mit pseudodokumentarisch gefärbtem Material in anderen Filmen mittlerweile abgedroschen wirken, "Four Lions" wird von den verwackelten Bildern mit einer Authentizität aufgeladen, die einem einen kalten Schauer den Rücken runterjagt, auch wenn man eigentlich schallend lachen will.
Sicher, man hat es hier mit Dumpfbacken zu tun, die Drohvideos aufnehmen und dabei erkennbar Spielzeuggewehre tragen, die gerade keine Zeit für Selbstmordattentate haben, weil der Papa krank geworden ist und die aus pakistanischen Ausbildungslagern geworfen werden, weil sie versehentlich die eigene Kommandostruktur bombardieren.
Aber weil Morris seine Geschichte bis zum bitteren Ende durch erzählt, weil keiner lebend rauskommt aus diesem Wahnsinn, ist ihm ein Film gelungen, der nachwirkt: Die Tatsache, dass islamistische Terroristen anno 2011 eben keine entschlossenen Vollprofis sind, sondern ganz normale Jungs wie Du und ich, die über Osama Bin Laden nicht nur reden wie andere über Johnny Depp, sondern die beiden tatsächlich Seite an Seite als Idole verehren, macht Angst: Wenn Morris Recht hat mit seinem Szenario, das die erschütternden Anschläge auf die Londoner U-Bahn vom 7. Juli 2005 lose als Inspiration nutzt, dann ist man fortan in keiner westlichen Metropole mehr sicher. Umso besser, dass man über diesen Wahnsinn auch noch lachen darf. ts.
| Darsteller: | Riz Ahmed | als Omar | |
|---|---|---|---|
| Arsher Ali | als Hassan | ||
| Nigel Lindsay | als Barry | ||
| Kayvan Novak | als Waj | ||
| Adeel Akhtar | als Faisal | ||
| Benedict Cumberbatch | als Vermittler | ||
| Julia Davis | als Alice | ||
| Craig Parkinson | als Matt | ||
| Preeya Kalidas | als Sophia | ||
| Wasim Zakir | als Ahmed | ||
| Ohammad Aqil | als Mahmood | ||
| Chris Wilson | als Polizeiinspektor | ||
| Will Adamsdale | als Alex | ||
| Darren Boyd | als Sniper | ||
| Regie: | Christopher Morris | ||
| Buch: | Christopher Morris | ||
| Jesse Armstrong | |||
| Sam Bain | |||
| Simon Blackwell | |||
| Kamera: | Lol Crawley | ||
| Produzent: | Mark Herbert | ||
| Derrin Schlesinger | |||
Four Lions in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Interviews, Entfallene Szenen, Behind the Scenes, Trailer
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