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Frau2 sucht HappyEnd

Heiter-melancholische Romanze in Berlin um zwei einsame Herzen, die auf verschlungenen Wegen zueinander finden.


Frau2 sucht HappyEnd

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Erhältlich seit:
14.01.2002

Komödie

Deutschland 2000
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12

Ben Becker
Isabella Parkinson
Nicolas Wackerbarth

Regie: Edward Berger
Universum Film

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Frau2 sucht HappyEnd

Die romantische Telefonistin Mai und der melancholische Radiomoderator Gregor haben Liebeskummer. Sie ist in den Lover ihrer besten Freundin verliebt, er dagegen trauert seiner Ex, der erfolgreichen Sängerin Lea, nach. Da greift das Schicksal ein. Als Mai einen Autounfall hat, spielt Gregor gerade einen Lovesong im Radio, den er mit Lea verbindet. Für Mai jedoch steht das Lied für ihr Überleben, weswegen sie "HappyEnd"-Gregor als "Frau2" per e-mail darum bittet, den Song noch einmal zu spielen. Der jedoch hält das für ein Zeichen seiner Ex...

Mit seinem heiter-melancholischen Berlin-Blues gelang Filmemacher Edward Berger ("Gomez - Kopf oder Zahl") das Kunststück, eine klassische Love Story auf aktuelle Weise zu erzählen, ohne ins Pathos abzudriften. Unterstützt wird er dabei von dem gegen den Strich besetzten Duo Ben Becker und Isabella Parkinson ("Die Apothekerin"), das mit zurückhaltender Darstellung zu überzeugen weiß. Der stimmungsvolle Soundtrack, unter anderem mit Becker selbst, tut ein Übriges dafür, die Ballade zum Geheimtipp für Romantiker avancieren zu lassen.

Frau2 sucht HappyEnd

Die Melancholie der Liebe, die Romantik des Zufalls, das herausfordernde Spiel mit dem Schicksal - Edward Bergers zweiter Spielfilm erzählt mit Blick fürs Emotionale von Menschen in der Großstadt. Der Schauplatz Berlin bestimmt das Lebensgefühl des Improvisatorischen, unterlegt mit einem entsprechend stimmungsvoll jazzigen Soundtrack. Ein Film, in dem man mit seinen Gefühlen gut aufgehoben ist und keine Angst vor falschen Tönen haben muss.

Ein leitmotivisch pointierte vom Winde verwehte Plastiktüte mag an "American Beauty" erinnern, die zur Liebe entschlossene junge Frau und der von der Liebe verlassene Mann mögen entfernt der Konstellation in Tom Tykwers "Der Krieger und die Kaiserin" ähneln - Bergers Berliner Ballade hat trotz allem sehnsüchtig träumerischen Flair eine schöne Bodenständigkeit. Mai (Isabella Parkinson) ist Telefonistin in einem Teleshoppingsender, Gregor (Ben Becker) ist Radiomoderator mit musikalischer Seelentrösterfunktion. Dass diese beiden grundverschiedenen, einsamen Herzen überhaupt zusammenkommen sollten, dagegen spricht eigentlich der gesunde Menschenverstand, aber nicht die Logik des Kinos. Und schon gar nicht die Gesetzmäßigkeit des Zufalls, die so eminent filmisch ist, weil sie wunderbar Spannung, vor allem innere, erzeugen kann. Also ist da in Bergers Drehbuch und Film erst einmal ein Unfall, in den Mai in einer Regennacht in ihrem Auto verwickelt wird. Der Lebensgefahr entronnen, hört sie im Autoradio einen Lovesong, den sie für ihre Schicksalsmelodie ihres Überlebens nimmt. Gregor hatte im Sender die Platte aufgelegt, die man ihm anonym zugeschickt hatte und die er als Zeichen seiner Exfreundin Lea (Sabrina Setlur) deutete. Der Song hatte ihre Liebe begleitet, bis Lea Gregor verließ, worunter er immer noch leidet. Die Weichen sind gestellt für den Beginn eines sonderbaren Miteinander, das erst einmal aneinander vorbei führt, um vielleicht endlich zu einander zu finden.

Edward Berger hält, mit ein wenig leisem, nie vordringlichem Humor und Mut zu Bigger-than-Life-Romantik, seine kleine einfache Geschichte immer wieder leicht in der Schwebe. Sentimentalität ist dabei nicht ausgeschlossen, und der fließende Erzählrhythmus gerät gelegentlich ein bisschen ins Stocken, doch die wohlige Stimmung einer traumhaften Blues-Romanze hält sich. Ben Becker singt mit lakonisch erotischer Tristesse "Engel wie wir fallen nicht vom Himmel" in schönstem Jazzkeller-Ambiente. Und Isabella Parkinson ist geradezu ansteckend in ihrer sehnsüchtigen Entschlossenheit zur Liebe, wenn sie den e-mail-Kontakt beginnt. Dass daraus eine romantische Computer-Korrespondenz zwischen Gregor und Mai entsteht, verleitet Edward Berger und seinen fast dokumentarisch atmosphärischen Kameramann Gero Steffen nie zu digitalen Effekthaschereien. Die oft erstaunlichen Berlin-Bilder, vor allem die Totalen, bleiben im Gedächtnis - ebenso wie die Gesichter der angenehm zurückhaltend überzeugenden Darsteller. Ein Film wie ein heiter melancholischer Berlin-Blues. fh.

Darsteller:  Ben Becker   als Simon Reuther
  Isabella Parkinson   als Mai Winter
  Nicolas Wackerbarth   als Nick
  Nele Mueller-Stöfen   als Anne
  Sabrina Setlur  
  Catrin Striebeck   als Lily Hartman
  Stefan Kurt   als Arndt
  Bruno Cathomas  
  Michael Gwisdek   als Theo
  Eva Kryll   als Vera
  Sergej Moya   als Phillip
 
Regie:  Edward Berger  
Buch:  Edward Berger  
Musik:  Enrico Fabio Cortese  
Kamera:  Gero Steffen  
Produzent:  Andreas Eicher  
  Philipp Homberg  
 

Frau2 sucht HappyEnd in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Ben Becker

Ein knallharter Kerl. Seine rauchig kehlige Stimme klingt, als sei er unter Bergen von Zigaretten geboren. Oft scheinen seine Charaktere kurz vor...

 

Star

Isabella Parkinson

In der Ingrid-Noll-Verfilmung "Die Apothekerin" übergibt sie sich auf Katja Riemanns Abendkleid und wird von ihr dafür später aus...