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Kaufvideo
Erhältlich seit:
25.08.2006
Deutschland/Österreich 2005
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 12
Jasmin Tabatabai
Anneke Kim Sarnau
Hinnerk Schönemann
Regie: Angelina Maccarone
good!movies

Die Geschichte einer Asylbewerberin in Deutschland. Keines der üblichen Klischee von bösen Deutschen und guten Ausländern, sondern die glaubhafte Inszenierung eines unglaublichen Schicksals. Die junge Iranerin Fariba liebt Frauen, ein Grund, aus dem intoleranten Gottesstaat nach Deutschland zu fliehen, wo sie die Identität eines Landsmannes annimmt. In der tiefsten schwäbischen Provinz verliebt sie sich in eine blonde Kollegin. Die Illusion von Freiheit und Glück zerschellt an der Wirklichkeit.
"Verehrte Fluggäste. Soeben haben wir die Grenze überflogen". Nach der Ansage geht ein Aufatmen durch das Flugzeug, nehmen einige Frauen das Kopftuch ab. Die junge Fariba steht auf, legt den Schador auf der Toilette um den Rauchmelder und raucht erst mal eine Zigarette. Ein neues Leben liegt vor ihr, in Deutschland, dessen Literatur und Kultur die Dolmetscherin liebt. Kaum ist das Flugzeug gelandet, landet auch sie auf dem Boden der Tatsachen. Auffanglager, endlose Befragungen und bitte die Kopie des Todesurteils. Alles muss schließlich seine Ordnung haben. Dennoch - die Grenzbeamten sind differenziert dargestellt. Statt Homosexualität nennt sie "politische Gründe". Die reichen nicht zur Anerkennung als Asylbewerberin, Abschiebung droht. Sie nimmt die Papiere eines durch eigene Hand gestorbenen Leidensgenossen und schlägt sich unter seinem Namen Siamak durch. Endstation: ein Übergangsheim im schwäbischen Sielmingen. Ausgerechnet.
Was die Großstädterin aus Teheran dort erlebt, erzählt Angelina Maccarone in drei Themenfeldern: Identitätssuche, Asylrecht in Deutschland, Definition von "weiblich" und "männlich". Fariba flieht nicht nur ins äußere, sondern auch ins innere Exil, muss in eine Männerrolle schlüpfen. Eine "Lola" sollte Jasmin Tabatabai dafür sicher sein. Langsam baut sich die Spannung auf, auf der einen Seite die ständige Angst vor Entdeckung, auf der anderen, das sich Eingewöhnen in eine fremde Welt und das Eingezwängtsein in der fremden Haut, der immer engere Kontakt zur Schwäbin Anne, manchmal sogar ein Stück Normalität. Die Annäherung zwischen den beiden (wobei die Deutsche anfänglich nicht ahnt, wen sie vor sich hat) ist von Zärtlichkeit und Verständnis geprägt. Geschickt vermeidet Maccarone ein Happy End, es gibt Momente des kleinen Glücks aber nicht den verlogenen Kitsch einer gemeinsamen Zukunft. "Fremde Haut" ist kein explizit politischer Film, Frauen- oder Genderfilm, sondern die sensible Betrachtung eines in sich zerrissenen Menschen, der die alte Heimat verloren und eine neue noch nicht gefunden hat. Der Traum von einer besseren Welt - aufgeben sollte man ihn nicht. mk.
| Darsteller: | Jasmin Tabatabai | als Fariba | |
|---|---|---|---|
| Anneke Kim Sarnau | als Anne | ||
| Hinnerk Schönemann | als Uwe | ||
| Simon Schwarz | |||
| Navid Akhavan | |||
| Jens Münchow | als Andi | ||
| Jewgenij Sitochin | als Gasmut | ||
| Regie: | Angelina Maccarone | ||
| Buch: | Angelina Maccarone | ||
| Judith Kaufmann | |||
| Kamera: | Judith Kaufmann | ||
| Produzent: | Ulrike Zimmermann | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Farsi
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch
Bildformat: 1:1,85
Extras: Making of, Trailer
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