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Frauen lügen nicht

Deutsche Beziehungskomödie über eine Frau, die aus Versehen den Falschen mit Liebesbriefen bombardiert.


Frauen lügen nicht

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Erhältlich seit:
19.07.2001

Komödie

Deutschland/Österreich 1998
Laufzeit: 87 Min.
FSK: ab 12

Jennifer Nitsch
Martina Gedeck
Dominique Horwitz

Regie: Michael Juncker
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Frauen lügen nicht

Bei einem Italienurlaub mit ihrer Freundin Hannah verliebt sich Marie in den Chirurgen Xaver. Wieder Zuhause, versucht sie die Romanze mit leidenschaftlichen Briefen aufrecht zu erhalten. Da ihr der bindungsscheue Xaver allerdings eine falsche Visitenkarte gegeben hat, landet ihre Post bei dem österreichischen Mechaniker Xavier. Nichtsahnend schickt sie diesem ein Foto von sich. Xavier ist auf Anhieb von der hübschen Marie begeistert. Kurzerhand gibt er sich als Xaver aus und gesteht ihr seine Liebe. Überglücklich fährt Marie mit Hannah nach Wien.

Michael Juncker, der sich als Co-Autor der frühen Filme von Doris Dörrie einen Namen machen konnte, widmet sich in seiner zweiten Regiearbeit den weiblichen Rollenklischees. Seine turbulente Romanze mit Hindernissen zeichnet sich durch tiefgründigen Humor und einen Schuß Selbstironie aus. Getragen wird die etwas vorhersehbare Story von den souverän agierenden Hauptdarstellen Jennifer Nitsch ("Der Schattenmann") und Martina Gedeck ("Rossini") als lebenslustige Frauen sowie von Dominique Horwitz und Peter Sattmann als deren männliche Gegenparts. Für Freunde deutscher Beziehungs-Komödien ein Muß.

Frauen lügen nicht

In deutschen Komödien treiben derzeit bevorzugt Frauen als Trio oder im Doppelpack ihr Unwesen. Auch Michael Juncker setzt in seiner zweiten Regiearbeit auf unkonventionelle Partnersuche und läßt zwei Mädels voll Inbrunst, mit List und Tücke den Falschen suchen, der sich dann als der Richtige entpuppt.

Vor elf Jahren attackierte Michael Juncker in seinem Spielfilmdebüt "Wann, wenn nicht jetzt" ironisch das traditionelle männliche Rollenverhalten. In seinem neuen Werk geht es um traditionelles weibliches Verhalten, nur ohne Ironie. Denn die blonde Marie (Jennifer Nitsch) betätigt alle in Blondinenwitzen verbreiteten Vorurteile. Sie steht auf Ärzte, was aber nicht auf Gegenliebe stößt. Jedenfalls hinterläßt ihr ein Repräsentant dieses umworbenen Berufsstandes nach dem One-Night-Stand in Bella Italia eine falsche Visitenkarte. Der kühle Abschied hält sie nicht davon ab, den Ferienflirt mit Liebesbriefen zu überschütten. Da eigenständiger Broterwerb nicht zu ihren Stärken zählt und ihr Lover im heimischen Germany sie gerade vor die Tür gesetzt hat, quartiert sie sich bei ihrer geschäftstüchtigen und geschiedenen Freundin Hannah (Martina Gedeck) ein. Die leidenschaftlichen Erklärungen landen derweil bei einem entzückenden Automechaniker (Dominique Horwitz) in Wien, der sich in das Foto der fremden Lady verliebt. Als das Damen-Duo dann in der Donaumetropole anrückt, um Gefühle aufzuwärmen, gibt sich der Blaumann als bester Kumpel des verschwundenen Weißkittels aus. Und stellt in seiner Not dessen baldiges Auftauchen in Aussicht. Da sich Hannah unversehens in den falschen Freund verknallt, nimmt das Verwirrspiel seinen Lauf.

Die "Topf sucht Deckel" -Komödie will nicht unnötig den Intellekt strapazieren, sondern einfach nur amüsieren mit Dialogen, an denen es relativ wenig zu deuteln gibt. Dazu serviert Juncker - auch Co-Autor des Buches - jede Menge Situationskomik, deren leicht verständliches Strickmuster auch schon in den 50er Jahren für Lacherfolg sorgte. Er spielt lustvoll mit Klischees, vergißt aber oft, sie auch nur ansatzweise zu brechen. Die Gratwanderung zwischen Klamauk und Komik fällt schwer. Daß Frauen nicht lügen, mag ja vorkommen, aber daß Männer sich in puncto Frauen viel vorlügen und jenseits aller Realität leichtgläubige Geschöpfe schaffen, die in dieser reinen Form wohl nur noch in ihren Phantasien oder auf der Leinwand existieren, dafür ist dieses 5,3 Millionen-Projekt das Paradebeispiel.

Martina Gedeck und Jennifer Nitsch spielen die etwas undankbaren Rollen überzeugend, Monica Bleibtreu als typische Wiener Hausmeisterin mit widerborstigem Charme ist ein Vergnügen. Daß man nicht die Laune verliert, dafür sorgt Allroundtalent Dominique Horwitz, der nicht nur als Film-, Ferseh- und Theaterschauspieler Meriten sammelt, sondern erst kürzlich als Interpret von Jacques-Brel-Chansons und Bert-Brecht-Liedern beste Kritiken und höchstes Publikumslob einheimste. mk.

Darsteller:  Jennifer Nitsch   als Marie
  Martina Gedeck   als Hannah
  Dominique Horwitz   als Xavier
  Peter Sattmann   als Xaver
  Andrea Eckert   als Funny
  Rebecca Horner   als Yasmin
  Monica Bleibtreu   als Hausmeisterin
  Gerhard Zemann   als Chef der Werkstatt
  Beatrice Frey   als Sekretärin 1
  Silvia Fenz   als Zigeunerin
  Pamela Knaack   als Romy
  Ingo Naujoks   als Klaus
  Monika Tajmar   als Patientin
 
Regie:  Michael Juncker  
Buch:  Michael Juncker  
  Helmut Trunz  
Musik:  Manu Kurz  
  Tom Morrison  
  Rachel Morrison  
Kamera:  Helmut Trunz  
Produzent:  Gerd Huber  
  Renate Seefeldt  
 

Fassungen

 

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Features

 

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Martina Gedeck

Schön und stolz, echt und erotisch, attraktiv und arbeitswütig, wandelbar und wunderbar, ein Chamäleon und furioses Vollweib. Martina...

 

Star

Dominique Horwitz

Deutscher Schauspieler, Sänger und Entertainer, der nach dem Motto "Wach sein und zugreifen" mit riesigem Arbeitseifer seit 1976 in...